7 Lieblingsdinge im September

 

Meine sehr verehrten Damen und Herren, dieses Artikelformat hab ich mir ganz schamlos von der Ginger abgeschaut. Die hat vor ein paar Tagen auf einen Leserwunsch hin gepostet, was sie im letzten Monat so an Dingen verspeist, gelesen, konsumiert und für sich entdeckt hat und da dachte ich so bei mir: Das könnte man in zweierlei Hinblick auch mal versuchen. Einerseits, weil ich immer wieder mal das Bedürfnis hab, etwas über Zeug zu erzählen, das zwar schön und gut ist, aber zu wenig Material für einen ganzen Beitrag bietet und andererseits, weil das Konzept, in regelmäßigen Abständen Lieblingsdinge zu posten, auch irgendwie ganz gut zu meinem Vorsatz passt, diesen Blog wieder mehr als Tagebuch zu führen.

 

Drum gebe ich hiermit den Startschuss und schau mir die Sache mal an. Vielleicht bewährt es sich ja tatsächlich.

Transparenzhinweis: Es werden nun diverse Unternehmen und andere Entitäten genannt, von denen mich jedoch keine einzige in irgendeiner Form für diese Erwähnung entschädigt. 

Zum Anziehen

Barbour-Jacken

Ich hab ja kürzlich auf Instagram drüber lamentiert, dass ich dank meines Vorsatzes, nur sehr zeitloses, haltbares Gwand in meinem Kasten zu belassen, aktuell unterwegs bin wie eine Mischung aus Rechtsanwalts-Anwärter und englischem Schulbub. Und Schuld daran ist unter anderem dieses Pièce de Résistance. Ich habe aktuell zwei Barbour-Jacken in meiner Sammlung und ich liebe sie beide heiß und innig. Wer diese Teile nicht kennen sollte: Das sind diese ganz klassischen, britischen Jacken, die man ein Mal kauft, ein Leben lang trägt, zum Reparieren nach England schickt und sie dann den Enkelkindern vererbt. Eine meiner beiden ist ein recht klassischer, gewachster Dufflecoat, den ich vor allem im tiefsten Winter anhabe, die andere dieses Steppjacken-Modell mit Tweedkragen. Immer wenn ich sie trage, schaut mich meine bessere Hälfte zwar an, als ob das nicht mein Ernst sein könne, aber zu meiner Verteidigung: Das Ding ist unfassbar bequem und regenfest, hat gigantische Taschen, eine am Rücken verstellbare Taillierung und schaut einfach immer irgendwie angezogen aus. Zwar wie eine Hausfrau mittleren Alters beim Friedhofsbesuch, aber in dem Fall geht für mich Funktion über Form. Und irgendwann werd ich mir wohl überlegen, noch eine dritte Barbour-Jacke zu kaufen, die nicht ganz so spießig wirkt. Und diese hier wird dann bis zum mittleren Alter eingelagert.

Zum Lesen

Hogwarts für Erwachsene

Wer meine Tattoos kennt, weiß: Ich habe da so eine kleine Schwäche für Harry Potter, der mich schon mehr als ein halbes Leben begleitet. Und jeder und jede, der sich immer gern mal wieder nach Hogwarts verirrt, weiß, was für ein heimeliges Gefühl von der Zaubereischule und ihrem Stammpersonal ausgeht. Warum ich nun hiervon anfange? Ich bin vor ein paar Wochen über eine Buchserie gestolpert, die einen ähnlichen Effekt auf mich hat. Jodi Taylors Reihe “The Chronicles of St. Mary’s” hat dabei zwar nicht unbedingt den literarischen Wert des Rowling-Schrifttums, das historische Institut von St. Mary’s gibt sich aber fast wie ein Hogwarts für Erwachsene. Kurz umrissen widmet sich die aktuell bereits neunteilige Serie einem Historikerteam in der nahen Zukunft, das Geschichte “in contemporary time” untersucht – also mittels Zeitreisen. Die Protagonisten des Serie sind hier jedoch Ende zwanzig bis Anfang vierzig, St. Mary’s ist kein Zaubererschloss, sondern ein Uni-Institut in einem alten englischen Herrenhaus und Themen und Humor sind um einiges schwärzer und, sagen wir, “erwachsener” als jene in den Potter-Büchern. Die verschrobenen Charaktere, die trockene, englische Art und das etwas verrückte Institut schaffen aber eine ähnliche Vertrautheit, die man auch von Hogwarts kennt. Kurz: Wer Potter mag und etwas seichte, aber sympathische Popcorn-Lektüre sucht, wird hiermit sehr wahrscheinlich glücklich.

