Life Update: Ja ich weiß, es ist ruhig hier.

 

Jetzt ist es schon wieder passiert. Jetzt habe ich schon wieder eine unfreiwillige Pause eingelegt. Fast einen ganzen Monat lang habe ich auf diesen paar Quadratmetern Internet nichts von mir hören lassen – und wisst ihr was? Es ist mir kaum aufgefallen.

Warum ich nur diesen Artikel also online stelle? Ich glaube, ich tue es aus verschiedenen Gründen. Einerseits habe ich nämlich irgendwie das Gefühl, eine Erklärung schuldig zu sein und andererseits möchte ich wohl etwas loswerden, das mir schon lange auf dem Herzen liegt. Aber fangen wir beim ersten Punkt an. 

Vom widersinnigen Pflichtgefühl und kryptischen Projekten

Eigentlich sollte man meinen, dass man sich gegenüber eines Hobbys, wie das hier eines ist, nicht verpflichtet fühlen sollte. Wenn man sich aber in dieser seltsamen Situation befindet, das betreffende Hobby öffentlich auszuüben, schleicht sich doch ab und an das Gefühl ein, sich diesem in einer gewissen Regelmäßigkeit widmen zu müssen. Weil: Immerhin schauen mir doch andere Menschen dabei zu und denken sich vielleicht ihren Teil. Deswegen liefere hier eine kleine Erklärung für meine vielwöchige Absenz. Und die ist eigentlich recht langweilig:

Mein Privatleben ist gerade dank Hochzeitsplanung sehr hektisch und aktivitätenreich, der Countdown bist zur Tag X läuft und es scheint, obwohl eigentlich alles fertig organisiert ist, immer noch ständig etwas zu tun zu sein.

Der eigentliche Zeitfresser in meinem Alltag ist aber ein Projekt, an dem ich aktuell mit Hochdruck arbeite, über das ich euch aktuell noch nichts erzählen kann und von dem ich hoffe, dass euch das Ergebnis mindestens so sehr gefällt, wie mir momentan die Arbeit daran. Klingt kryptisch? Ja, und das muss es momentan auch noch ein wenig. Aber ich verspreche, dass ich euch im Winter wohl endlich einweihen darf. Und darauf freue ich mich.

Und nun zum zweiten Punkt. 

Über die Kommentarkultur im Internet

Ich bin nämlich anlässlich meines letzten Artikels hier am Blog wieder in eine alte, eigentlich überwunden geglaubte Falle getappt: Ich habe mich geärgert. Und dann habe ich mich über mich selbst geärgert, weil ich mich geärgert habe. Der Grund? Zu meinem letzten Artikel gab es wieder einige Kommentare, Nachrichten und Mails, die die unangenehmen Seiten der Kommentarkultur im Internet vor meine Haustüre gespült haben.

Eigentlich möchte man meinen, dass eine Liste von Lokalen, die in allen ihren Bestandteilen völlig subjektiv und dabei aber von vorne bis hinten wohlwollend ist, nicht allzu viel Negativität beim Publikum hervorrufen sollte. Bei meinem letzten Artikel gab es allerdings so viel Kritik, viel davon wohl auch gerechtfertigt, dass ich mich mal wieder gefragt habe, warum ich das hier eigentlich mache. In meiner Freizeit und auf meine eigenen, eigentlich gar nicht so unwesentlichen Kosten – finanziell und emotional.

Scheinbar schafft es nämlich ein großer Teil der Menschen da draußen im Internet nicht, Kritik in einer Form vorzubringen, die zumindest einen Teelöffel an Höflichkeit in sich birgt.

Darüber habe ich mich vor allem in meiner Anfangszeit sehr geärgert, das konnte ich in den letzten Jahren gut ausblenden und, dass es mich kürzlich wieder so sehr aufgeregt hat, war für mich selbst überraschend.

Ja, ich weiß schon, was ihr jetzt sagen werdet: Wenn man sich schon erdreistet, Dinge im Internet zu veröffentlichen, muss man Kritik schon aushalten. Aber trotzdem glaube ich nicht, dass man sich jede Form von Kritik, von Beschimpfungen und Negativität gefallen lassen muss. Vor allem nicht, wenn man, so wie ich, meistens kaum kontrovers unterwegs ist, nicht kommerziell schreibt und es eigentlich immer nur gut meint. Und ich wünsche mir wirklich, dass das große weite Internet irgendwann lernt, dass die Menschen, die hier Texte, Bilder, Videos und andere Inhalte jedweden Aggregatzustands veröffentlichen, Gefühle haben, sich bemühen und es sich in vielen Fällen nicht verdienen, so hart angegriffen zu werden, wie es oft passiert.

Vor allem, wo sehr viele von ihnen die Medien, die sie produzieren, Ihrem Publikum völlig kostenlos frei Haus liefern.

Schließlich hat jeder Mensch da draußen die Möglichkeit, Kritik auch konstruktiv und reflektiert zu äußern. Und dann kommt der Inhalt der Kritik wohl auch viel eher beim Empfänger an, als es emotional aufgeladene Beschimpfungen tun.

Im gleichen Atemzug muss ich mich aber auch bei all jenen Damen und Herrn da draußen bedanken, die mir wohlwollend gegenüberstehen, mir manchmal sogar E-Mails schreiben, wertschätzend sind und positiv auf meine Inhalte reagieren. Ihr seid es auch, wegen denen ich das hier immer noch mache, obwohl es Zeit und Geld kostet, mich manchmal nervt und immer wieder mal ein bisschen in die Verzweiflung treibt. In dem Sinne: Danke, vielmals.

Und mit diesem Satz verabschiede ich mich zurück zu meinem Projekt, zum Endspurt meiner Hochzeitsplanung und bis zum nächsten, hoffentlich etwas weniger jammervollen Artikel. Vielen Dank fürs Zuhören und auf bald!

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