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Warum die verpackungsfreien Haarprodukte von Lush ...

Warum die verpackungsfreien Haarprodukte von Lush ihr Gewicht in Gold wert sind

 

Transparenzhinweis: Alle der hier gezeigten Produkte habe ich selbst gekauft und dieser Artikel wurde weder von Lush beauftragt, noch bezahlt oder beeinflusst. Trotzdem möchte ich erwähnen, dass ich in der Vergangenheit immer wieder kostenlose Probe-Produkte von Lush erhalten habe. 

Dieser Beitrag beginnt mit einem großen Eigentlich: Eigentlich schreibe ich hier nämlich nie über das Thema Beauty, weil ich mich dazu, sind wir uns ehrlich, absolut nicht berufen fühle. Und um gleich noch ein zweites Eigentlich nachzuschieben: Gloria-Gesänge über einzelne Produkte, egal welcher Kategorie, liest man hier auch eher selten. Trotzdem sitze ich jetzt auf meiner Couch und kanalisiere ausgerechnet meine Begeisterung über ein paar Haarpflegeprodukte in einen Blogartikel. Wahnsinn, oder?

Denn: Nach anhaltender, langer und mühsalsreicher Suche nach einer, wie sagt man so schön, “Haarpflegeroutine” bin ich nämlich jetzt endlich in einen Hafen eingelaufen, in dem ich es mir, ganz sprichwörtlich, wohl etwas länger gemütlich machen werde. Und um diesen Umstand zu erklären, muss ich wohl etwas ausholen.

Auf diesem Foto sehen Sie: zwei Sorten Shampoo (rot und blau), Conditioner (lila), peelende Unter-der-Dusche-Bodylotion (beige) und Seife (zum Duschen)

Kosmetik und Plastikverpackungen: Es ist kompliziert

Wer meine Internetschreiberei schon etwas länger verfolgt, mag wissen, dass ich mich bemühe, meinen Alltag etwas plastikfreier zu gestalten. Dabei geht es um Plastiksackerl beim Billa ebenso wie um PET-Flaschen für Getränke oder um Plastikverpackungen von Kosmetikprodukten. Und gerade bei letzteren bin ich seit einiger Zeit auf der sportlichen Mission, mein Badezimmer sukzessive von Plastikverpackungen zu befreien. In manchen Belangen ist das recht einfach – hier könnte man etwa eine Hommage an die gute alte Stückseife und an die Produktpalette des Seifenkontors einfügen – in manchen aber, sagen wir, etwas komplexer. Eine diese etwas komplexeren Fragestellungen ist dabei das Thema Haarpflege.

Haarseife ist (k)eine Lösung

Mein weiß ja: Als Person weiblichen Geschlechts und Trägerin ausgewählter Frisuren ist die Haarwäsche mit “irgendeinem Shampoo” oft nicht die zufriedenstellendste. Man braucht zumindest noch einen Conditioner und dann wahrscheinlich auch noch ein Haarkur – und schwups stehen schon wieder drei Plastikflaschen am Badenwannenrand. Wer schon einmal den Versuch gewagt hat, sich die Haare mit Seife zu waschen (been there, done that) wird zudem wahrscheinlich berichten können, dass diese Idee eine eher ausbaufähige ist. Es gibt zwar ausgewiesene Haarseifen, egal, welche ich davon verwendet habe, es war auch nach drei, vier Haarwäschen mit dem selben Produkt immer das gleiche Ergebnis: klebrige, filzige Haare und ein matter Seifenfilm auf der Haarpracht, der mehrere Waschdurchgänge mit herkömmlichem Shampoo und Essig braucht, um sich – gottlob – wieder zu lösen.

Feste Shampoos von Lush

Genau aus diesem Grund war ich auch skeptisch, als ich erstmalig an den festen Shampoo-Bars von Lush vorbeikam. Diese sehen aus wie große Smarties, existieren in verschiedenen Farben und Duftrichtungen und haben ein jeweils anderes Haarproblem zur Lösungsaufgabe – vom mangelnden Volumen über die Schuppenbekämpfung bis zur Definition von Locken. Irgendwann fasste man sich dann aber doch ein Herz und startete den Erstversucht mit einem Solid Shampoo Bar. Angewendet werden diese wie Seife – aufschäumen in der Hand oder direkt im Haar, einmassieren, ausspülen, fertig. Und: Der erste Eindruck war hervorragend. Die festen Shampoos schäumen ordentlich, sorgen für quietschsauberes Haar und sind in ihrer Tablettenform unendlich ergiebig (ein festes Shampoo kostet rund 10 €, hält dafür aber gute drei bis vier Monate). Probiert habe ich in den letzten zwei Jahren die folgenden:

