Ich war im Mentor’s und hab mir 9 Cocktail-Tricks beibringen lassen

Transparenzhinweis: Wir wurden von Havana Club kostenlos, aber auch bedingungslos zum Cocktail-Abend eingeladen. Dieser Artikel entstand auf freiwilliger Basis und enthält meine persönlichen Eindrücke.

Es ist ja so: Man würde eigentlich nicht glauben, dass es so schwer sein kann, einen halbwegs genießbaren Drink in ein Glas zu füllen. So, mit ein bisschen Sprit, was Prickelndem und ein wenig Gemüse zur Garnitur, damit man per Cin Cin ein bisserl lockerer und betrunkener wird. Wenn man jemandem im Allgemeinen und mir im Speziellen dann aber tatsächlich Cocktailbesteck in die Hand drückt und den Befehl “mach mal einen Mojito!” äußert, dann schaut die Sache gleich ganz anders aus. Innerhalb von 15 Sekunden mutiert das Alko-Ego vom Niveau Tom Cruise in “Cocktail” zum “I have no idea what I’m doing”-Hund. Weil: So einfach ist das dann doch wieder nicht, mit der gekonnten Zubereitung von Cocktail-Klassikern und Co.

Damit dieser Effekt, den ich mittlerweile bestens kenne, in Zukunft nimmer ganz so stark ausgeprägt ist, habe ich mich vor ein paar Tagen bei der Hand nehmen lassen, um mir ein paar fiese Tipps und Tricks für den Heim-Barkeeper abzuholen. Deren Spender waren der Rum-Dealer Havana Club mit Albertina-Passage-Barkeeper Marcus Philipp, Austragungsort die fesche Bar des Mentor’s, der ja immer wieder ein gleichsam schöner wie edler Spender von alkoholhaltigen Getränken ist. Was ich dabei gelernt habe? Bittesehr.

1. Botox à la James Bond

Das 007-Kommando “geschüttelt, nicht gerührt” kommt nicht von irgendwo. Auch, wenn es geschmacklich vielleicht nicht den größten Unterschied macht, ob man den Gin in den Martini rührt oder herzhaft schüttelt – einen Effekt hat die Schüttelmischung trotzdem: Es lässt sich wissenschaftlich nachweisen, dass geschüttelter Gin eine verjüngende Wirkung entfalten kann. Ein eitler Geck, dieser James.

2. Lass den Zitronensaft für dich arbeiten!

Wer Zitronensaft nicht in der Flasche kauft, sondern selbst presst, sollte dabei eine Sache beherzigen: Lässt man den Saft nach dem Auspressen für 1-2 Stunden stehen, reduziert sich die Säure und die fruchtigen Zitronen-Noten kommen stärker zur Geltung.

3. Rex, the Shaker

Du willst dir einen Daiquiri gönnen, besitzt aber keinen Cocktailshaker? Das Marmeladeglas tut’s auch! Nun, besser gesagt, ein etwas größeres Rex-Glas. Mit dem kann man tagsüber Salate to go transportieren und nachts wird es zum veritablen Shaker-Ersatz. Der Experte empfiehlt’s!

4. Ein Sackerl voll Eis

Schon mal versucht, Eiswürfel im Geschirrtuch zu Crushed Ice zu zerkleinern? Das endet oft in einer feuchten Sauerei! Was empfiehlt der Profi? Ein Jutesackerl statt des Küchentuchs. Eiswürfel einfüllen, zudrehen, auf ein Brett legen und mit dem Schnitzklopfer drauf los dreschen. So geht bestimmt nix daneben!

5. Die Minze will Applaus

Wie macht man Minze besonders aromatisch? Ganz einfach: Man legt sie in die gewölbte Hand und klatscht mit der zweiten, ebenso gewölbten Hand auf die andere. So gibt man der Minze einen kleinen Luftschock und sie beginnt intensiver zu duften. Applaus für die Minze!

6. Ein Mal hin, ein Mal her, rundherum, das ist… vollkommen wurscht

Braucht man beim Rühren eines Cocktails eine gewisse Technik? Aus dem Handgelenk oder aus der Schulter? Links- oder rechtsdrehend? Profi Marcus Philipp meint: Alles komplett egal, Hauptsache umgerührt, egal, wie.

7. Die Billigen werden die Ersten sein

Willst du einen Cocktail mixen und hast du wenig Plan, dann gibt es eine Faustregel: Fang mit dem billigsten Cocktailbestandteil an und füge den teuersten als letzten hinzu. Wenn dann unterwegs was schief geht, ist nicht viel verloren.

8. Restltrinken hat Sinn

Hast du im Kühlschrank nur noch “Flasche halbleere”? Das ist schlecht für den Alkohol – aber gut für dich. Je leerer die Flasche nämlich ist, desto schneller verdirbt der Rest. Das bedeutet: schnell austrinken! Hat ja schließlich einen Grund.

9. Die ultimative Faustregel für Createure

Du willst dir einen neuen Cocktail ausdenken? Behalte diese Grundregel im Hinterkopf: Die meisten Drinks bestehen aus 1/3 Spirituose und 2/3 Safterln. Der Rest ist Geschmacksache.

Herzlichen Dank an Havana Club für die “spirituelle” Einführung in die Kunst des Cocktailmixens!

 

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