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Ich hab das neue, unverpackte Shampoo von alverde ...

Ich hab das neue, unverpackte Shampoo von alverde probiert, So ist es.

 

Transparenzhinweis: Dieser Artikel entstand völlig unbeeinflusst, DM und alverde wissen nichts von ihrem Glück und das Shampoo hab ich mir selbst gekauft, Ehrensache. 

Könnt ihr euch noch an meinen frenetischen Jubel über die festen Shampoos von Lush erinnern, in den ich vor ein paar Wochen ausgebrochen bin?

Dessen Begründung lag vor allem darin, dass ich mit den knapp handtellergroßen, bunten Shampoopastillen des britischen Badebombenherstellers endlich eine Alternative zur Plastikflaschenschlacht im Bad gefunden hatte, die auch tatsächlich wunschgemäß funktionierte: gute Reinigungswirkung, keine seifigen Rückstände in der Haarpracht, kein Stroh auf dem Kopf, ergibig und überdies wohlriechend. Soweit so gut.

Dann scrolle ich vor ein paar Tagen durch meinen Facebook-Feed und was seh ich da? Mittlerweile hat unser aller kosmetischer Nahversorger, der DM nämlich, ebenfalls ein festes Shampoo in sein Sortiment aufgenommen – und eines aus dem Reich der Naturkosmetik obendrein.

Hersteller der beiden Neuzugänge im Zero Waste-Sortiment ist die Naturkosmetik-Eigenmarke alverde, daherkommen tut das feste Shampoo in zwei Duftrichtungen, nämlich Kokos und Mandarine-Basilikum und ist in den (meines Wissens nach) meisten DM Filialen regulär erhältlich. Kostenpunkt: 4,95 € pro Stück.

Das gesehen war die Güte gleich ein wenig aufgeregt, denn: Im Gegensatz zum Lush-Shampoo, für das man als Salzburg-Bewohner (m/w) wahlweise zu einer Lush-Filiale nach Wien, Innsbruck oder München gurken oder den entsprechenden Onlineshop bemühen muss, gibt es das alverde-Shampoo auch beim DM ums Eck, es ist – ebenfalls im Gegensatz zu den bunten Pastillen von Lush – zertifizierte Naturkosmetik und überdies rund um die Hälfte billiger.

Die Anschaffung

Kurzentschlossen losgezogen wurde der saubermachende Wunderwuzzi also zu Testzwecken erworben. Beim Lokalaugenschein war das favorisierte Mandarinenshampoo schon aus, Kokos aber noch vorrätig. Erst einmal heimgetragen, gab es die erste Begutachtung:

Die alverde Shampoo-Bars sind nicht ganz verpackungsfrei. Angeboten werden sie in einem kleinen Kartonschächtelchen, auf dem Produktinfos aufgedruckt sind und das getrost im Papiermüll landen kann. Die Konsistenz des alverde-Shampoos ist schon auf den ersten Blick eine andere als jene von Lush: Es ist dichter gepresst, glatter und hat eine sanftere Farbgebung (hellblau bei Kokos, hellorange bei Mandarine). Worin sich die beiden Sorten unterscheiden (Pflegewirkung? Haartyp?) ist nicht klar – vermutlich geht es rein um die Duftnote. Und: Im Gegensatz zu den Lush-Shampoos, die laut Hersteller für bis zu 80-100 Anwendungen reichen sollen (kann ich aus eigener Erfahrung auch bestätigen), gibt alverde hier keine Richtwerte an.

So weit so gut, nun geht es ans Ausprobieren.

Wer die Lush-Shampoo-Bars kennt, verfährt mit dem alverde-Shampoo wie gewohnt: Schnappen wie ein Stück Seife, in den Händen oder im Haar aufschäumen, durchwaschen, ausspülen fertig. Ähnlich wie die gewohnten Lush-Bars haben auch jene von alverde eine gute Schaumbildung vorzuweisen, duften weniger intensiv und machen das Haar ebenfalls sauber, ohne klebrigen Seifenreste zu hinterlassen (der Hauptgrund, warum ich etwa mit Haarseife nicht klargekommen bin). Was die Pflegewirkung angeht, steckt das alverde-Shampoo allerdings etwas zurück (oder: zumindest jenes in der Duftrichtung Kokos, das ich ausprobiert habe). Meine Haare fühlen sich nach dem Waschen etwas trockener an, als nach dem Waschvorgang mit meinen Lush-Shampoos (aktuell in Verwendung ist die Sorte New, das ist der rote Shampoo-Bar mit Nelkenduft) – was allerdings mit einer Ladung Conditioner leicht in den Griff zu bekommen ist.

Sind die Haare einmal trocken, sind sie einwandfrei sauber, fallen locker und glänzen gesund – soweit tut das alverde-Shampoo also genau was es soll.

Mein Fazit:

Die neuen, festen Shampoos von alverde sind eine schöne und vor allem leichter verfügbare Alternative zu den festen Shampoo-Bars von Lush. Sie sind als Naturkosmetik zertifiziert, günstiger und tun im Grunde was sie sollen. Ein kleiner Minuspunkt ist der Faktor, dass ich bei Verwendung des alverde-Shampoos tendenziell öfter Conditioner (verpackungsfreien Conditioner stellt alverde aktuell nicht her) einsetzen muss, damit meine Haare nicht austrocknen – bei den Lush-Shampoos ist dies seltener nötig. Wer eine kostengünstige, leicht verfügbare, verpackungsfreie Alternative zu Shampoos in Plastikflaschen sucht, wird hiermit wohl glücklich.

Vorteile im Überblick:

  • verpackungs- und plastikfrei
  • leicht verfügbar, weil im DM-Sortiment erhältlich
  • zertifizierte Naturkosmetik
  • mit einem Preis von € 4,95.- günstiger in der Anschaffung als das vergleichbare Produkt von Lush

Nachteile im Überblick:

  • stärker austrocknend als das vergleichbare Produkt von Lush, daher nach jeder Haarwäsche Conditioner nötig
  • Der Duft hält sich (zumindest in der Kokos-Variante) kaum im Haar – was mir persönlich aber egal ist.
  • noch nicht abschätzbar, für wie viele Haarwäschen da feste Shampoo hält, was eine wertvolle Zusatzinformation bezüglich Preis- Leistung ist

 


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