Zum Hingehen

Science meets Fiction

Ich habe es anderweitig schon umfangreicher erwähnt: Im September und Oktober bekommt Salzburg sein erstes Science Fiction-Festvial und ich habe unbedingt vor, hinzugehen. Stattfinden tut es etwa im DasKino und im Literaturhaus, das Konzept kombiniert Sci Fi-Filme mit wissenschaftlichen Vorreden, Gaming mit Talks und scheint mir sehr empfehlenswert zu sein. Ich freu mich – u.a. auf Blade Runner 2049, den ich damals im Kino versäumt hab.

Zum Einkaufen

Flohmark-Time

Wie ich in meinen Instagram Stories schon erzählt habe, bin ich aktuell viel auf Flohmärkten unterwegs um Hochzeitsdeko zu erstöbern. Konkret suche ich alte Porzellantassen, interessante Glasgefäße, Kerzenleuchter aus Messing und alte Wandernadeln – und am allerbesten und allergünstigsten kriegt man all das auf Pfarrflohmärkten. Mein liebster unter diesen ist der Grödiger Pfarrflohmarkt, der vor ein paar Wochen stattgefunden hat, einen Besuch wert sind aber auch die Pfarrflohmärkte in Rif/Niederalm oder jener der Pfarre St. Andrä, die jeweils am 5. und 6. Oktober zum Stöbern einladen. Die nächsten Termine und genauere Infos gibt es wahlweise auf Flohmarkt.at oder bei Fräulein Flora.

Zum Hören

Teenagerliebe

Als ich eine (noch!) etwas kleinere Teenager-Güte war, zählte Travis zu meinen absoluten Lieblingsbands. Die hatten damals Welthits wie “Why does it always rain on me” (Is it because I lied when I was seventeen? – sowas resoniert mit Teenager-Weltschmerz!) oder “Sing” und liefen im Kinderzimmer rauf und runter. Irgendwann habe ich meine Lieblingsschotten dann aber aus den Augen verloren – und kürzlich durch einen Zufall wiederentdeckt. Die vier Herren haben in meiner geistigen Abwesenheit mehrere neue Alben produziert und das neueste unter ihnen, eine Scheibe namens “Everything at once”, sollte man sich wirklich einmal durchhören. Es versetzt augenblicklich zurück in Mittelschulzeiten, birgt aber durchaus die eine oder andere Überraschung. Und: Die Videos zum Opus Magnum sind wie immer sehenwert. Daniel Brühl als Talkshowmaster, Film-Noir-Stimmung in verschneiten Straßenzügen, Teletubby-Ästhetik mit massentauglicher Choreografie. Als guter Hipster hab ich mir die Platte in Vinylform gegönnt. Macht seitdem gute Laune. Anspieltipps: 3 Miles High, Idlewild, Animals.

Zum Pflegen

Weniger Müll, mehr Freude

Wie ihr wisst, versuche ich im Badezimmer so wenig Mist wie möglich zu produzieren – deshalb auch meine ausufernden Erklärungen zum Thema festes Shampoo und Co (Hier sehen Sie Teil 1, hier sehen Sie Teil 2). In diesem Monat habe ich einem weiteren Müllproduzierer den Kampf angesagt: Wattepads im Abschminkvorgang. Der Ersatz: Microfaser. Wer auf Instagram und Co unterwegs ist, hat sicher schon einmal von diesen magischen “Make Up-Radierern” gelesen, die in feuchtem Zustand Make Up jedweder Spielart entfernen sollen. Ob ich das probiert hab? Aber selbstverständlich. Schminkeradiererartige Gegenstände kriegt man wahlweise jenseits des Amazonas, oder im DM des Vertrauens. Unter der dort erhältlichen Eigenmarke ebelin werden Mikrofaser-Handschuhe fürs Gesicht angeboten, die mit einem Preis von rund 4 € dem Versuch einen erträglichen Preiszettel umhängen. Und was soll ich sagen: Es funktionert! Man tunkt den Handschuh in warmes Wasser, rubbelt sanft über Gesicht und Augen – und ist tatsächlich bald schminkefrei. Ich persönlich kombiniere meinen Microfaser-Handschuh mit dem 2 in 1 Reinigungsfluid von Weleda (um auf Nummer sicher zu gehen) und freu mich, keine Wattepads mehr zu brauchen. Übrigens: Der Microfaserhandschuh ist in der Maschine waschbar.

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