Frühstück im ARGE Beisl

 

Transparenzhinweis: Wie immer ist dieser Artikel völlig unabhängig und ohne das Wissen des ARGE Beisls entstanden, unser Frühstück haben wir selbst bezahlt.

Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich glaube zu wissen, was manche von euch jetzt denken werden: Was, in der ARGE kann man Frühstücken? Ja, kann man – allerdings leider nur unter der Woche. Und genau deswegen ist es mir erst nach, quasi, jahrelanger Planung und Urlaubsausnützung gelungen, diesem “Hidden Champion” am Salzburger Frühstücksmarkt einen Besuch abzustatten.

Das ARGE Beisl ist für die Ginger und mich (und eigentlich auch die Claudia) übrigens ein besonderer Ort. Es war nämlich der Schauplatz unseres allerersten Aufeinandertreffens, damals im Jahre 2013, im Rahmen eines der ersten Salzburger Bloggerstammtische. Für die Ginger und mich war es, schmähohne, gegenseitige Ablehnung auf den ersten Blick, die sich erst ein paar Cocktails später in Freundschaft verwandelt hat – soll es schließlich auch geben!

Das Beisl selbst, das sich mit seinem Industrial-Flair schon ein bisschen als Hipster gab, bevor es eigentlich cool war, konnte freilich höchst wenig für die Antipathie an seinen Tischen, machte aber schon damals mit seinen Curries und Hausmacherlimos allerhand weg. Grund genug für uns zwei Frühstückstanten, auch endlich das hiesige Morgenangebot genauer unter die Lupe zu nehmen.

Dieses wird paketweise serviert und gibt sich mit seiner Benennung nach Städten kosmopolitisch. So bestellt man mit einem “Zürich” etwa ein kleines Müsli, ein weiches Bio-Ei, Schinken, Salami, Emmentaler, Weichkäse, hausgemachte Marmelade, Butter und einen Brotkorb (12€), oder mit einem “Florenz” ein Rührei aus Bio-Eiern und Pesto, Mozzarella, Tomate, Melone, Parmaschinken auf Ruccola-Nest, Mailänder Salami, hausgemachte Marmelade, Butter und ebenso einen Brotkorb (15€). Andere Frühstückspakete entführen nach Lech (u.a. Speck und Bergkäse, 11€), Paris (u.a. Croissant und Brioche, 6€), oder Barcelona (Käse, Rohkost, Aufstrich 12€), die Krönung der Frühstücksschöpfung ist das Modell “Monte Carlo” für zwei, das zwei Gläser Prosecco oder frisch gepresster Orangensaft, Rührei aus Bio-Eiern und Pesto, dreierlei hausgemachten Aufstrich, Käse-Auswahl, Schinken, Parmaschinken, frischen Obstsalat, zwei kleine Müsli, hausgemachte Marmelade, Butter und wieder einen Brotkorb ( 38€ ) auf den Tisch bringt. Ergänzend lassen sich Eier in diversen Aggregatszuständen bestellen, Porridge, Obstsalat oder Ham & Eggs. Die gesamte Frühstückskarte (Stand 11.11.2018) ist hier einzusehen.

Wir entscheiden uns für die Optionen Barcelona und Zürich und ergänzen um Eier, zudem genehmigen wir uns den pflichtschuldigen Kaffee, der hier aus dem Hause Afro Coffee kommt.

Beide Frühstückspakete sind auf den ersten Blick bereits sehr groß portioniert und es wird sich im Laufe des Konsums offenbaren, dass man mit “Barcelona” und “Zürich” mindestens drei hungrige Mäuler hätte stopfen können. Die Produktqualität ist hoch: Der Schinken stellt sich als frisch aufgeschnittener Beinschinken heraus, der hervorragende hausgemachte Aufstrich als eine Art würziger Baba Ganoush, die Rohkoststicks aus Karotten, Gurken und Paprika sind knackig, die Obstgarnierung des Müslis fällt erfreulich saisonal aus, die hausgemachte Marmelade ist fruchtig und nicht zu süß. Frau Ginger lobt besonders den Inhalt des Brotkorbs, speziell die darin liegenden Salzstangerl: knusprig und offenbar handgeformt, nach dem Bäcker haben wir uns leider nicht erkundigt.

Zusammenfassend ist zu sagen: Schade, dass das ARGE Beisl nicht auch am Wochenende Frühstück kredenzt. Die Sache mit dem Hidden Champion vom Anfang ist nämlich durchaus ernst zu nehmen.

ARGE Beisl
Ulrike Gschwandtner-Straße 5
5020 Salzburg

Frühstück: Mo-Fr ab 09.00 Uhr

 

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