Ich habe junge Salzburger (w/m) gefragt, wie sie Salzburg als Wohnstadt sehen

Mich treibt gerade ein Thema um, das die meisten Leute in meinem Alter, die das Glück haben (oder vielleicht auch die Bürde?) in Salzburg zu leben, bestimmt schon in verschiedenster Manier kennen gelernt haben: die allgemeine und persönliche Wohnsituation.

Die bessere Hälfte und meine Wenigkeit wohnen nämlich seit mittlerweile elf Jahren in verschiedener Form zur Miete in der Stadt und haben kürzlich überschlagen, wie viel Geld wir in dieser Zeit eigentlich schon an Miete für WG-Zimmer, Studentenheime, Garconnieren und kleine Wohnungen berappen durften. Kurzum: Es handelt sich um einen Betrag im hohen fünfstelligen Bereich. Abgesehen davon, dass uns angesichts dessen mal kurz der Schlag getroffen hat, fiel also der Entschluss: man sollte sich schön langsam um ein Eigenheim umsehen – konkret: um eine leistbare Eigentumswohnung. Und viele, die das hier lesen, werden anhand des Begriffspaars „leistbar“ und „Eigentumswohnung“ in Kombination mit Salzburg wohl mit den Augen rollen.
Nein, es ist fürwahr nicht einfach, als Durchschnittsverdiener, wie wir es sind, eine Eigentumswohnung in der Stadt zu finden, deren Finanzierung realistisch scheint. Und wenn man sich nebenbei vor Augen führt, dass man sich um den Betrag, den man in Salzburg für eine mittelgroße 2-Zimmer-Wohnung bezahlt, im oberösterreichischen Seengebiet ein Haus leisten könnte, macht das kurzfristig mal ein klein wenig verzweifelt. Daher schwingt in unseren Überlegungen aktuell auch immer wieder ein wenig die Option mit, der Stadt den Rücken zu kehren und in die oberösterreichische Heimat zurückzuziehen, aber das nur am Rande.

Warum ich das hier nun öffentlich ausbreite? Angesichts meiner Überlegungen hab ich mir gedacht, eigentlich würde mich interessieren, was andere Leute in meinem Alter bezüglich ihrer Salzburger Wohnsituation denken, wie sie sie erleben, welche Perspektiven sie sehen. Und nachdem ich mir ja diesen Balkon hier gebaut habe, von dem aus ich zum Volk sprechen kann, hab ich ihn kürzlich einfach mal dazu genutzt, nachzufragen, wie es euch da draußen so geht. Und, ich bedanke mich hiermit vielmals für die vielen Herzen, die in meinem Postfach ausgeschüttet wurden!

Im folgenden darf ich euch also eine große Hand voll Statements von jungen Salzburgern und Salzburgerinnen zu ihrer Wohnsituation präsentieren. Sie wurden per Facebooknachricht an meine Seite geschickt, von mir anonymisiert und teilweise ein wenig textlich gestrafft und ich lasse sie einfach mal ganz unkommentiert hier stehen. Denn: Ich finde, sie erzeugen ein schönes Meinungspanorama, wie es jungen Wohnungssuchenden in der Stadt ergeht.

Natürlich: Das hier ist keine repräsentative Umfrage – es sind einzelne Statements, die persönliche Geschichten erzählen. Aber ich glaube, dass sich dennoch viele in dem einen oder anderen Satz wiederfinden werden.

