5 Lieblingsdinge im Dezember

 

Und wieder einmal bin ich an einem Format gescheitert – vermutlich schon das achte oder neunte Mal. Schließlich wollte ich meine sogenannten “Lieblingsdinge” ja monatlich präsentieren! Nachdem aber nun der Oktober und November bereits ins Land gezogen sind, gibt es meine, sagen wir vorsichtig, Monatsfavoriten nun erst im Dezember. Mit jahreszeitlich passenden Dingen für Pflege- und Süßigkeitenfreunde, was zum Lesen, was zum Hören und was zum Spielen. Wie der Doctor so schön sagt: Allonz-y!

Zum Lesen:

Eleanor Catton – The Luminaries (Die Gestirne)

Ich gebe zu: Dieses Buch war auf Anhieb ein reiner Cover- und Gütesiegelkauf – der sich in diesem Fall aber bewährt hat. Eleanor Catton machten ihre “Luminaries” zur jüngsten Man Booker-Preisträgerin aller Zeiten und mich zu einer sehr glücklichen Leserin, die endlich wieder ein Buch gefunden hat, das über Wochen zu fesseln weiß.

“The Luminaries” oder zu Deutsch “Die Gestirne” spielt im neuseeländischen Goldrausch der 1860er Jahre und lässt den jungen Engländer Walter Moody auf eine zusammengewürfelte Männergruppe treffen, die offenbar nur eines verbindet: Sie alle sind mittelbare Zeugen von tragischen, kriminellen oder schlicht seltsamen Vorkommnissen, die irgendwie miteinander verwoben zu sein scheinen. Ein Einsiedler wird tot aufgefunden, eine Prostituierte scheitert am Selbstmord, ein reicher Goldgräber verschwindet spurlos und ein großes Vermögen taucht wie aus dem Nichts auf. Nach und nach erzählen die zwölf Männer ihre Geschichten und nach und nach setzen sich die Puzzleteile zusammen – und zwar auf 850 Seiten, die einiges an Konzentration abverlangen. Klickt man sich durch Online-Rezensionen, so scheinen die “Luminaries” ein Buch zu sein, das man entweder liebt oder hasst. Es ist komplex entworfen, die Figurenkonstellationen folgen bei genauerer Betrachtung Sternbildern, die Längen der Kapitel und Abschnitte korrelieren mit Mondphasen und der schiere Umfang der Erzählung lässt das Buch nicht unbedingt nebenbei lesen, sondern erfordert ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit. Wer diese meisterhafte Art und Weise des Geschichtenspinnens aber schätzt und sich gerne in Schmökern epischen Ausmaßes vergräbt, hat mit den “Gestirnen” bestimmt seine Freude.

Zum Anhören:

Vienna Teng – Dreaming Through The Noise

Mit Vienna Teng habe ich während meines Studiums umfangreiche Lernabende verbracht und die amerikanische Musikerin taiwanischer Abstammung erst kürzlich wieder für mich entdeckt. Ihr drittes Album “Dreaming Through The Noise” ist eines, das wunderbar durch einen Winterabend plätschert, teils ein wenig dahinjazzt, teils scharf am Kitsch vorbeischrammt aber insgesamt einen wohligen Klang-Kokon evoziert, in den man sich im Winter gern zurückzieht. Beim Keksebacken etwa, oder im Vollbad. Und übrigens: Wenn man sich zwischenzeitlich auch gerne mal dem Gefühl der eigenen Unzulänglichkeit hingibt, könnte man sich durchaus Vienna Tengs beeindruckende Biografie durchlesen. Ui.


Zum Pflegen

Seifenkontor Peelings

Wir lieben umweltfreundliche Pflegesubstanzen! Und wir lieben die Seifenkontorin mit ihren entsprechenden Erzeugnissen. Jetzt im Winter peelen wir uns mit selbigen gerne diverse Körperteile – mit dem Körperpeeling “Wintertraum” (grobes Meersalz, Jojoba-Öl, winterlicher Orangenduft) etwa die Haxen und mit dem Gesichtspeeling Sensitiv Kokos&Aloe das werte Antlitz. Wärmste Empfehlung! (hier gäbe es Sandras Markttermine)

Zum Naschen

Fair Trade Schokolade

Apropos umweltfreundlich: Wir alle wissen, dass Kakaobohnen nicht immer ganz unproblematisch sind, was Ernte, Handel und Verarbeitung angeht. Und deswegen freuen wir uns gerade im Advent ganz besonders, dass es auch Schokolade mit sichermachenden Gütesiegeln aus dem Fair Trade-Bereich gibt. Im Eine Welt-Laden in der Linzergasse findet man nicht nur Schokoladetafeln jedweder Geschmacksrichtung, Trinkschokolade, Schokoaufstrich und köstliche, köstliche belgische Pralinen (Bild) sondern in der Vorweihnachtszeit etwa auch Schokoladennikoläuse.

Zum Spielen

Rusty Lake Cube Escape-Games

Wer nicht ab und an ganz gern am Handy zockt, der werfe den ersten Stein. Und wer in dieser Hinsicht nach neuer Inspiration sucht, der sollte nun herhören: Ich spiele in den letzten Wochen sehr gerne die atmosphärisch gestalteten Cube Escape-Games von Rusty Lake, die sich ein klein wenig so anfühlen, wie ein klassischer Escape Room für die Hosentasche. Innerhalb mehrere Spiele und Episoden zu verschiedenen, aber oft verknüpften Themen muss der Spieler hier etwa ganz klassisch aus einem Raum entkommen, aber auch einen Mordfall lösen und dabei seine Kombinationsgabe bemühen. Manchmal wird es ein klein wenig gruselig, ab und an knifflig – und das Schöne an der Sache ist, dass die meisten mir bekannten Spiele der Serie (The Lake, Arles, Seasons, Case 23, Harvey’s Box…)  kostenlos downloadbar sind. Man befrage den App-Store des Vertrauens.

Transparenzhinweis: Diese Auswahl entstand völlig unbeeinflusst und ohne Vergütung eines der genannten Unternehmen oder einer der genannten Personen.
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