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Neu in Salzburg: Maneki Neko mit Asia-Streetfood im Kaiviertel

 

Transparenzhinweis: Dieser Bericht entstand freiwillig und wurde nicht vom Maneki Neko beauftragt. Unser Essen haben wir aus eigener Tasche bezahlt. Schleichwerbung gibt’s hier nämlich nicht!

Ich sag es ganz ehrlich: Ich esse fast nichts so gerne, wie asiatisches Streetfood. Diesen Aspekt sollte man wohl vor Augen behalten, wenn man die folgenden Zeilen überfliegt, denn: Als bekannt wurde, dass der wohl beste Asia-Koch des Bundeslands mitten in der Altstadt ein Streetfood-Lokal eröffnen würde, war die Güte schon fast den Freudentränen nahe. Yaoyao Hu, den Salzburg schon dank seines Yaoyao im Europark und des schon fast alteingesessenen Bangkok in der Bayerhamerstraße kennt, setzt mit seinem neuen Maneki Neko in der Kaigasse nämlich in mehrfacher Hinsicht ein Statement. Und zwar eines, dem ich in ebenso mehrfacher Hinsicht ganz verliebt gegenüberstehe: Einerseits, weil die “Winkekatze”, was Maneki Neko übersetzt bedeutet, Gerichte und Asia-Küchen kredenzt, die es in Salzburg bisher noch nicht gab und andererseits, weil das Design des neuen Lokals so herrlich aus der Salzburger Altstadt hervorsticht – im wahrsten Sinne des Wortes.

Ein Schritt über die Schwelle des Maneki Neko befördert nämlich optisch in einen Hochofen: Vom Boden bis zur Decke und von der Suppenschale bis zum Servierwagen leuchtet hier alles in einheitlichem Rot – ein vom Studio Undpartner genial umgesetztes Designkonzept zur asiatischen Farbe des Glücks. Ein buchstäblicher Design-Lichtblick in der Altstadt, der zeigt, wie stilvoll man ein Selbstbedienungsrestaurant einrichten kann. Geordert wird an der Theke vor der offenen Küche, gesessen wird an langen Tischen. Von der Decke baumeln nackte Glühbirnen und vertikal wachsendes Grün, auf den Tischen stehen dampfende, rote Schüsseln auf Bambustabletten, entlang der Wandregale wird die Getränkekarte anhand einer Flaschenreihe manifest. Daneben winkt die namenstiftende Katze. Das mag ästhetisch nicht jeder auf Anhieb verstehen, wir finden es, in Ermangelung eines besseren Ausdrucks, supergeil. Es braucht bestimmt Mut, Salzburg etwas derartiges vorzusetzen.

Auf der Karte findet sich eine Tour de Force durch verschiedene Streetfood-Küchen Asiens – von Donburi (Reisschalen) über Ramen-artige Nudelbowls, Sommerrollen zum Selberwickeln bis hin zu vielfältigem Fingerfood – wobei vieles auch in kleinen Portionen bestellbar ist und damit wunderbar zum Teilen einlädt. Und das sollte man bei dem unglaublich vielfältigen Angebot auch unbedingt tun. Neben der großen Speisenauswahl beeindruckt auch die Zutatenherkunft: Wo sonst kriegt man Asia-Food mit so hohem Bio-(Fleisch-)-Anteil?

Wir entscheiden uns für einen halbwegs repräsentativen Querschnitt aus der Karte: Ein Novum in Salzburg sind die bestellten Baos, etwa faustgroße Hefe-Klöße mit unterschiedlichen Füllungen (etwa Huhn und Garnele, Rind oder vegetarisch), die stilecht im Bambus-Dämpfkörbchen serviert werden ( pro Stück 3,80 €) und nach Suchtgefahr schmecken. Ebenso neu an die Salzach bringt das Maneki Neko ein kleines Angebot an Banh Mi, gefüllte Baguettes aus Vietnam, die man wahlweise mit Tofu oder Schweinebauchfüllung ordert – allerdings nur zum Lunch bis 14.00 Uhr.


Nach gewohnter Yaoyao-Manier ganz wunderbar sind die gedämpften und gebratenen Gyoza (japanische Ravioli, 5 Stück um 5 €) angerichtet auf einem kleinen, asiatisch marinierten Gurkensalat. Im Backteig frittiert und mit scharfer Sauce garniert ist das Korean Fried Chicken, nach dessen Genuss man sich sehr über das mitgelieferte Feuchttuch zum Fingerabwischen freut. Passend dazu bestellen wir eine Beilagenportion Kimchi (fermentierten Chinakohl), zum Liebhaben gut. Im Vergleich am wenigsten überzeugen uns innerhalb unserer Auswahl die georderten Ramen mit Hühnerschenkel und Pak Choi – hier werden wir uns noch weiter durch die Karte kosten und beim nächsten Besuch etwa auf die sämigen Tonkotsu-Ramen ausweichen, die uns vom Nebentisch vielversprechender anlachen. Umfangreich präsentiert sich auch die Getränkeauswahl. Beim Bier wird nicht nach Brauerei diskriminiert, sowohl Lieblingsbier eins (das Trumer Hopfenspiel) als auch Lieblingsbier zwei (das Stiegl Columbus) sind bestellbar, zudem hauseigenes Gewürzbier, eine reiche Auswahl alkoholfreier Getränke und verschiedene Weine.

Und übrigens: Wem das Interieur trotz allem Design zu aufdringlich wirkt, kann alle Speisen auch mitnehmen.

Maneki Neko
Kaigasse 34
5020 Salzburg

Öffnungszeiten: Mo-Sa 11.30-22.00 Uhr

 


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