Das sagen junge Salzburgerinnen und Salzburger zu ihrer Wohnungssituation

“Ich bin 25 Jahre alt und wohne seit 5,5 Jahren in Salzburg. Als Studentin hab ich bisher immer in WGs gelebt, die ich zum Glück auch immer selbst gegründet habe. Zum Glück deshalb, weil ich schon mitbekommen habe, dass es anscheinend sehr schwierig ist, ein halbwegs schönes und bezahlbares Zimmer zu bekommen. Einfach, weil zu wenig Gutes angeboten wird und die meisten Zimmer viel zu überteuert sind und zu viele Bewerber auf ein Zimmer kommen.
Nun gut, also ich befinde mich jetzt am Ende meines Studiums und mache mir daher auch Gedanken über meinen zukünftigen Wohnort. Ich bin ursprünglich aus Oberösterreich, könnte also rein theoretisch pendeln, sofern mich eine Stunde nach Salzburg nicht stören würde – was es aber natürlich tut. Und eigentlich würde ich auch liebend gerne in Salzburg bleiben, weil ich diese Stadt einfach so lieben gelernt habe in den letzten Jahren. Da ich aber auch nicht mehr in einer WG wohnen möchte, suche ich daher seit ca. einem halben Jahr eine kleine, süße Wohnung für mich und das ist echt eine Herausforderung! Dass es dank der hohen Preise nur eine 1-Zimmer-Wohnung werden kann – gut, damit hab ich mich schon abgefunden. Trotzdem hat man wenigstens da noch etwas Ansprüche oder? Zum Beispiel, dass zumindest die Küche vielleicht abgeteilt ist oder die Wohnung nicht ganz so heruntergekommen ist. Trotzdem muss man da schon echt hohe Preise zahlen. Selbst wenn man dann einmal eine Wohnung gefunden hat, mit der man sich irgendwie begnügen kann, ist der Andrang wieder so hoch, dass man echt viel Glück braucht.
Alles in allem kann ich sagen, dass es wirklich schwer ist und man einen sehr hohen Mietpreis in Kauf nehmen muss, wenn man in Salzburg alleine leben möchte. Darum überleg ich mittlerweile auch schon, ob ich nicht doch fix nach Oberösterreich zurückgehen soll und meine Lieblingsstadt verlasse. Einfach nur aus dem Grund, weil es für eine Uniabsolventin richtig schwierig ist, eine geeignete Wohnung zu finden.”

 

Grundsätzlich bin ich der Meinung, wie wohl die meisten in Salzburg, dass unsere Stadt einfach zu teuer ist, egal ob es sich um Miet- oder Eigentumswohnungen handelt. Vor allem wenn man betrachtet, wie viel eigentlich in der Stadt immer wieder gebaut wird, es aber offensichtlich immer mehr “Luxus” und “Penthouse”-Wohnungen zu erwerben, oder zu mieten gibt, die sich kein Normalverdiener leisten kann. Ich verdiene in meinem Job jetzt nicht die Welt und muss von diesem Verdienst rund 50% für Miete + Betriebskosten ausgeben, was doch ein beträchtlicher Anteil ist. Ich denke, es wäre im Wohlwollen aller, vor allem der jüngeren, heranwachsenden Generation, wenn es einfach mehr günstigen Wohnraum gäbe und dies nicht nur in eher unpopulären Bezirken wie Lehen, Taxham oder Liefering.

 

“Das erste Wort das mir dazu einfällt ist „ernüchternd“. Ich empfinde das Wohnen und den Wohnungsmarkt als hart und ernüchternd, vl. sogar ein bisschen hoffnungslos. Wobei das jetzt sehr krass klingt. Momentan sind Wohnung & Miete für mich ganz ok, aber es ist eben eine Zwei-Zimmer-Wohnung, ich wohne mit meinem Freund zusammen und Bad sowie WC sollten mal renoviert werden. Aber der Gedanke, was sein wird, wenn wir mal eine Familie gründen wollen, der belastet mich manchmal. Dann brauchen/ wollen wir eine 4-Zimmer Wohnung und das kostet – und wir hätten natürlich am liebsten eine Eigentumswohnung, aber ob sich das jemals ausgeht – keine Ahnung. Wir haben leider beide nicht das Glück, von der Verwandtschaft finanziell unterstützt werden zu können. Wir melden uns jetzt bei allen Wohnungsvergabestellen der Stadt an,  aber mir wurde schon von allen Seiten gesagt, dass wir eigentlich kaum Chancen auf eine Wohnung haben. Vom Verdienst her ist es so, dass wir eben beide nicht wenig genug verdienen, aber auch nicht wirklich viel. Ich weiß, dass es anderswo noch viel schlimmer ist, aber allein der Gedanke aufgrund von Wohnungsnot oder eben dem nötigen Kleingeld vielleicht statt zwei Kindern mal nur eines haben zu können o.ä., das tut weh und belastet ein bisschen.”

 

Ich persönlich finde: Wer suchet, der findet. Wenn man dann noch bereit dazu ist, auch mal etwas mehr auszugeben und dafür bei anderen Dingen ein paar Abstriche zu machen, hat im Normalfall gute Chancen. In der Ruhe liegt die Kraft. Ich selbst wohne in der Altstadt. Dachgeschoss. Neu renoviert. SEHR! hohe Räume. Und am Tollsten: private Dachterrasse! Kostet natürlich alles ein bisschen – aber ich bin noch dreistellig. Die Wohnung ist es wert – für mich auf alle Fälle! Rückzugsort, Ruheoase, Kult und Flair in einem. Die Parkplatzproblematik in der Altstatd macht mir nix aus – ich spaziere gern durch die Stadt. Das bringt morgens den Kreislauf auf Touren und abends hilft es beim Abschalten!

