Herrschaften, ich muss endlich ein bisserl was für meine Fitness tun.

Meine sehr verehrten Damen und Herren, jene unter euch, die mit regelmäßig auf Instagram Stories zusehen, wissen vielleicht, dass ich dort kürzlich recht öffentlichkeitswirksam ein bisserl herumgesportelt habe. Weil: Ich bin ein solches Bürosesselopfer, dass ich den langsamen Verfall meines Gestells schön langsam echt nicht mehr ignorieren kann. Kurzum: Ich muss endlich anfangen, mir eine Sportart zu suchen, mit der ich mich halbwegs anfreunden kann. Dieser Vorsatz stünde eigentlich seit geraumer Zeit auf meiner 30-before-30-Liste und mittlerweile ist es echt höchste Eisenbahn, ihn in die Tat umzusetzen.

Bevor ich jetzt anfange, mir Gedanken über mögliche Sportarten zu machen, sei aber noch folgendes gesagt:

Der allgemein grassierende Fitness-Lifestyle geht mir partiell ziemlich auf die Nerven.

Ich muss gestehen: Ich bin zwar per se nicht unsportlich, fühle mich vom aktuell so zeitgeistigen Fitness-Lifestyle aber ziemlich abgeschreckt. Vielleicht ist das ein Mitgrund, warum ich mich so winde, mir endlich ein bisserl Ausgleichssport aufzudividieren. Die in vielen Fitnesszirkeln verbreitete Werde-der-Hero-der-180-Squats-am-Stück-macht-und-dann-Ruhm-und-Ehre-erhält-Ideologie finde ich nämlich dezent fragwürdig. Und bei der allgemein verbreiteten Kampfrhetorik in Zusammenhang mit sportlicher Ertüchtigung wird mir in den meisten Fällen ein bisserl übel. Ähnlich geht es mir mit dem allerorts getrommelten Zwang zur körperlichen Selbstoptimierung samt Hashtag #fitnotskinny in den immer gleichen Fitnessstudio-Posen. Hui, muss ich da mit den Augen rollen!

Nachdem dies gesagt sei, kommt das große Aber: Tun muss ich trotzdem was, denn: An einem durchschnittlichen Tag sitze ich etwa 10-14 Stunden an diversen Schreibtischen und arbeite. Und das, das ist wahrlich kein Zustand, der ohne jegliche körperliche Betätigung noch recht viel länger tolerierbar ist. Dabei geht es mir allerdings weder um die Optimierung meines Taillen-Quotienten, noch um eine Kampfansage gegen den Bauchspeck oder um dubiose Vorher-Nachher-Bilder (Ich bin mir nicht ganz sicher, welchen evolutionären Vorteil ich mit einem flacheren Bauch, muskulöseren Oberarmen oder einer Kleidergröße weniger hätte) – es geht mir drum, Verspannungen loszuwerden, mich wohler zu fühlen, meinen müden Knochen ein wenig Abwechslung zu verschaffen.

Die Mission lautet also: Ausgleichssport. Die Güte muss endlich anfangen, sich durch ein paar verschiedene Salzburger Trainingsoptionen zu testen, die mit ihrem entsetzlich voll gepackten Terminkalender zu vereinbaren sind.

Da fallen die meisten regelmäßig zu absolvierenden Kurse leider flach, denn: Die Uhrzeiten, an denen ich endlich so halbwegs mit meinem arbeitstechnischen Tagespensum fertig bin, bewegen sich meist gefährlich gegen Mitternacht. Und meine Wochen sind so dermaßen vollgestopft mit Abendterminen, dass After-Work-Kurse wohl auch nur rund ein mal im Monat funktionieren würden. Erfahrungen hätte ich eigentlich eh schon relativ viele – auf meiner Liste an bereits ausprobierten Sportarten stehen neben Yoga und Pilates (ganz ok) auch Capoeira (hab ich gehasst), Zumba (bitte nicht!), Golf (ist das wirklich ein Sport?) oder diverse Arten und Abarten von Tanz. Bei manchen davon ist wohl Zeit für die berühmte zweite Chance.

Was soll daher ausprobiert werden? Flexible Trainingsangebote, Apps und Dinge, die man zu Hause machen kann, die ohne einen konstruierten ideologischen Lifestyle-Überbau funktionieren. Und: Nachdem ich das wohl nur mache, wenn ich mich einem gewissen öffentlichen Kontrollzwang unterwerfe, gibt’s ab sofort regelmäßige Updates und Testberichte straight outta Salzburg. Und: Die unglaublich vielen Reaktionen auf mein Insta-Story-Geturne (danke!) geben mir das Gefühl, dass euch das sogar interessieren könnte, euch ebenso geschundenen Bürohasen, wie ich einer bin.

Fazit? Ich fürchte mich schon, ich fürchte mich sehr.

Alle Fotos: Pixabay; Titelfoto User 3dman_eu; Foto Turnschuhe User Pexels. Vielen Dank!

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