Ich hab beim Sporer Eierlikör gemacht – und ein Rezept für euch mitgebracht.

Die Gute Güte

 

Dieser Artikel entstand auf Basis eines Blogger-Events, an dem ich kostenlos teilnehmen durfte, ist. jedoch weder vergütet noch beeinflusst.

 

Meine sehr verehrten Damen und Herren, wer hat Lust darauf, ein bisschen handgemachte Weihnachtsfreude zu verteilen – und zwar stamperlweise? Ein handgemachtes Weihnachtsgeschenk, über das sich man als Rezipient wirklich freut?

Ich schlüpfe heute nämlich in die Rolle des Eierlikör-Nikolaus und bringe euch, wenn nicht gleich eine fixfertige Flasche, so zumindest ein über jeden Zweifel erhabenes Rezept mit. Denn: Ich war kürzlich gemeinsam mit einer bilateralen Bloggerinnen-Gruppe aus Österreich und Deutschland im städtischen Likör-Mekka und habe mir beibringen lassen, wie man das cremige Festtagsgold im trauten Heime herstellen kann – und zwar basierend auf dem Rezept des Meisters höchstselbst. Aber dazu muss ich – für Auswärtige – jetzt ein wenig ausholen.

Wer in Salzburg schon einmal in die Verlegenheit gekommen ist, eine Flasche Likör, diverse Spirituosen, Punsch oder andere schöne und hochgeistige Dinge besorgen zu wollen, ist bestimmt an einer Adresse nicht vorbeigekommen. Die Sporer Likör- und Punschmanufaktur besteht bereits seit sage und schreibe 1903 und beschert einem nie abreissenden Publikumsstrom in ihrem Stammhaus in der Getreidegasse ganzjährig Hochprozentiges und Wein und gerade im Winter den berühmten Orangen-, Orangen-Mango oder Beerenpunsch. Dort gibt es Marillenlikör und Kräuterbitter, Weinbrand und hausgemachten Dry Gin und wer das winzig kleine Geschäftslokal noch nie von innen gesehen hat, erhält hiermit ein Salzburg To Do als Hausaufgabe.

Doch der Sporer hält mittlerweile nicht mehr nur in der Getreidegasse Hof, er hat seit einigen Jahren ein nicht minder fotogenes Refugium außerhalb der Altstadt. In Maxglan steht nicht nur die Produktion, sondern auch ein weiteres Verkaufsgeschäft, in dem Spirituosen, Liköre, ausgewählte Weine und Punsch für die Heimzubereitung über den Tresen gehen. Und: Genau dort wurde unsere kleine Bloggerinnen-Runde in die sporer’sche Eierlikörzubereitung eingeweiht. Das Rezept dazu durfte ich mitbringen und überlasse es euch hiermit zum Nachbau und Genuss unterm Christbaum. Cheers!

   

Man nehme:

  • 15 Dotter
  • 30 ml Eiklar
  • 320 ml Läuterzucker (gekauft oder einfach 1 kg Zucker mit 450 ml Wasser aufkochen und 15 Minuten köcheln lassen, Schaum dabei immer wieder abschöpfen, abkühlen lassen)
  • 210 ml Weingeist 96,5% (gibt’s beim Sporer)
  • 20 ml Sporer Kirschbrand 40%
  • 20 ml Sporer Weinbrand 40%
  • 1 Vanilleschote

Was man außerdem braucht: Ein Küchenthermometer

So wird’s gemacht:

1. Die Dotter in einer Metall- oder Glasschüssel (diese kommt im letzten Schritt auf ein Wasserbad) mit einem Schneebesen zu einer homogenen Masse verrühren, das Eiklar zugeben und den Läuerzucker unter ständigen Rühren einfließen lassen. Mit dem Schneebesen bearbeiten, bis sich eine leicht schaumige Masse ergibt.

2. Nun den Weingeist in einem dünnen Strahl ganz langsam und regelmäßig zufügen und dabei ständig weiterrühren – diesen Schritt besonders sorgfältig und mit Bedacht ausführen, da der Eierlikör sonst gerinnt!

3. Das Mark der Vanillschote auskratzen und gemeinsam mit dem Kirschbrand sowie 120 ml Wasser unterrühren.

4. Nun folgt das Wasserbad: Einen Topf mit Wasser zustellen und zum Köcheln bringen. Die Schüssel mit der Eierlikörmasse auf den Topf setzen und bei ständigem Rühren bis auf rund 60 Grad erhitzen. Die Temperatur dazu regelmäßig mit einem Küchenthermometer überprüfen und aufpassen, dass der Likör nicht gerinnt.

5. Mit einem Trichter in saubere Flaschen abfüllen und bei Zimmertemperatur lagern.

Das hat gedauert: ca. 20 Minuten

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