 

“Ich bin in Salzburg schon 6 mal umgezogen. In verschiedene Stadtteile. Ich hatte noch niemals Probleme Wohnraum (auch günstigen) zu finden. Was mir allerdings auffällt: Ich arbeite in einem großen, jungen Team mit 19-30-Jährigen. Alle suchen Wohnungen, weil sie von Zuhause ausziehen wollen und mir ist aus den Gesprächen aufgefallen, dass meine Kollegen Vorstellungen von einer Wohnung haben, die einfach unter jeder “normalen” Norm sind. Beispiel: Sie wollen nur in Neubau ziehen, Küche muss drinnen sein (am besten ohne Ablöse) Boden muss neu sein. Lift soll vorhanden sein. Man will Balkon und es soll nicht in Lehen sein. Gratis Parkplatz muss vorhanden sein (obwohl kaum jemand ein eigenes Auto besitzt) Bus sollte natürlich auch direkt vor der Haustüre wegfahren, man will auch keine Gastherme und billig sollte es dann auch noch sein und es wird gejammert weil man nichts passendes findet usw. Freie Wohnungen schauen sie sich an, aber lehnen sie dann doch ab, wegen den genannten “Luxusproblemen”. Bei der Wohnsituation in Salzburg ist es eine Sünde, so wählerisch zu sein. Was ich aber wichtig finde: Die Vermieter verlangen ja größtenteils die Lohnzettel der letzten drei Monate. Das finde ich nicht ok, dass man seinem Vermieter alles so offen legen muss. Ich habe diese Erfahrung mit befreundeten Familien gemacht. Auch unter 30. Haben Kinder. Mann arbeitet, Frau ist gerade wegen Karenz zuhause. Vermieter lehnt ab, weil der Mann zu wenig verdient. Das darf nicht sein. Vor allem junge Familien mit Kindern brauchen geeigneten Wohnraum, egal was Sie verdienen, oder ob einer der Partner zuhause ist. Für Vollzeit Verdiener ist es in Salzburg kein Problem Wohnungen zu mieten oder zu finden. Aber für Alleinerziehende, Familien mit geringem Einkommen, Arbeitslose, Studenten, Asylberechtigte muss es einfach möglich sein, Wohnungen anzumieten. Da muss die Politik reagieren und die großen Immobilienfirmen in die Pflicht nehmen!”

 

Ich bin vor 5 Jahren von Kärnten nach Salzburg gezogen. Damals war ich 18 und wollte in das (meiner Meinung nach) schönste Bundesland in Österreich – ohne finanzielle Unterstützung durch Eltern, Freunde oder Verwandte. Ich wusste nicht, dass man für eine 25 qm Wohnung in der Stadt keine 250 – 300 Euro zahlt, sondern 450 (wenn man Glück hat). In den ruhigeren Gegenden und rund um die Uni gerne mehr. Ich hab mich trotzdem dafür entschieden hier zu leben, auch wenn ich jeden Monat weine, wenn ich die Abbuchung meiner Miete auf meinem Konto sehe und mir vorstelle, was ich mir damit alles hätte kaufen / finanzieren können. Höchstwahrscheinlich bleibe ich hier. Mir gefällt’s hier, aber ich muss halt was richtiges finden. Vielleicht auch etwas außerhalb, wenn ich das Geld für ein Auto zusammen hab. Man hat mir Mietkauf ans Herz gelegt – besonders hier in Salzburg, aber dazu braucht man – Oh Wunder! – Geld.

 

