Fastenzeit? Palmölfasten!*

 

Werbung: Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Ja! Natürlich

Meine sehr verehrten Damen und Herren, wie manche von euch wissen mögen, befinden wir uns aktuell mitten in der Fastenzeit. Diese vier Wochen vor dem Osterfest werden traditionell dafür genutzt, sich in Verzicht zu üben – Verzicht auf Fleisch, Verzicht auf Alkohol, auf Süßigkeiten, Zigaretten oder schlicht auf das persönliche Lieblingslaster. Ich möchte euch heute jedoch einen anderen Verzicht vorschlagen. Während ich euch letztes Jahr ans Herz gelegt habe, doch während der Fastenzeit auf Plastik zu verzichten, ist es diesmal eine weitere Substanz, die ich auf die rote Liste setze – das gerade in unsere täglichen Ernährung oft allgegenwärtige Palmöl, nämlich. Es wird wohl einige unter euch geben, die nun schon genau Bescheid wissen, welche ökologischen und sozialen Probleme Palmöl einerseits anhaften und weshalb es andererseits – auch, wenn es als Reinsubstanz in kaum einem Haushalt im Schrank steht – vielfach unseren Speisezettel beherrscht. Für alle anderen unter euch habe ich in einer kleinen Übersicht zusammengefasst, was das Problematische an Palmöl ist, in welchen Lebensmitteln es häufig enthalten ist – und hinter welchen kreativen Zutatenbezeichnungen es sich oft verbirgt.

Einmal ganz von vorne: Warum steht die Industrie so sehr auf Palmöl?

Ganz grundsätzlich ist die Ölpalme, aus der Palmöl gewonnen wird, eigentlich eine fantastische Pflanze: Sie ist genügsam und ertragreich und braucht für ein großes Volumen an Ölproduktion vergleichsweise geringe Flächen – im Vergleich zu Raps- und Sojaöl liefert die Ölpalme mehr als den dreifachen Ertrag auf der gleichen Anbaufläche. Das Palmöl selbst ist ein Tausendsassa, was seine Verwendung anbelangt: Es ist extrem hitze- und oxidationsstabil, geschmacksneutral, flexibel in Konsistenz und Einsetzbarkeit – und es ist besonders billig im Einkauf. Nicht umsonst ist Palmöl daher ein Liebkind der Lebensmittelproduktion: Schokoriegel, Knabbergebäck, Fertigprodukte, Tiefkühlpizza, Packerlsuppen – gerade in industriell hergestellten Lebensmitteln ist vielfach Palmöl enthalten. Und auch in vielen Kosmetik- oder Reinungungsartikeln, nebenbei bemerkt.

Klingt doch ausgezeichnet – warum ist Palmöl dann so schädlich?

Was auf den ersten Blick nach der eierlegenden Wollmilchsau der Lebensmittelindustrie klingt, hat jedoch seine gewaltigen Schattenseiten. Die Ölpalme gedeiht primär in tropischen Regionen, etwa in Indonesien und Malaysia, wo aufgrund ihrer immensen globalen Beliebtheit bei Lebensmittelproduzenten immer weitere Anbauflächen notwendig werden, um die weltweite Nachfrage zu stillen. Die Folge: Um immer mehr Anbauflächen für die Ölpalme zu generieren, werden teils weite Teile des tropischen Regenwalds gerodet. Plantagenarbeiter werden teilweise ausgebeutet und bedrohte Arten wie der Orang Utan verlieren mancherorts ihren Lebensraum. Das kann bedeuten: Artensterben, Umweltverschmutzung, schlimme soziale Bedingungen und eine immense CO2-Belastung durch ausgedehnte Rodungen und den weiten Transport des Palmöls. Gleichzeitig zum erhöhten CO2-Ausstoß geht mit dem Regenwald auch wichtiger CO2-Speicher verloren. Und ein hoher Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln verschlechtert gemeinsam mit einem hohen Wasserverbrauch die Öko-Bilanz des Palmöls noch weiter. Doch nicht nur Umwelt, Tierwelt und Klima tragen schaden: Auch gesundheitlich kann Palmöl bedenklich sein. Bei der industriellen Verarbeitung von Palmöl können teils (wahrscheinlich) krebserregende Schadstoffe entstehen. Klingt gleich gar nicht mehr so gut, oder?

