10 Dinge, die dein Weihnachtsfest umweltfreundlicher machen #greenwgchallenge

 

Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich darf hiermit endlich meinen angekündigten Beitrag zur aktuell laufenden Green WG-Challenge der Uni Salzburg abliefern – ganz passend zur Jahreszeit. Was die Green WG-Challenge ist? Auf Einladung der Nachhaltigkeitsinitiative PLUS Green Campus der Uni Salzburg nehmen aktuell 11 Salzburger Studi-WGs die Herausforderung an, nachhaltiger zu leben. Und zwar im Rahmen von monatlich wechselnden Challenges, für die es tolle und vor allem nachhaltige Preise zu gewinnen gibt.

Nachdem wir uns aktuell mitten im Advent befinden, ist dieser auch der Themenspender für die momentan laufende Dezember-Challenge. Diese lautet: Weihnachten, aber nachhaltig. Und genau dazu habe ich 10 Tipps zusammengesucht und recherchiert, die das schönste Fest des Jahres ein klein wenig nachhaltiger feiern lassen. Los geht’s!

1. Mache einfach von allem weniger

Ganz ehrlich, es jammern eh immer alle: Man isst viel zu viel Kekserl, trinkt viel zu viel Glühwein, rennt zu viel zu vielen Weihnachtsfeiern, schenkt sich viel zu viel Ramsch. Wie wäre es in diesem Jahr also mit einer FDH-Kur? Feiere einfach die Hälfte und das dafür bewusst! Das bedeutet nicht nur die Hälfte an gewonnenem Bauchumfang, sondern auch die Hälfte an Ressourcen: Und die Hälfte an verschwendeten Nerven. Win win!

2. Koche ein vegetarisches Weihnachtsmenü

Ich weiß, ich weiß: Traditionalisten trifft hierbei wohl der Schlag – schließlich sind weder Würstelsuppe noch Weihnachtskarpfen per se vegetarisch. Dabei muss man tatsächlich sagen: Mit einer fleischlosen Menüvariante lässt man nicht nur Gans, Truthahn und Co leben, man spart der Umwelt auch einen Haufen CO2. Und falls jemand ein paar Ideen für ein gemüsebetontes Festtagsgelage haben mag, hätte ich hier ein paar Vorschläge:

3. Verpacken mit Furoshiki

Weihnachten ohne Geschenkpapierberge? Dazu schaue man vorsichtig nach Japan: Dort verpackt man Mitbringsel gern und traditionell in sogenannte Furoshiki – das sind Stofftücher, die kunstvoll um das jeweilige Geschenk geknotet werden. Hierzu geeignet sind etwa vorhandene Schals, zurechtgeschnittene Meterware, die wiederbelebten, alten Vorhänge – oder tatsächliche Furoshikis, die man auf Vorrat kauft. Anleitungen zum Furoshiki-Binden gibt es etwa hier.

4. Verpacken mit Zeitungspapier

Textilverpackungen überfordern dich? Dann gäbe es natürlich noch die traditionelle Recycling-Verpackung: Zeitungspapier nämlich. Dass diese nicht nach Öko und Geiz aussehen muss, das beweist Pinterest und spendet allerlei Ideen. Und wenn dich auch Zeitungspapier nicht überzeugt: Verzichte zumindest auf hochglänzende, glitzernde und beschichtete Geschenkspapiere und greife stattdessen zu klassischen Packpapier. Das kann man zur Not auch selbst bedrucken oder anderweitig verschönern.

5. Lebender Christbaum

Nächstes Thema: Der Christbaum. Dieser ist in der Plastikvariante ein unverrottbares, mittelfristiges Wegwerfprodukt und in der natürlichen Variante oft nicht nur weit gereist, sondern auch pestizidbelastet. Eine Alternative bieten Öko-Christbäume, die vor allem in unseren Breitengraden weniger kompliziert in der Beschaffung sind als anderswo – oder ein Lebendchristbaum im Topf, der nach seinem Einsatz auf die Terrasse übersiedelt und im kommenden Winter wieder ins Wohnzimmer wandert. Und: Wer den Topfbaum nicht behalten mag, kann ihn übrigens auch mieten!

6. Kerzen aus pflanzlichem Wachs oder Bienenwachs

Und noch eine Sache muss ich ruinieren: klassische Christbaumkerzen nämlich. Die bestehen gerne aus Paraffin – das bekanntermaßen aus Mineralöl gewonnen wird. Alternative sind Kerzen aus Stearin, das auf Pflanzenöl (Achtung: Palmöl-Falle!) basieren – oder der ursprünglichste aller Kerzenrohstoffe, Bienenwachs nämlich. Christbaumkerzen aus Bienenwachs kriegt man mittlerweile sogar schon im besser sortierten Supermarkt, sie sind zwar etwas teurer als die künstlichen Kollegen, duften dafür aber umso schöner. Und übrigens: Sind die Christbaumkerzen zu Stumpen heruntergebrannt, lassen sich aus den Resten ganz wunderbare Dosenkerzen gießen – habe ich etwa hier gemacht.

7. LED-Lichterketten

Wer lieber keine Kerzen am Christbaum anzündet, sondern zur weniger brandgefährlichen Elektrovariante greift, kann dabei auch an die Umwelt denken: LED-Lichterketten brauchen weitaus weniger Strom als die herkömmliche Variante und sind mittlerweile auch schon zu wohlfeilen Preisen erhältlich.

8. Früher war mehr Lametta! Schmuck aus Naturmaterialien und aus dem Familienschatz

Heuer besonders trendig: Christbaumschmuck in Roségold und Boho-Optik. In spätestens zwei Jahren besonders out? Christbaumschmuck in Roségold und Boho-Optik. Vieles an Christbaumschmuck besteht aus Plastik und hat eine beschränkte Lebensdauer. Die bessere Variante: Entweder man legt sich ganz bewusst einen Vorrat an hochwertigem und zeitlosen Schmuck zu, der die Jahre überdauert – oder man setzt, wie die Oma früher – auf Naturmaterialien. Strohsterne, rote Äpfel, Nuss-Engerl, Holzornamente, Bienenwachskerzen und Co gibt es auch im moderneren Look zu kaufen, können mitunter auch selbst gebastelt werden und sind bei Ausmusterung sogar kompostierbar.

9. Geschenke bei kleinen Herstellern in der Innenstadt kaufen

Ok, hier habe ich vor ein paar Tagen schon umfangreichere Worte gesprochen: Wann, wenn nicht an Weihnachten sollte man die Gelegenheit am Schopf packen, kleine, familiengeführte Geschäfte in der Innenstadt, regionale Hersteller und Produzenten von Handgemachtem zu unterstützen. Und: Wie ich es schon gesagt hab, geht das besonders gut mit einem Besuch im Fachl.

10. Zeit statt Dinge schenken

Allerdings: Wir wissen doch alle, dass praktisch jede Person auf unserer Geschenkeliste schon alles hat und nix mehr braucht – außer vielleicht gemeinsame Zeit. Wie wär es also damit, diese zu verschenken? Etwa im Rahmen eines gemeinsamen Kinobesuchs, oder eines gemeinsamen Abendessens, egal ob selbstgekocht oder im Wirtshaus. Bei uns im Geschwisterkreis verschenkt man etwa gern ein Wirtshaus-Überraschungsmenü, auf das man sich einfach gegenseitig einlädt. Und das ist meist viel schöner, als ein neues Elektrogerät.

You May Also Like