Im Test: Feste Shampoos vom Salzburger Seifenkontor

Die Gute Güte

 

Transparenzhinweis: Ich durfte zwei Probestücke der neuen Seifenkontor-Shampoos kosten- und bedingungslos testen. Vielen Dank dafür! Der folgende Bericht entstand auf freiwilliger Basis und wurde nicht von Seifenkontor in Auftrag gegeben. 

Ja, tatsächlich: Ich schreibe ein weiteres Mal über festes Shampoo, meine sehr verehrten Damen und Herren. Aber in diesem Fall habe ich einen sehr, sehr guten Grund dafür. Denn: Ich hab euch zwar schon mehrfach ein Lied davon gesungen, dass diese umweltfreundlichen, da (praktisch) verpackungsfreien Alternativen zum Flüssigshampoo in der Plastikflasche mein Herz im Sturm erobert haben. Die Novität, um die es heute geht, ist aber der Umstand, dass es nun auch handgemachte Naturkosmetikexemplare an festen Shampoos aus Salzburg gibt. Genauer gesagt hat der Seifenkontor seit kurzem eine bunte Auswahl an farbenfrohen Shampoo-Pastillen im Angebot. Und nachdem ich dessen Seifen, Gesichtsöle, Badezusätze, Deos und Peeling seit langem ganz heiß und innig lieb habe, freue ich mich ganz besonders, dass ich zwei der neu erhältlichen Shampoos freundlicherweise testen durfte. Aber ich fange wohl am besten ganz am Anfang an:

Feste Shampoos vom Salzburger Seifenkontor: Das gibt’s

Die festen Shampoos des Seifenkontors sind seit nunmehr einigen Wochen erhältlich und kommen nicht nur in unterschiedlichen Farb- und Duftrichtungen daher, diese sind auch für unterschiedliche Haartypen konzipiert:

Erhältlich sind sie in zwei Größen: Ein Probestück zu 40 g (zwei davon sind auf meinen Fotos zu sehen) kommt auf 5,90 €, das große Stück mit 140 g kostet 18,90 €

Und bevor ich mehr zu den kleinen Wunderstücken sage, muss ich noch eine wichtige Unterscheidung loswerden: Auch wenn Seifenkontor draufsteht und man ein festes Stück Kosmetikpräparat in der Hand hat, ist festes Shampoo keine (Haar-)Seife. Es unterscheidet sich chemisch von Seife und wird auch anders hergestellt. In der Anwendung ist es jedoch ähnlich.

Welche Erfahrungen ich mit den festen Seifenkontor-Shampoos gemacht habe? Hier kommt der Blick ins Nähkästchen.

Zum Grundsätzlichen: Ich habe feine Haare und neige zur Heizsaison zu trockener Haut, deswegen durfte ich mir sowohl das feste Shampoo für feine Haare, als auch jenes für trockene, schuppige Kopfhaut zum Test aussuchen.

Auf den ersten Blick fällt gleich einmal folgendes positiv auf: Die Seifenkontor-Shampoos werden schlicht in kleine Papiersäckchen verpackt, die sich problemlos im Altpapier entsorgen lassen. Nimmt man das Shampoostück selbst zur Hand, fallen gleich ein paar Unterschiede zu jenen festen Shampoos auf, die man vielleicht von Lush, alverde oder Tinktura kennt: Die Seifenkontor-Shampoostücke verzeichnen eine andere, etwas bröckeligere Konsistenz, eine weniger quietschbunte Farbigkeit und fühlen sich insgesamt natürlicher an, als verwandte Produkte.

Wirft man einen Blick auf die Inhaltsstoffe, geht es mit den Unterschieden weiter: Das hier verwendete Tensid ist das vergleichbar milde Sodium Lauryl Sulfoacetate (nicht mit SLS zu verwechseln) bzw. Disodium/Sodium Cocoyl Glutamate, beides naturkosmetikzertifiziert. Aus der Zusammensetzung anderer fester Shampoos kenne ich primär Sodium Coco-Sulfate oder Sodium Lauryl-Sulfate, die (so mein gefährliches Halbwissen auf Basis von Online-Recherche), wohl weniger mild sind – bitte korrigiert mich gerne, falls ich mich täusche.