“Ich bin vor eineinhalb Jahren nach der Schule als Student nach Salzburg gezogen. Das war sehr spontan und ich musste schnell einen Wohnort suchen. Ich fing an mit Studentenheimen: unbezahlbar! Unter 400€ hab ich persönlich nichts gefunden, aber einen Platz zu kriegen war eh unvorstellbar. Dann hab ich nach Einzimmerwohnungen gesucht, da hab ich nichts unter 600€ gefunden. WG-Zimmer waren auch alle über 400€ . Am Ende war ich verzweifelt und hab auf Facebook einen Aufruf gestartet, wer denn mit mir eine Wohnung teilen würde. Innerhalb von 10 Minuten haben sich 2 weitere gemeldet, und am nächsten Tag haben wir eine 2 Zimmer Wohnung angeschaut und auch sofort genommen. Wir waren uns sicher, was besseres finden wir so schnell nicht. Wir 3 verstehen uns zum Glück super (hätte auch anders laufen können), wir haben eine super Lage mit unserer Wohnung, aber die Wohnung an sich ist nicht der Hammer. Sie ist nicht fertig gebaut seit wir eingezogen sind (es fehlen Fensterbänke, Türrahmen und eine Duschtür), meine Mitbewohnerin wohnt quasi in der Küche und die Vermieterin ist uns noch unbekannt und nicht zu erreichen. Ich zahle jetzt um die 360€ und angesichts der Lage will ich mich nicht beschweren. Aber ohne die Unterstützung meiner Eltern könnte ich mich als Student mit einem Studentenjob nur schwer halten. Man muss natürlich dazu sagen, dass ich nach einer Wohnung gesucht hab, während wohl alle Neustudenten nach einer gesucht haben. Ich kann nicht viel zur “Normalsituation” sagen. Aber ich war dennoch schockiert, dass ich nicht mal weit außerhalb was Bezahlbares gefunden habe.”

 

Ich bin 23 und lebe alleine in einer Garconniere in der Altstadt. Ich bin selbstständig und studiere und meine Eltern unterstützen mich finanziell, deshalb kann ich’s mir gut leisten. Aber ehrlich gesagt – Salzburg ist schon megateuer.

 

“Also ich muss ehrlich sagen, mein Freund und ich hatten ein Riesenglück! Seit August wohnen wir mitten in der Altstadt in einem frisch renovierten Haus aus 1600. Die Wohnung hat 50 Quadratmeter Wohnfläche; also klein und fein. Es ist wirklich alles pipifein; Blick auf dem Dom und den Gaisberg, kein Verkehr und vor allem der Gemeinschaftsgarten ist ein Traum. Kosten tut der Spaß monatlich 820 €; für jeden also gut 400€. Davor hab ich 375 € für ein WG Zimmer in Maxglan gezahlt, von dem her bin mit dem Preis ganz zufrieden. Den bezahlbaren Preis haben wir den Auflagen zu verdanken, die der Besitzer der Immobilie erfüllen muss. Gemäß denen darf er die 6 Wohnungen nur an Studenten vermieten.
Ein großes Manko gibt es allerdings: Ein wohnungsnaher Parkplatz würde uns wieder ein paar hundert Euro kosten, da man für die Altstadt einen extra Parkausweis braucht. So parken wir 20 Gehminuten weit weg. Wir haben vor ca 3 Jahre hier zu bleiben. Dann wird es uns wahrscheinlich wieder in unsre Heimat Bayern verschlagen. Irgendwann braucht man auch etwas Größeres. Die Wohnung ist für unsere derzeitigen Ansprüche aber perfekt (vielleicht legen wir uns auch doch noch den Parkausweis zu) und wir fühlen uns dank der zentralen Lage wie waschechte Salzburger.”

 

Ich wohne mit meinen Eltern in einer kleineren 2-Zimmer-Wohnung im 1. Stock. Es gibt zwar einen Garten, aber den darf man nur zum Wäsche Aufhängen benutzen und wegen reichlicher Verwarnungen musste ich deshalb auch meinen Hund weggeben. Ich versteh nicht, warum es diesen Garten gibt, wenn man dort nicht einmal etwas machen kann, vor allem nicht, wenn es mehrere Kinder/Jugendliche im Haus gibt. Ich würde sagen, dass unsere Wohnung etwas älter ist, da viel Kälte in die Zimmer kommt und man den Nachbarn sozusagen beim Diskutieren zuhören kann. Die Lage ist, meiner Meinung nach, das einzige Gute, da es sehr zentral liegt. Wir suchen nun auch schon nach einer neuen Wohung, also werd ich hoffentlich bald nicht mehr so viel zu meckern haben.

