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Neues Leben für Billy, faule Äpfel und Kinder mach...

Neues Leben für Billy, faule Äpfel und Kinder machen nicht glücklicher: Die gute Nachlese im Winter

Ich hab irgendwie ein kleines Problem mit Serien. Ich fange welche an, nehme mir fest vor, sie regelmäßig zu bedienen und mache dann doch wieder nach drei, vier Ausgaben schlapp. Zum Schämen ist es mit mir! Genau diesem Phänomen haben wir es auch zu verdanken, dass es seit Monaten keine gute Nachlese mehr gab. Dieser Beitrag schlummerte schon so lange in meinen Entwürfen, dass sein Titel von Sommer auf Herbst und mittlerweile auf Winter gesetzt wurde. Naja, immerhin hatte ich so verdammt lange Zeit, schöne Beiträge aus den Weiten des Internets herauszupicken. Welche ich euch besonders ans Herz legen kann? Bittesehr.

Schwere Kost

Es gehört ja hierzulande mittlerweile zum guten Ton, sich mehr oder weniger lautstark über Instagram-Selfie-Berühmtheiten zu wundern. Dass die Kultur des digitalen Selbstportraits allerdings ist Westeuropa vergleichsweise milde ausgeprägt ist, beweist der Blick nach China. Dort nimmt der Kult um sogenannte wang hongs, Online-Berühmtheiten fast groteske Züge an. Wer online etwas auf sich hält, lässt sich gar vom Schönheitschirurgen ein vermarktbares Gesicht verpassen. Im New Yorker lässt sich dazu einiges nachlesen.

In nine years, the company—whose motto is “To make the world a more beautiful place”—has almost literally transformed the face of China. There’s a name for this new kind of face, perfected by the Meitu apps, which you now see everywhere: wang hong lian (“Internet-celebrity face”) – Jiayang Fan im New Yorker

Einen Entschuldigungsbrief an die nächste Generation schreibt Marc Baumann in der Süddeutschen Zeitung. Er entschuldigt sich  dafür, dass wir trotz besseren Wissens weiterhin Fernreisen buchen, den Verbrennungsmotor anwerfen, lieber systemrelevante Banken als Regenwälder retten und uns eher vor Laktoseintoleranz und Handysucht fürchten, als vor dem steigenden Meeresspiegel.

Wir sind nicht bereit, ernsthaft gegen den Klimawandel anzukämpfen, unseren verschwenderischen Lebensstil aufzugeben. Wer verzichtet denn auf Fernreisen wenn er sie sich leisten kann? Eine Bekannte von mir fliegt nach Thailand, wie man früher an den Gardasee gefahren ist – zwei-, dreimal im Jahr. – Marc Baumann in der Süddeutschen Zeitung

Aktuelle Ergebnisse der Glücksforschung beleuchtet hingegen der Standard. In einem Interview mit dem Ökonomen Andrew Oswald. Darin erklärt er, dass die Eltern von Kleinkindern im Schnitt unglücklicher seien als kinderlose Paare (“Mit der Erkenntnis habe ich viele verärgert”), dass es tatsächlich eine statistisch nachweisbare Midlife Crisis gibt, viel Gemüse glücklich macht und Glück, ganz generell, relativ zu sehen ist.

Wirtschaftswachstum an sich macht ein Land nicht glücklicher, egal was der Finanzminister sagt. – Andrew Oswald im Interview mit Leopold Stefan, Der Standard

Leichte Kost

Wenn du als Film-Fan noch eine Webseite zur #MeToo-Debatte aufrufen willst, dann sollte es vielleicht diese hier sein: Der Dienst Rotten Apples stellt auf Knopfdruck fest, ob an einem, Film, den du gerade starten willst, eine Person mitgearbeitet hat, die des sexuellen Missverhaltens beschuldigt wurde. Erleuchtend!

Das Süddeutsche Zeitung Magazin rechnet hingegen mit dem “Wundermittel” Kokosöl ab. In den 70ern als minderwertiges Kochfett verrufen, gilt es heute Superfood zur äußeren, inneren und generell seligmachenden Anwendung. Ein Nachweis für die tatsächliche Wirksamkeit des Zaubermittels fehlt jedoch bis heute.

Der Hype ums Kokosöl ruft auch viele Skeptiker auf den Plan. Die Heilwirkung sei wissenschaftlich nicht erwiesen, sagen sie. Und überhaupt: In Kokosöl stecken jede Menge gesättigte Fettsäuren, und die erhöhen den Cholesterinspiegel, sind also ungesund. Was stimmt denn nun? –  Susanna Bingemer im Süddeutsche Zeitung Magazin

Und mein Youtube-Video des Monats widme ich zum wiederholten Male Christoph und Lollo, die erklären, dass sie aus feministischen Gründen lieber selber kochen und: wo bleibt jetzt bitte ihr Nobelpreis?

Ich koche selber – Christoph & Lollo live

Aus der Kollegenschaft

Die liebe Pixi tut das, was ich immer noch nicht kann: Sie kocht wunderbar aussehende Pad Thai und macht mir damit wiederholt großen Asiahunger.

Ich lasse mich in der Küche unglaublich gerne von meinen Reisen inspirieren. – Petra auf Pixi mit Milch

Provinzkindchen Hannah hat hingegen 8 Shopping-Tipps zum Individualisieren von IKEA-Möbeln und weist etwa den Weg zum neuen Bezug für die Karlstadt-Couch oder zu neuen Haxen für den Klippan.

IKEA Möbel deshalb so gerne, weil das Design oft so simpel ist, dass es sich in jeder Wohnung gut zum jeweiligen Wohnstil einfügt. Das Beste allerdings ist, dass man sie schnell an den eignen Stil und Geschmack anpassen und individualisieren kann. – Hannah auf Provinzkindchen

Und DIY-Queen Rebecca hat einen umwerfend schönen Kerzenhalter gezaubert, denn ich eventuell bald mal nachbasteln muss…


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