Meine DIY-Küche – und warum sie nicht für jedermann geeignet ist

 

Meine sehr verraten Damen und Herren, schon so einige Male habt ihr mich auf Instagram danach gefragt, was ich eigentlich damit meine, wenn ich sage, dass die Küche meiner neuen Wohnung ein DIY-Model ist. Nachdem das Servicemedium Güte solche Fragen natürlich nicht unbeantwortet lassen mag, möchte ich euch hiermit eine Antwort drauf geben. Und damit diese auch Sinn macht, muss ich wohl etwas ausholen.

Als es darum ging, die Küche unserer neuen Wohnung einzurichten, waren uns relativ schnell zwei Dinge klar. Erstens: Der Raum, in dem die Küche später zum Stehen kommen sollte, war nicht unbedingt ein ganz einfacher. Er ist ein relativ langer Schluff, in dem Küchenkästen im Standardmaß wenig Platz finden. Und zweitens: Wir wollten unbedingt, unbedingt eine Küche mit Vollholzfronten. Und genau diese beiden Punkte waren es, die uns dazu gebracht haben, Teile unsere Küche kurzentschlossen selbst zu machen. Wenn man nämlich mit einem endenwollenden Budget arbeitet, wie wir es getan haben, ist es oft nicht unbedingt leistbar, sich eine Tischler-Speziallösung in den schwierigen Küchenraum hineinbauen zu lassen. Und wenn man in klassische Möbelhäuser geht und dort nach Küchen mit Vollholzfronten Ausschau hält, wird man relativ schnell am Ende seiner Suche angelangt sein.

Eine komplette Küche mit allen Schränken, Schubladen, Speziallösungen und Regalen so mir nichts dir nichts selbst zu bauen, ist allerdings auch kein ganz einfaches Unterfangen. Vor allem, wenn man über keine Werkstatt einer gewissen Größe verfügt. Deswegen haben wir uns im Endeeffekt zu einer Kompromisslösung entschieden.

Die Korpusse, das Innenleben und sämtliche feschen Spezialeffekte unserer Küche, wie die ineinanderkragenden Doppelschubladen, haben wir trotz allem im Möbelhaus erstanden, genauer gesagt in einem, das die schwedischen Nationalfarben in seinem Logo zur Schau stellt – und waren dort übrigens ganz beeindruckt von der Kompetenz und dem guten Service im Küchenplanungs-Center (ehrliche Meinung, für die mich niemand bezahlt).

Die eigentlichen Fronten haben wir jedoch nicht dort erworben. Einerseits, weil uns die wenigen verfügbaren Volholzfronten einfach nicht gefallen haben und zweitens, weil es, und das ist jetzt ein kleiner Geheimtipp, viel günstiger sein kann, Küchenfronten einfach aus Baumarktholz selbst zu machen – die notwendigen Skills vorausgesetzt. Und die sind die eigentliche Crux an der ganzen Sache.

Unsere mittlerweile angebrachten und heißgeliebten Küchenfronten aus geöltem Birkenmultiplex (sehr günstig und sehr Pinterest-sytlish) haben wir nämlich tatsächlich selbst gemacht und dabei im Vergleich zu Fertigfronten aus dem Möbelhaus ordentlich Geld gespart. Die Arbeitsplatte aus Birkenmultiplex mit Linoleumbeschichtung haben wir bei einem Spezialbetrieb in Bayern bestellt und selber angepasst. Beides war uns allerdings nur möglich, weil meine bessere Hälfte lange Zeit in einem holzverarbeitenden Beruf tätig war und genau wusste, was er tut.

Wenn ich also sage, dass unsere Küche ein DIY-Projekt ist, dann ist es leider eines, zu dem ich keine wirkliche Anleitung veröffentlichen kann. Denn: Die Maschinen und die Fähigkeiten, die man so braucht, um eine Küche in dieser Form in eine Wohnung zu stellen, hat schlichtweg nicht jedermann (w/m) daheim. Und jene Damen und Herren, die über beides verfügen, brauchen bestimmt keine Anleitung von mir.

In diesem Sinne: Danke für nix, Güte!

Allerdings: Den Fliesenspiegel unserer Küche haben wir auch selbst verlegt – und das ist nach meiner bescheidenen Erfahrung nach etwas, das man noch halbwegs leicht als Selberbastler schafft. Wer es versuchen mag, begibt sich am besten auf YouTube. Dort gibt es tolle Tutorials, die viel besser sind, als alles, was ich hier schreiben könnte.

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