In welchen Produkten ist Palmöl drinnen?

Die einfache Antwort: in unglaublich vielen. Gerade bei hochverarbeiteten Lebensmitteln und Fertiggerichten aller Art ist die “Palmölwahrscheinlichkeit” sehr hoch – darunter finden sich etwa:

  • Fertiges Gebäck, Kuchen und Kekse – etwa solche mit “kakaohaltigen Glasuren”
  • Schokoriegel
  • Blätterteig
  • Nuss-Nougataufstrich
  • Margarine
  • Fertiggerichte
  • Packerlsuppen
  • Knuspermüsli
  • Tiefkühlpizza
  • Knabbergebäck

 

Und viele andere Lebensmittel des täglichen Bedarfs, die alte Bekannte im Einkaufswagen sind.

Wie erkenne ich Palmöl auf deren Zutatenliste?

Wiederum die einfache Antwort: Oft nicht ganz eindeutig. Ein deutliches Signal, ist es, wenn auf der Liste der Inhaltsstoffe ein Artikel auftaucht, der mit der Silbe “Palm-” beginnt, so etwa:

  • Palm
  • Palmate
  • Palmitate

 

Aber auch abgesehen davon versteckt sich hinter vielen Ölen und Ölderivaten ein Ursprung im Palmöl. Folgende Inhaltsstoffe können dabei etwa einen Hinweis auf Palmöl geben:

  • Pflanzenöl
  • Pflanzenfett
  • Pflanzliches Fett
  • Pflanzliches Öl

 

Dabei ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich hinter diesen groben Angaben Palmöl verbirgt, relativ hoch – schließlich ist Palmöl das im Schnitt billigste Öl, das in der Lebensmittelindustrie zum Einsatz kommt.

Was hat Ja! Natürlich hiermit zu tun? Hier ist alles palmölfrei!

Die Bio-Marke Ja! Natürlich, mit der mich eine bereits mehrjährige “Blog-Freundschaft” verbindet, kommt in der Frage Palmöl gleich in mehrfacher Weise ins Spiel – und zwar in positiver! Zum einen hat es Ja! Natürlich 2018 geschafft, sein gesamtes Sortiment mit mehr als 1.100 Produkten palmölfrei zu erzeugen. Wer also beim täglichen Einkauf darauf achten will, dass kein Produkt mit Palmöl im Einkaufskorb landet, muss bei Erzeugnissen von Ja! Natürlich keinen Blick mehr auf die Zutatenliste werfen: Von der Nougatcreme über die Kartoffelchips bis hin zur Tiefkühlpizza wird man hier auch im Convenience-Sortiment nie auf Palmöl treffen.

Andererseits ruft Ja! Natürlich zu einer besonders schönen Aktion auf:

#palmölfasten, sich gegenseitig anspornen und dabei gewinnen

Unter dem Hashtag #palmölfasten kannst du dich auf Instagram und Twitter mit Gleichgesinnten vernetzen, die ebenso in der Fastenzeit (und hoffentlich auf darüber hinaus) auf Palmöl in ihrem Einkaufskorb verzichten wollen. Und damit jeder und jede dabei einen noch größeren Ansporn hat, gibt es auch etwas zu gewinnen: palmölfreie Schlemmerpakete und Einkaufsgutscheine für palmölfreie Ja! Natürlich-Produkte etwa. Ich mache mit, freue mich, wenn sich die Hashtags füllen und die Aufmerksamkeit für das Thema Palmölverzicht zunimmt – Umwelt und Klima würden es uns danken.

Quellen zu diesem Artikel:

 


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