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Neu in Salzburg: Der Weiserhof by Jules

Neu in Salzburg: Der Weiserhof by Jules

 

Transparenzhinweis: Dieser Bericht entstand freiwillig und wurde nicht vom Weiserhof beauftragt. Unser Essen haben wir aus eigener Tasche bezahlt. Schleichwerbung gibt’s hier nämlich nicht!

Zugegeben: die Betitelung als „neu in Salzburg“ ist beim vorliegenden Zeitgenossen in doppelter Hinsicht nicht ganz richtig. Einerseits ist der Weiserhof selbst bereits seit vielen Jahren ein Fixstern im Salzburger Wirtshaushimmel, andererseits ist seine Neuübernahme, um die es hier gehen soll, mittlerweile auch schon einige Wochen alt. Zu meiner Verteidigung muss ich aber sagen: Es ist schon richtig schwer, an einem sonnigen Tag im neueröffneten Weiserhof bei Jules einen Tisch im Gastgarten zu ergattern. Und das ist ebenfalls in mehrerer Hinsicht kein Wunder. Der gegenständliche Gastgarten ist nämlich einer der wohl schönsten, die man in Salzburg so finden kann – nicht zu groß, nicht zu klein, wunderbare Kastanienbeschattung und ruhig gelegen inmitten des Schallmooser Wohngebiets. Und überhaupt: Das Interesse war schon ziemlich groß, als der viel geliebte Weiserhof, in dem Roland Essl über Jahre hinweg großartigste Wirtshaus Küche nach Slowfood-Manier auf dem Tisch brachte, einen neuen Pächter erhielt.

Jener Jules, der dem neuen Weiserhof seinen Namen verleiht, ist Fleischliebhabern wohl schon als Metzger aus dem Salzburger Andräviertel bekannt. Sein dort ansässiges Meat and Eat by Jules ist nicht nur fleischlicher Nahversorger, sondern bekocht Selbstabholer und Liefernlasser in ganz Salzburg mit Deftigem. Analog dazu gestaltet sich auch die Speisekarte im neuen Weiserhof. Viel Fokus auf Fleisch, ob geselcht, gebraten, gesotten oder roh findet man dort, aber auch für Vegetarier hält man eine kleine vegetarische Auswahl parat. Schön zu sehen ist, dass auch der ehemals bestehende Fokus auf (neumodern g’sagt) “Nose to Tail” bestehen bleibt – ein ganzes Kapitel der Speisekarte ist Innereien gewidmet: neben Kutteln, Beuschel und Leber findet man auch Kalbskopf, Zunge und Bries. Das Hendl stammt vom Heuberg, das Schwein aus Freilandhaltung, informiert uns die Karte.

Wir entscheiden uns bei unserem Besuch für ein paar Klassiker: Wiener Schnitzel mit Erdäpfel-Vogerlsalat, steirischer Backhendlsalat, Gulasch von Julasch, die vegetarische Aufstrichvariation, die Kaspressknödel, sowie eine Portion Beef Tatar wandern auf den Tisch des Salzburger Bloggerstammtischs, mit dem ich mich übrigens im Gastgarten eingenistet hatte.

Besonders überzeugt hat uns an dieser Auswahl, und das ist wohl keine Überraschung, alles Fleischliche, das von der Karte auf unseren Gastgartentisch wanderte. Das Wiener Schnitzel (13,50 €) vom Freilandschwein ein vorbildliches Exemplar seiner Gattung, der Backhendlsalat (9,50 €) wird gelobt, das Gulasch (9,50 €) ist herrlich fleischlastig. das Beef Tatar (9,50 €) beschreibt unsere Expertin als sehr würzig aber ausgezeichnet, die Aufstriche (6 €) munden ebenfalls. Zum deftigen Mahl gibt es eine etwas umfangreichere Bierkarte und für hinterdrein warten Desserts im Glas auf Süßschnäbel. Wir hätten gerne noch welche bestellt, waren aber einfach zu satt um eine Crème Caramel, ein Schokomousse oder den verführerisch klingenden gekochten Rahm mit Himbeeren (je 4 €) noch zu schaffen.

Fazit? Der Weiserhof bei Jules ist ein Bilderbuchgasthaus mit guter Küche, gewohnt einladendem Gastgarten und ausgewogener Karte. Wir freuen uns aufs nächste Mal.

Der Weiserhof bei Jules
Weiserhofstraße 4
5020 Salzburg


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