Rezept: Winterliche Gemüse-Shakshuka mit Petersilienpesto

Zu diesem Rezept gibt es zwei Dinge zu sagen. Erstens: Zum ersten Mal auf die Shakshuka gekommen bin ich durch die werte Frau Braunstein, deren jüdische Verwandtschaft ganze Generationen mit dem klassisch nahöstlichen Frühstück großgezogen hat. Einmal Blut Tomatensauce geleckt, fand die Shakshuka recht schnell einen Stammplatz in meinem Standard-Repertoire an Gerichten-die-immer-gehen und wird seither in diversen Abwandlungen und zu diversen Tageszeiten serviert.

Zweitens: Die klassischen Shakshuka ohne große Gemüsebeigabe ist eigentlich ein recht schnelles, praktisches Gericht. Missbraucht man sie jedoch zur Gemüseverwertung, wird die ganze Schnippelarbeit schnell etwas anstrengend. Außer: Man hat da einen gewissen Küchenhelfer zur Hand und auf meinen aktuellen Neuzugang muss ich mal schnell ein kleines Loblied singen. Ich hatte nämlich die Freude, den Braun Multiquick 9* in meiner Küche begrüßen zu dürfen und der ist seines Zeichens ein Multifunktiongerät. Und ich liebe Multifunktiongeräte.

Das gute Stück besteht im Grunde aus einem massiv leistungsstarken (daneben schaut der Terminator alt aus) Stabmixer, den man auf verschiedene Endteile aufstecken kann. So wird er vom Stabmixer zum Quirl, zum Zerkleinerer und zum Standmixer. Somit hat er in meinem Haushalt jüngst drei andere Geräte einfach ersetzt, mein alter Standmixer hat ebenso neue Eltern gefunden, wie mein Pürierstab. Und Mister G. et moi streiten sich aktuell regelmäßig darum, wer beim Multiquick das Mix-Knopferl drücken darf, weil das Ding bei Inbetriebnahme abgeht, wie eine Achterbahn. Ich hab mich in der Küche selten so mächtig gefühlt. Oder so.

Nun aber ohne große Umschweife: Wie man den Mister Multiquick zur Shakshuka-Prodution einsetzt, das wird nun präsentiert.

Man nehme:

Für die Shakshuka:

  • 1 Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 EL Öl
  • 1,5 Dosen Tomaten in Stücken
  • 4 EL Tomatenmark
  • 400 g gemischtes Gemüse nach Marktangebot, etwa Paprika, Sellerie, Lauch, Kürbis u.a.
  • 1 Prise Paprikapulver
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Prise Kreuzkümmel
  • 1 Prise Chiliflocken
  • 1 TL Zucker
  • Salz und Pfeffer
  • 4 Eier

 

Für das Petersilienpesto:

  • 1 Bund Petersil
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 5 EL bestes Olivenöl

 

So geht’s:

1. Zwiebel und Knoblauch hacken, das Gemüse putzen und mit dem Zerkleinerer (quasi) pulversieren. Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen, anschließend Zwiebel und Knoblauch darin anschwitzen. Das Gemüse beifügen und für einige Minuten mitrösten, dann mit den Dosentomaten aufgießen. Tomatenmarkt und Gewürze einrühren und auf kleiner Flamme ca. 25 Minuten köcheln lassen.

2. In der Zwischenzeit die Petersilie versäubern, die Knoblauchzehen schälen und beides gemeinsam in den elektrischen Zerkleinerer füllen. Zu einem Cremigen Pesto verarbeiten, mit Salz und Pfeffer abschmecken und beiseite stellen.

3. Nun die Sauce mit Zucker und Salz abschmecken und drei Mulden in die Tomatensauce drücken und die Eier vorsichtig hineinschlagen.
Einen Deckel auf die Pfanne setzen und die Eier auf kleiner Flamme etwa 7 Minuten stocken lassen – sie sollten anschließend noch kernweich sein.

4. Mit dem Pesto und knusprigem Weißbrot servieren. Mahlzeit!

Das hat gedauert: ca. 45 Minuten
Und reicht für: 2-3 hungrige Mäuler

*Der Braun Multiquick 9 wurde mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Die hier zum Ausdruck gebrachte Meinung ist eine unabhängige und aufrichtige Empfehlung.

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