  • Seanik: Das blaue Shampoo mit Meersalz und Algen duftet frisch, soll für Volumen sorgen und schafft dies auch wunderbar – die Haare werden griffig und üppig. Trockene Haare können aber darunter leiden – und aus gefärbten Haaren zieht Seanik gefühlsmäßig relativ schnell die Farbe
  • Jason and the Argan Oil: Das pinke Shampoo duftet nach Rosen, ist mit hohem Arganöl-Anteil bei weitem pflegender als der blaue Kollege und bewahrt Haartönungen etwas besser, schäumt dafür aber ein bisschen weniger – gut geeignet für etwas durstigere Haare, den Conditioner spart man sich trotzdem nicht (siehe unten)
  • Honey I washed the my Hair: Dieses Shampoo duftet süßlich nach Milch und Honig und Karamell, gehört ebenso zu den reichhaltigeren Sorten der Lush-Shampoos und bringt den vielleicht schönsten Glanz der von mir probierten Exemplaren.
  • New!: Das rote Shampoo duftet nach Gewürznelken und soll die Kopfhaut stimulieren (was ich weder bestätigen noch widerlegen kann), schafft außerdem einen schönen Glanz und gepflegtes Haar – bei mir ist es aktuell im Einsatz

 

Doch nun kommt das große aber: Die Lush-Shampoos sind war glorios, was die Reinigungswirkung angeht, sie machen den mittelfristigen Einsatz einer Pflegespülung gerade bei trockenem und blondiertem Haar aber quasi unabdinglich (mittlerweile habe ich mit meinen kurzen, ungefärbten Haaren kaum mehr Probleme – es sei jedoch für den Rest der Welt erwähnt).

Feste Conditioner von Lush

Doch auch hier hat Lush eine Lösung parat: Feste Conditioner Bars. Und an diesen wäre ich beinahe verzweifelt. Meinen ersten Versuch gewagt habe ich mit einem festen Conditioner namens Big, der himmlisch duftet, in der Anwendung aber fast zum Scheidungsgrund wurde. Modell Big sieht aus wie ein großer Marshmallow, ist etwas weichlich in der Berührung – und lässt sich unendlich schwer im Haar verteilen. Ergebnis waren teils ausgedörrte, teils mit Conditioner-Resten verklebte Haare, die man seinem schlimmsten Feind nicht wünschen würde. Genau deswegen wurde das Projekt Lush-Conditioner erst einmal ad acta gelegt und weiter mit der Plastikflasche vorlieb genommen – bis mich vor einiger Zeit wieder der Rappel gepackt hat und ein Zweitversuch mit einem neuen Produkt gestartet wurde.

Kandidat Nummer zwei ist ein Solid Conditioner namens Sugar Daddy-O, sieht aus, wie eine große, lila Plastikpastille, duftet nicht minder himmlisch (Veilchen, Rose, Bergamotte) – und stellte sich schon nach einer Anwendung als heiliger Haar-Gral heraus. Gemacht wurde Sugar Daddy-O zwar eigentlich für blondes und graues Haar zur Gelbstichvermeidung, seine wahren Superkräfte entfaltet er aber als Weichmacher. Es ist zwar etwas ungewohnt, mit einem Stück Pseudo-Seife über pflegebedürftige Haarsträhnen zu streichen um ihnen eine Portion Feuchtigkeit einzuverleiben, Sugar Daddy-O ist dabei aber ein viel besserer Freund und Helfer als Big. Er ist – zumindest bei meinen kurzen Haaren – fast ebenso ergiebig wie das feste Shampoo und wird in meinem Bad aktuell bei jeder zweiten Haarwäsche zum Einsatz gebracht. Das Ergebnis sind wunderbar saubere, gesunde, glänzende und locker fallende Haare – und ein Haarpflegeprogramm, das völlig plastikfrei einzukaufen ist.

Danke Lush, ich weiß ja, warum ich dir die Treue gehalten habe!


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