 

“Die Preise in Salzburg sind ja echt Wahnsinn, die Wohnungen knapp und durch die Flüchtlinge wird der Markt noch angespannter (aber das ist nochmal eine gaaanz andere Geschichte). Also ich bin für eine Leerstandsabgabe. Denn, wenn man sich umschaut und sieht, wie viele Wohnungen leer stehen, ist das ein Wahnsinn. Allein in meinem Wohnhaus in Parsch mit etwa 32 Parteien stehen mind. 4 Wohnungen leer. Von einer weiß ich, dass sie seit 12 (!) Jahren nicht vermietet wird (Wohnung unter mir). Mein Hausmeister sagte, die “habens wohl nicht not”. Und insgesamt stehen ja in Salzburg 3.500 Wohnungen leer – offiziell. Die Dunkelziffer ist sicher höher. Hinzu kommen dann noch die Zweitwohnsitze (zahlreich!) und die ganzen AirBnB Wohnungen. Auch so eine habe ich im Haus, neben mir. Da gehen die Touris ein und aus. Ich hab das eine Zeit lang auch gern genutzt, aber inzwischen find ich’s nicht mehr so cool. Weil eben der Wohnraum für die Einheimischen verloren geht. Und die Preise auch so schon hammermäßig sind. Ich wohne allein auf 47 qm, Miete 700 Euro. Und das ist quasi noch ein Schnäppchen. Momentan kriegt man eine 50 qm-Wohnung ja kaum mehr unter 800 Euro.”

 

Wir (ein junges Ehepaar) sind Ende letzten Jahres nach 10 Jahren in Graz wieder nach Salzburg gezogen! Für uns war immer klar, dass wir nach dem Studium eine Wohnung kaufen, nach 10 Jahren Miete endlich etwas eigenes wollen. Dann haut dir in Salzburg die Realität eine in die Fresse! Überteuerte Wohnungen ohne Balkon aber dafür in guter Lage. Sudern hat uns leider nicht weiter gebracht. Jetzt haben wir in einer Umlandgemeinde eine Wohnung gekauft, zwar auch nicht billig, aber immerhin günstiger, als in der Stadt! Ohne mega Ersparnisse auf der Bank ist so ein Eigentum praktisch unleistbar! Naja, Schulden sind das neue Gold!

 

“Ich habe mittlerweile in zwei WGs gewohnt (ein Mal in Taxham und ein Mal in Gnigl), die jeweils 80 m² hatten und 800 € inklusive im Monat kosteten. So weit so gut – auch, wenn diese Wohnungen mittlerweile bestimmt schon mind. 3% teurer geworden sind, gibt es in diesem Bereich (also 10-12€ pro qm) zumindest eine gewisse Auswahl an Mietobjekten….
Derzeit wohne ich noch in einer Garconniere die ca. 30m² hat und mich 450€ inkl. kostet und eh noch günstig ist. Nun aber meine Überlegung/Gedanken, die mich schon länger wurmen:
Warum muss eine kleine Wohnung gleich soviel teurer sein? Bei 10 € pro m² müsste ich ja grad mal 300€ bezahlen, aber dies ist reine Utopie. Ich frage mich wirklich, wie und warum sich die Preise bei kleinen Wohnungen so entwickelt haben. Ja, alle Wohnungen waren/sind privat vermietet und wenn eine exklusive Lage und Ausstattung geboten wird, muss man auch dafür zahlen wenn man’s will. Aber diese Preise (und auch die etlichen, viel teureren Buden) betreffen stinknormale Wohnungen. Ich hoffe, dass sich hier schnell etwas ändert. Normale Wohnungen sollen zu normalen (wenn nötig gedeckelten) Preisen verfügbar sein…zum Glück darf ich bald in eine GSWB-Wohnung.”

 

Wir sind zwar schon 32, aber als wir unsere Wohnung vor gut 6 Jahren gekauft haben, waren die Preise beinahe schon die selben… Deswegen hatten wir zuvor 2 Jahre eine Mietwohnung in Freilassing. Tja, und dann fanden wir unser Superschnäppchen in Itzling. Glück gehabt, mittlerweile könnten wir sie um locker das Doppelte verkaufen. Würden wir auch tun, wenn wir was Größeres, und vor allem Leistbares finden würden. Das 2. Kind soll die nächsten Tage kommen und die jetzige Wohnung ist somit, mit ihren 3 Zimmern, nicht gerade geräumig, reicht jedoch knapp. Wenn ich dann sehe, was Bungalows etwa in Wien Umgebung kosten, greif ich mir bei den Salzburger Preisen wirklich an den Kopf. Würde ich unsere Wohnung hier verkaufen, bekomme ich in einem anderen Bundesland (ausgenommen Tirol und Vorarlberg) ein ganzes Haus mit einem netten Garten… Wo soll das hinführen? Wer kann sich das, als junger Mensch, vielleicht auch noch mit wachsender Familie, leisten, ohne, dass man schlaflose Nächte bekommt?

You May Also Like