Wie das ganze duftet? Mein Testshampoo für trockene, schuppige Kopfhaut hat einen wunderbar krautigen Duft, der mir sehr gut gefällt, das Shampoo für feines Haar verströmt einen süßlichen Zitronenduft, den ich weniger mag – wobei sich der Duft in beiden Fällen nicht lang im Haar hält. Das Dufterlebnis genießt man also primär unter der Dusche. Dort wird das Shampoostück übrigens ähnlich verwendet wie ein Stück Seife: Man schäumt es in den Händen auf, oder lässt es ein paar mal über die Haare gleiten, dann wird ganz klassisch einshampooniert, wie man es von Flüssigshampoos gewöhnt ist.

Doch auch bei der Anwendung fallen Unterschiede zu den obergenannten Shampoos auf: Das Seifenkontor-Shampoo schäumt weniger als jene der oben erwähnten Hersteller und es ist etwas mühsamer, es im Haar zu verteilen. Diesen Umstand schiebe ich in meinem gefährlichen Halbwissen auf das milde Tensid. Aber: Dieses Weniger an Schaum wird für mich ganz klar durch meine Erfahrung wett gemacht, dass das Seifenkontor-Shampoo Haar und Kopfhaut weniger ausgetrocknet zurücklässt als andere Shampoos. Von dem her: Weniger Schaum ist in diesem Fall eindeutig kein Bug, sondern ein Feature.

Hat man das Shampoo wieder ausgespült, fällt gleich noch etwas auf: Im Gegensatz zu anderen Shampoos brauche ich nach den Seifenkontor-Modellen keinen Conditioner, sie lassen sich auch so problemlos kämmen, wirken gepflegt und weniger frizzig, als ich es von Konkurrenzprodukten kenne.

Sind meine Haare dann erst einmal luft- oder föhntrocken, glänzen sie schön, fallen locker und leicht und fetten sogar weniger nach, als ich es von anderen Shampoos gewöhnt bin. Auch in dieser Hinsicht sind die Seifenkontor-Shampoos also ein Volltreffer. Müsste ich mich zwischen dem Shampoo für feines Haar und jenem für trockene Kopfhaut entscheiden, würde ich übrigens das erstgenannte wählen: Auch dieses enthält ein mildes, weniger austrocknendes Tensid, macht meine Haare aber voluminöser als jenes für Problemkopfhaut.

Was ist also mein Fazit?

Die neuen festen Shampoos von Seifenkontor haben mich praktisch auf ganzer Linie überzeugt: Der Umstand, dass mir der Duft des von mir favorisierten Shampoos für feines Haar nicht ganz so taugt und die Shampoos weniger stark schäumen, als man es von aggressiveren Tensiden gewöhnt ist, ist leicht zu verkraften. Schließlich machen sie den Einsatz von Pflegespülung und Co obsolet, zaubern eine locker und leicht fallende Mähne und haben meine Probleme mit trockener Winterhaut beseitigt.

Oh. und übrigens: Freunde des Prinzips “ein Produkt für alles” können jetzt frohlocken: Die Shampoostücke lassen sich gleichzeitig auch als festes Duschgel verwenden. Und sie halten recht lange vor: Ich habe mein 40 g schweres Probestück (5,90 €) seit nunmehr zwei Monaten im Einsatz und in dieser Zeit etwa die Hälfte davon aufgebraucht.

Die Produkte von Seifenkontor sind im Online-Shop oder bei ausgewählten Vertriebspartnern erhältlich. In Salzburg Stadt etwa bei Zerum in der Linzergasse.

 

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