Salzburg: Tour de Eis essen. 8 Eisdielen in Salzburg

 

Hinweis: Dieser Artikel stammt aus dem Jahr 2017. Die hier enthaltenen Informationen könnten möglicherweise veraltet sein.

Nachdem meine alte Tour de Eis schon mehr als 2 Jährchen auf dem Buckel hatte, dachte die Güte so bei sich: die hat doch einmal ein Update verdient. Einerseits sind die Außentemperaturen gerade so gelagert, dass man sich einen Eisbecher am liebsten nicht nur oral genehmigen möchte, sondern sich gesamtkörperlich darin versenken, andererseits hat sich in den vergangenen zwei Jahren am städtischen Eismarkt doch einiges getan. Meine ursprüngliche Tour durch die Salzburger Eisdielen, die damals in einem Tag (!) absolviert wurden (Zuckerschock, Brainfreeze, das gesamte Programm) wurde hiermit also aktualisiert und erweitert – die Reihenfolge ist immer noch zufällig , die Beurteilung subjektiv, die Liste bestimmt unvollständig. Wenn wir uns darauf geeinigt haben, kann es auch schon los gehen:

Fabi’s Frozen Bio-Yoghurt

Wer sich fragt, woher all die tollen Instagram-Fotos von überquellenden Froyo-Bechern mit x-tausend Toppings kommt, sollte sich den Fabi näher anschauen. Der ist nicht nur extra charmant, sondern serviert auch noch extra gutes Frozen Yoghurt in Bio-Qualität mit einem ganzen Arsenal an möglichen Draufgaben, von xund (Obst) bis zuckrig (Schoko).

Icezeit

Die Icezeit hat während meiner Studentenzeit eröffnet und sich innerhalb der letzten Jahre zu einem formidablem Eis-Imperium entwickelt. Man unterhält aktuell drei fixe Filialen und teilweise auch mobile Stände (man korrigiere mich hierbei). Das Stammhaus der Icezeit befindet sich in der Chiemseegasse/Ecke Kaigasse, des Weiteren findet man eine Filiale vor dem Unipark und eine Verkaufsstelle in der Priesterhausgasse, im Café Timeless.

Die Icezeit überrascht auch immer wieder mit etwas ausgefalleneren Sorten – etwa Schoko-Chili, gesalzene Erdnuss, Salzburger Nockerl oder Alpenmlich. Und gut sind praktische alle davon. Da nimmt es nicht Wunders, dass sich vor den Icezeit-Filialen immer eine riesengroße Menschentraube an Eishungrigen bildet. Mein Favorit? Das Passionsfruchteis. Für Spezialesser und Allergiker (m/w) gibt es auch ein großes Angebot – jede Sorte ist feinsäuberlich bezüglich Gluten, Laktose, Veganismus oder Diätfreundlichkeit markiert. So viel Service und Qualität haben allerdings auch ihren Preis.

Eisl Eis

Mein Geheimfavorit und die schönste Neueröffnung des letzten Jahres, deren Produktion am idyllischen Wolfgangsee ich bereits besuchen durfte, ist auch gleichzeitig jene Eisdiele, in die ich aktuell primär einfalle. Bei Eisl Eis freut man sich über regional produziertes, extra cremiges Eis aus Bio-Schafmilch in verschiedenen Sorten (Tipp: Marille-Topfen, Honigsüß, Schokobanane) – und ein Bio-Schoko-Topping frisch aus dem Schokoladenbrunnen. Unbedingte Empfehlung!

Tiziana Gelato e Caffe

Das Tiziana ist das Eiscafé in der Altstadt mit dem größten Gastgarten und befindet sich in strategisch günstiger Lage direkt am Rande des Mirabellgartens. Bekommen tut man dort neben hausgemachtem italienischem Eis auch allerlei Kuchen und Snacks. Belauscht man die Inhaber, vermutet man, dass man es hier sogar tatsächlich mit “echten” Italienern zu tun haben könnte. Wir haben uns im Gastgarten am Rande der Franz-Josef-Straße niedergelassen und Eiskaffee bzw. ein gemischtes Eis mit Schlag geordert. Beides war sehr gut, mein Schokoladeneis auf der zartbitteren Seite und angenehm herb. Die Sortenvielfalt ist relativ groß, abenteuerliche Sorten findet man jedoch nicht im Angebot der Tiziana.

Café Fürst

Den Fürst kennt man primär als Traditionskaffeehaus sowie Erfinder der echt-originalen Ursprungs-Mozartkugel. Dass die Herrschaften beim Fürst aber auch Eis machen, war mir bis zur ersten Eistour nicht bekannt. Eine kleine, feine Auswahl an Konditor-Eissorten findet man in der Filiale am Alten Markt, das gekostete Marilleneis schmeckte genau so, wie man sich Konditorei vorstellt: Vollmundig, üppig und unglaublich geil. Ersthaft: In so einer Kugel Eis vom Fürst sind gefühlsmäßig 2 Becher Schlagobers drin. Zum Reinlegen. Allerdings hat man nach einer Kugel auch schon wieder genug, schon Geldtascherl und Kalorienbilanz.

Die Eisgrotte

Die Eisgrotte ist ein ziemliches Urgestein unter den Salzburger Eisdielen und erfreut den eisessenden Salzburger mit zwei Filialen – einer am Kongresshaus (die hier abgelichtet wurde) und einer in der Getreidegasse. Das unglaublich tiefgelbe Mango do Brasil-Eis gehört hier zu meinen persönlichen Favoriten, außer Mangoeis gibt es aber auch noch viele weitere Geschmacksrichtungen, darunter vor allem Klassiker, für Spezialesser hat man teilweise auch kalorienreduziertes oder Diabetikereis auf Lager.

Schweiger Deli

Die Schließung des “alten” Schweiger Eis und dessen Metamorphose zum neuen Schweiger Deli war eine, die den alteingesessenen Fans der Schweiger-Eis Rieseneisbecher nicht ganz so gut geschmeckt, mich dafür besonders glücklich gemacht hat. Anstatt zuckrigem “mehr ist mehr” Eis serviert man im Schweiger Deli natürliches, hausgemachtes Eis und wunderbare Sorbets, von Erdbeere bis Basilikum, mit verschiedenen Toppings und im unfehlbar schönen Hipster-Ambiente. Einen großen Gastgarten gibt’s obendrauf – und besonders feinen Kaffee, der auch immer gut schmeckt.

Eiswerk

Das Eiswerk war mein persönlicher Überraschungskandidat unter den besuchten Eisdielen. Der mobile Stand am Salzburger Hanuschplatz ist der wohl bekannteste und wurde von mir persönlich immer als “eh, das Touristen-Eisstandl” abgetan. I was so wrong! Erdbeer-Sorbet und Bananeneis schmeckten unglaublich erfrischend nach purer Frucht und viel weniger mächtig als viele Kollegen. Fast ein wenig, wie selbstgemachte Eis aus Gartenerdbeeren. Wirklich, wirklich empfehlenswert. Wohltuend ist auch die kleine Auswahl an Sorten – man kriegt das Gefühl, hier wird lieber weniger hergestellt, das dafür ordentlich.

 

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