Koreanisches Streetfood in Salzburg? Gibt es.

Zugegeben: Ich bin mir nicht sicher, ob das hier wirklich noch ein Geheimtipp ist – zumindest für jene Damen und Herren, die sich Altstadtanrainer und Rinnen nennen dürfen. Aber: Eine Bestellempfehlung ist das hier auf jeden Fall, schließlich beehrt man viel zu oft ein asiatisches Lokal um dort die immer und immer gleichen europäisierten Acht Schätze und gebratenen Nudeln zu bestellen – obwohl die Karte auch Dinge zum Verzehr anbieten würde, die ein bisschen mehr nach ferner Osten und weniger nach Eugendorf schmecken.

Kim 168 (2 von 10)

Der Fall ist dies etwa im Kim 168, einer winzigen Garküche in einem Getreidegassendurchhaus, in dem Koch Jin Kim Wok und Co bedient. Bestellen könnte man hier neben gebratenem Reis und Sushi auch die üblichen Verdächtigen wie Veggie Curry oder Hühnchen süßsauer (die allesamt wunderbar sind, keine Frage), weswegen man aber eigentlich das maximal 5 Personen fassende Lokälchen aufsuchen sollte, ist der koreanische Teil der Speisekarte.

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Jin Kim ist seines Zeichens Koreaner und tischt damit die Küche seines Heimatlandes auf  – und zwar mit beachtlichem Qualitätsanspruch. Neben dem Nationalgericht Bibimbap, das trotz der beschränkten Größe der Garküche stilecht im gusseisernen Topf am Stövchen serviert wird, warten auch verschiedene Eintöpfe, Suppen und Nudelgerichte auf Hungrige – und natürlich ausgezeichneter Kimchi, der berühmte milchsauer vergorene Chinakohl (aktuell das Hipster-Food der Stunde, trust me).

Bei unserem Fotobesuch stellten Güte & Anhang übrigens die einzigen einheimischen Gäste im kleinen Kim 168 (das übrigens nach der Körpergröße des Inhabers benannt wurde) dar – außer uns waren ausschließlich Damen und Herren aus Asien anwesend. Das könnte man als gutes Zeichen für die Authentizität des Aufgetischten werten, muss man aber nicht, denn: Geschmeckt hat es uns in jedem Fall wunderbar und ich schreibe diese Zeilen, während ich von einer Portion brutzelnden Bibimpap träume. Mhhhhm…

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Übrigens: Egal, was hier auf den Tisch kommt, gekocht wird immer frisch und vor den Augen des hungrigen Publikums. Daher kann es sein, dass nach der Bestellung gewisse Wartezeiten entstehen. Aber: Wer Qualität will, muss schließlich auch Weile haben.

Kim 168
Getreidegasse 14
Öffnungszeiten: So-Do: 11:30 – 22:00, Fr-Sa: 11:30 – 23:30

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