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Der Rockhouse-Crashkurs #1: Indie und Singer-Songw...

Der Rockhouse-Crashkurs #1: Indie und Singer-Songwriter aus Salzburg – mit Ticketverlosung!

 

Ok, ungefähr so hab ich mir das vorgestellt. Also besser gesagt hab ich mehr oder weniger befürchtet, dass dieses Projekt so verläuft: Ich winde mich schon bei der ersten Ausgabe meines Rockhouse-Crashkurses in Schmerzen. Einerseits, weil es gar nicht so einfach ist, den verfügbaren Schatz an Salzburger Musikschaffen mit Rockhousepotenzial in Genre-Schubladen zu verpacken, andererseits, weil man ab einer gewissen Anzahl an Bands einfach mal die Reißleine ziehen muss. So, um den Rahmen eines Artikels über Salzburger Bands im Bereich Indie und Singer-Songwriter nicht zu sprengen. Und: Gerade hier, im ersten zu bearbeitenden Genre sind nicht nur die Grenzen recht schwimmend, hier ist auch die Anzahl der Kandidaten besonders hoch. Drum sage ich es gleich von Anfang an klipp und klar: Die 10 Bands und Interpreten, die nun auf dich zurauschen, sind bei weitem nicht alle, die sich in der Salzburger Musiklandschaft tummeln und “was mit Indie” machen, ich hab sie nur ganz subjektiv ausgewählt. Ich freu mich auf Ergänzungen in den Kommentaren – und was zu Gewinnen hab ich auch für alle, die sich brav durch alle Hörbeispiele durchlauschen. Los geht’s!

Magic Delphin

Warum der Herr Magic Delphin so heißt wie er es tut, war bei Redaktionsschluss noch nicht ganz klar. Sicher ist jedoch, dass er Musik mit Dauerschleifenspotenzial macht – vor allem für solche Damen und Herren, die gerne deutschsprachig entspannten, ein bisschen ironisch-trashigen Pop-Sound (für Akademiker und Singles) mit Niveau und einer Prise Hammondorgeln im Plattenspieler zu Gast haben. Das aktuelle Album heißt “Leben am Mars”, die dazu empfohlene Single ebenfalls. Unbedingt reinhören!

Julian Nantes

Julian Nantes Künstlername ist vom gleichnamigen Beirut-Song inspiriert – die Klänge, die er seiner Gitarre entzaubert, klingen aber ganz anders. Da geht es stiller zu, weniger schwelgerisch, statt Klangteppich gibt es zarte Durchsichtigkeit. Akustikgitarre, Gesang, mehr braucht es oft nicht – außer in seiner wohl bekanntesten Nummer “Ride with me”, die vor einigen Zeit von einem österreichischen Mobilfunker zur Werbungsvertonung eingekauft wurde. Mein Hörbeispiel der Wahl ist jedoch Julian Nantes aktuelle Single “Fail & Wish”, das dazugehörige Album mit dem Cover, das ein wenig aussieht, wie ein altes dtv-Tachenbuch, heißt “The Youth, The Love, The Pain”. Der Name ist Programm.

Please Madame

Etwas intensiver geht es bei Please Madame zu, die aktuell mit ihrem neuen Album zu touren beginnen. Die neue Single “For the better” ist upbeat und launig, ebenso das zugehörige Video. Und: Wer sich von den Live-Qualitäten der jungen (blutjungen!) Herren überzeugen will, der sollte bis zum Ende das Artikels lesen.

Olympique

Ob ich die Musik von Olympique eigentlich großartig erklären muss, dessen bin ich mir gar nicht so sicher. Die Herrschaften haben immerhin schon eine Amadeus-Nominierung, zwei Alben und zwei EPs unter dem Gürtel und touren mit neuem Label und neuem Album durch die Weltgeschichte. Die etwas ältere Single “The Reason I Came” sollte man sich aber schon allein wegen des Videos wiedermal anhören. Man muss sie einfach lieben, diese brutalistischen exjugoslavischen Monumente, die ausschauen wie aus einem Sci-Fi-Film.

