Rezept: Espresso-Cantuccini (und ein Kaffee-Vollautomat für Leute, die keine Vollautomaten mögen)*

Die Gute Güte

 

Werbung: Dieser Beitrag enthält eine werbliche Empfehlung für eine Kaffeemaschine von Tchibo Eduscho, die mir kostenlos zum Test zur Verfügung gestellt wurde. Die kundgetane Meinung ist dennoch meine eigene.

Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich muss hiermit eines zugeben: Ich hätte mir nicht gedacht, dass in meiner sorgsam eingerichteten Hipster-Küche jemals ein Kaffeevollautomat stehen würde. Und doch stehe ich heute hier und präsentiere euch ausrechnet einen solchen. Wie es dazu kam? Lasst mich dazu eine kleine Geschichte erzählen:

In meinem Haushalt wird schon immer recht gerne Kaffee getrunken. Am liebsten Espresso, an dem auch regelmäßig getüftelt wurde, damit er zumindest annähernd so schmeckt, wie er es in Italien “al banco” tut.  Und genau deswegen schaffte man sich anlässlich der ersten gemeinsamen Wohnung pflichtbewusst eine Siebträgermaschine an. Die war schick und fein und imagegerecht für den Bobo-Haushalt, wurde liebevoll gepflegt und mit ausgewählten Boutique-Bohnen befüllt.

Bloß: Wenn es darum ging, in der Früh aus dem Bett zu fallen und noch schnell auf dem Weg zur Haustür raus einen Espresso runterzukippen, war sie, naja, nicht das perfekte Gerät: Aufheizen, Kaffee mahlen, verschlafen herumpatzen, Bus verpasst.

Deswegen wurde das Siebträger-Monster anlässlich der dritten gemeinsamen Wohnung schließlich aufgegeben und ganz minimalistisch im Familienkreis verschenkt. Weil: Eigentlich kann man sich ja auch mit einer Mokka-Kanne begnügen, die viel platzsparender und weniger patz-anfällig ist. Was wir dabei nicht bedacht hatten? Sitzen acht Leute zum Kaffeetrinken am Tisch, ist die Heißgetränkzubereitung per Perkolator, naja, nicht ganz realistisch. Und im Endeffekt haben wir uns in den letzten Monaten aus Resignationsgründen zum Kaffeetrinken stets bei den Nachbarn einquartiert.

Und damit kommen wir zu einem schönen Tag Anfang Oktober, an dem ein Brief von Tchibo Eduscho in mein digitales Briefkasterl geflattert kam. Der erste hauseigene Kaffee-Vollautomat wurde da angekündigt und meine Gedanken zum Thema der vollautomatisierten Kaffeebereitung waren reflexartig boboadäquat: große schwarze Plastikmonster, die Blümchenkaffee produzieren und dabei meine schöne Arbeitsfläche verstellen? Oje.

Dann wurde der betreffende Automat, der “Esperto Caffè” nämlich, aber trotzdem gegoogelt und siehe da: Da liest man doch tatsächlich Auskenner-Testberichte, die demselben gute Espresso-Noten bei platzsparendem Design bescheinigen. Und plötzlich war das Interesse geweckt.

Die Esperto Caffè im Test

Ein paar Tage später stand das gute Stück dann auch schon auf meiner Anrichte, wurde ausgepackt, eingestellt und um die ersten beiden Espressi erleichtert – und diese produzierten erstaunte Gesichtsausdrücke, denn: Der kurze Schwarze, den unser “Esperto Caffè” produziert, steht jenem, den wir damals aus unserer alten Siebträgermaschine gemolken hatten, tatsächlich um nichts nach.

Was uns an dem Gerät besonders gut gefällt? Hier ein Espresso (ha!)-Überblick:

  • Die Esperto Caffè ist sehr klein gebaut: Sie ist in etwa so breit wie handelsübliche Kapsel-Kaffeemaschinen, allerdings etwas tiefer und nimmt daher in der Küche kaum Platz weg.
  • Das Design ist für einen Vollautomaten ungewöhnlich schön und schlicht: Touch-Knöpfe, eine Tropfschale mit Magnethalterung, klare Linien, Tassenbeleuchtung, kein Schnickschnack.
  • Sie fühlt sich hochwertig an, lässt sich einfach auseinandernehmen und sehr gut reinigen.
  • Ihr Funktionsumfang ist angenehm klein und deswegen selbsterklärend: Ein Knopf für Espresso, einer für Caffé Crema, einen für Americano, einer für extra viel Bohnen und einer zum Spülen – fertig.
  • Sie hat keine Milchschaumdüse, die ich ohnehin nicht verwendet hätte und ist deswegen gleich noch einmal kompakter.
  • Sie hat recht überschaubare Einstellungsmöglichkeiten (Mahlgrad, Wassermenge), die aber trotzdem ausreichen, die persönlichen Kaffeewünsche feinzutunen.

Und last but not least: Der Kaffee ist tatsächlich um ein Vielfaches besser, als ich es von anderen Vollautomaten gewohnt bin. Und deswegen darf ich hiermit sagen: Amen, ich bin konvertiert mit meinem Kaffeevollautomaten, der im Grunde genau für solche Leute gebaut scheint, die sonst keine Vollautomaten mögen.

Und jetzt? Jetzt brauchen wir noch etwas zum Knabbern zu den Erzeugnissen unserer neuen Kaffeemaschine. Und was könnte hier klassischer sein, als ein Backblech voller Cantuccini mit einer kleinen Espresso-Aromaverstärkung? Wie sie gemacht werden, erkläre ich hier:

Man nehme (für ca. 60-70 Stück):

  • 250 g Mehl
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 175 g Feinkristallzucker
  • 1/2 Pkg Backpulver
  • 1 Pkg. Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
  • 30 g Butter, zimmerwarm
  • 1 frisch gebrühter Espresso
  • nach Wunsch: 1/2 Fläschchen Bittermandelaroma
  • 100 g ganze Mandeln, geschält oder ungeschält

So wird’s gemacht:

1. Mehl, geriebene Mandeln, Backpulver, Vanillezucker, Zucker, und Salz vermengen, dann mit Eiern, Butter und Espresso sowie nach Wunsch Bittermandelaroma verkneten. Ist der Teig zu feucht, noch ein wenig Mehl unterkneten, dann ca. 30 Minuten im Kühlschrank rasten lassen.

2. Den Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

3. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und die ganzen Mandeln unterkneten. Dann in vier Stücke teilen und jedes Stück zu einer ca. 3-4 cm dicken Rollen formen.

4. Die Teigrollen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen (Achtung – auf ausreichend Abstand achten, der Teig geht auf!) und 15 Minuten bei 200 Grad backen.

5. Die Teigrollen aus dem Backrohr nehmen und mit einem scharfen Messer schräg in etwa fingerdicke Scheiben schneiden. Die Scheiben noch einmal auf das Backblech legen und weitere ca. 8 Minuten bei 200 Grad backen.

6. Auskühlen lassen und bis zum Verzehr in einer luftdichten Dose aufbewahren.

Das hat gedauert: ca. 1,5 Stunden

 

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