James Choice & the Bad Decisions

Der Preis für den kreativsten Bandnamen dieser Liste geht ganz eindeutig an James Choice und seine Bad Decisions. James heißt eigentlich Sebastian, ist ein mehr als sympathischer Zeitgenosse und hat sein Singer-Songwriter-Handwerk “ordentlich” gelernt. Beim renommierten Studium in London etwa, von dem er nicht nur viel Kompetenz, sondern auch eine Menge G’schichten mitgebracht hat. Die hier empfohlene Single samt Video heißt “Brobdingnag”, wie diese Insel in Gullivers Reisen, die von riesigen Menschen bewohnt wird.

Elto

Elto heißt eigentlich Manuel, ist ägyptischstämmiger Kärntner und klingt ein bisschen wie das Kind der Liebe von Mumford & Sons und Iron & Wine. Passend dazu gibt’s im Video zu “Melody” ein harmonisches Schwelgen in irischen Landschaften – und den guten Mann selbst im Juni als “Local Hero” im Rockhouse zu erleben.

Nikolaus Wolf

Ein wenig nach Britpop klingt auch Nikolaus Wolf, der sich ebenso einen Künstlernamen zugelegt hat. Der ist aber nicht frei erfunden, sondern schlicht jener seines Großvaters, lesen wir in der Beschreibung seines Youtube-Videos zur Single “Sunrise”. Die baut sich langsam von einer Gitarre zu einem kleinen Klangteppich aus und endet schwelgend im Synthie-Himmel. Hörenswert!

Manchester Snow

In “Move on” von Manchester Snow macht es gleich ganz zu Anfang den mittlerweile gern zitierten Austro-“Plansch” – von dem bewegt man sich, nomen est omen, aber schnell weg. Da gibt es Indie-Gitarren, ein bisschen Synth und viel Eingängiges – kein Wunder, dass man erfolgreich durch Österreich und Deutschland tourt und mit der neuen EP (“Evermore” nach “Out of the Woods”) Beifall einholt.

Dandelion

Dandelion hab ich erstmals als Support der “We are Scientists” im Rockhouse vernommen, dabei hätte man ihr “Fading Embers” schon aus dem Lokalradio kennen können. Die EP “Obvious” erschien im Dezember 2016, außerdem hörenswert und mit Ohrwurmgefahr dank Hookline ist etwa “Breathe under Water”. Live hören kann man sie in den nächsten Monaten etwa in St. Georgen im Attergau, genau gesagt im dortigen “Fümreif”.

Gospel Dating Service

And now for something… different? Jedenfalls geht es um Zeitgenossen, bei denen ich mir (wie oben schon angeraunzt) nicht ganz sicher bin, ob sich sie überhaupt in diese Liste pflanzen darf. Gospel Dating Service, die Gewinner des diesjährigen Heimo Erbse-Preises, kommen mit einer guten Portion Soul und Funk daher und Ed Sheeran hat sich seine Shape of you-Boxerin (wahrscheinlich) bei ihrem Video zu “Red” abgeschaut. Da bin ich mir relativ sicher. Übrigens hier im Gegensatz zu allen anderen Herrschaften auf dieser Liste: 0% Gitarre. Und das klingt ganz, ganz groß.

Und jetzt, jetzt gibt es noch etwas zu gewinnen

Hol dir 1 x 2 Tickets für das Album Release-Konzert von Please Madame am 22.4.2018 im Salzburger Rockhouse! Das Event ist übrigens eine Co-Veranstaltung mit Naked Cameo, die ebenfalls ihr neues Album vorstellen. Was du tun muss um zu gewinnen?

Kommentiere einfach bis zum 8.4. um 23.59 Uhr den zu diesem Artikel gehörigen Facebook-Post!

Den Gewinner oder die Gewinnerin bestimmt das Los, es gibt keine Barablöse und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Tickets wurden mir vom Rockhouse kostenlos zur Verfügung gestellt – und die Teilnahmebedingungen lest ihr hier nach.

Transparenzhinweis: Ich arbeite in dieser Serie partnerschaftlich mit dem Rockhouse zusammen, werde für die im Zuge dessen entstehenden Beiträge aber nicht bezahlt.


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