Ich war im Eurothermen Resort Bad Ischl und hab mich endlich mal entspannt.*

* Werbung/bezahlte Einschaltung: In freundlicher Zusammenarbeit mit Oberösterreich Tourismus und dem Eurothermenresort Bad Ischl – trotzdem ist die kundgetane Meinung meine eigene.

Ich hab ja an diesem Orte schon diverse Male angebracht, dass ich ein relativ gestresstes Individuum bin. Stichwort: Workaholic und so. Ich schaffe es nicht, mich mal hinzusetzen und einfach mal nix zu tun, auch nach Feierabend nicht. Kaum berührt mein Allerwertester die Couch, kriege ich Restless-Legs-Syndrom und ich bewege mich per Hechtsprung in Richtung Computer. Man könnte ja noch ein paar Emails beantworten, einen Artikel schreiben oder sonst irgendwas Sinnvolles tun, oder? Mein geistiger Verwandter ist in dieser Hinsicht wohl der Duracell-Hase, den ich vielleicht einmal bezüglich Gründung einer Selbsthilfegruppe anrufen sollte.

Wie dem auch sei: Dank dieser Disposition schaffe ich es zwar, massiv viel Arbeit zu schupfen, besonders gesund ist das aber nicht, sagt die Mama (und die Mama hat bekanntlich immer recht).

Also dachte die Güte so bei sich: Man könnte sich doch einmal strategisch von jeder Arbeitsmöglichkeit wegbewegen und für ein paar Tage im warmen Wasser plantschen. Wegen der geistigen Gesundheit und so. Und damit man endlich mal wegkommt vom Radl im Kopf, das im Minutentakt an all die Dinge erinnert, die man noch zu erledigen hätte.

Als dann ziemlich zeitgleich auch noch ein Brief aus Oberösterreich in meinem digitalen Postkastl landete, war der Entschluss schnell gefasst, mich für ein paar Tage abzusetzen. Der Ort? Das EurothermenResort Bad Ischl. Das Ziel? Weg mit dem Stress! Ob mir das gelungen ist? Wird gleich beantwortet.

Aber ganz von Anfang an: In meiner alten Heimat Oberösterreich gibt es ja eine ziemliche Vielzahl an Thermen, die sich strategisch günstig auf das ganze Bundesland verteilen. Warum ich mir ausgerechnet

  • Man ist von Salzburg aus im Handumdrehen (ca. eine Stunde malerische Fahrt durch das Seengebiet) in Ischl – und kann sogar per Zug anreisen (der Bad Ischler Bahnhof befindet sich immerhin direkt gegenüber der Therme)
  • Die Therme liegt nicht, wie in vielen anderen Orten, auf der grünen Wiese vor dem Dorf, sondern mitten im Stadtzentrum. Wer also zwischenzeitlich die Kaiservilla besichtigen, eine Cremeschnitte verspeisen oder eine Bar frequentieren will, der muss nur zur Haustür rausfallen.
  • Ihre Höchstbesucherzahl erreicht die Therme Bad Ischl in den Sommermonaten (das hat mir der Thermenleiter höchstpersönlich verraten) – außerdem ist Ischl auch in der trüben Herbstzeit nebelfrei!
  • Und: Dem Bad Ischler Thermenwasser ist Sole aus der Saline Ebensee beigesetzt. Die wirkt beruhigend und gemütsaufhellend – und ist damit perfekt für gestresste Persönchen wie meinereiner. Zudem wirkt sich der Solenebel besonders positiv auf die Atemwege aus- in der Schnupfenzeit nicht zu unterschätzen!

 

Genächtigt wurde übrigens im Thermenhotel Royal. Das Vier-Sterne-Haus ist durch einen Gang direkt mit der Therme verbunden und hat sich, genauso wie die Therme, ganz dem regionalen Thema Salz verschrieben. Das weiße Gold findet dabei nicht nur in der Küche bewussten Einsatz, sondern auch in der Gestaltung der „Hardware“. So findet man leuchtende Wände aus Salzsteinen nicht nur im Restaurantbereich, sondern auch in den Hotelzimmern, deren Betten von leuchtendem Salzgestein bekrönt werden.

Ein wahres Highlight im Thermenhotel Royal ist übrigens das unglaublich freundliche und hilfsbereite Personal – ich habe mich selten in einem Hotel so willkommen gefühlt. Worüber wir noch unbedingt sprechen sollten? Die Kulinarik. Küchenchef Dominik Kubisch und sein Team kochen nicht nur ausgezeichnet – sondern auch schon seit Jahren unter Biozertifizierung. Letztere wird dabei im Royal so ernst genommen, dass nicht – wie anderswo – jene Gerichte auf der Karte ausgeschildert sind, die aus Bio-Zutaten bestehen, sondern nur jene wenigen, die nicht bio sind.

Außer dem Biothema ist auch der Einsatz von Sole in der Küche ein Aspekt, der die Kulinarik im Royal so besonders macht – und natürlich das Ambiente im verglasten Restaurant, von dem aus man die Nebelschwaden der Freiluft-Thermenbecken in den Ischler Nachthimmel entschweben sieht.

Apropos Thermenbecken: Grund unseres Aufenthalts war ja eigentlich die Bad Ischler Salzkammergut-Therme, die sich ebenfalls ganz den Themen Salz und Sole verschrieben hat. Eine direkte Leitung aus der Ebenseer Saline pumpt, wie eingangs schon erwähnt, regionale Sole in die Thermenanlage, wo die Rohsole gereinigt und aufbereitet wird – etwa für den Therapie-Einsatz (schließlich ist Bad Ischl ja auch ein Kurort) oder für die Beimengung zum Thermenwasser. In letzterem kann man auf vielfältige Art und Weise plantschen.

Entweder ganz klassisch im Indoor-Becken mit Whirlpools und Strudel, im Outdoor-Solebecken mit Massagedüsen oder im Highlight der Anlage, dem Lazy River. In dieser Outdoor-Flusslandschaft schwimmt man von einer Salzgrotte ins Gradierwerk und weiter zu Outdoor-Sprudelliegen und wird praktischerweise vom steten Strom immer weitergeschwemmt – ganz ohne sich anstrengen zu müssen. Als Hotelgast hat man es dabei übrigens besonders gut: Der Badeschluss in der Therme ist erst um 23.30 Uhr, also können Royal-Gäste die Therme bis zur letzten Minute auskosten und dann unmittelbar ins wohlige Bettchen fallen. Fein!

Wer genug von Wasserbecken hat, begibt sich in die Saunawelt Relaxium mit verschiedenen Saunen für jede Hitzetoleranz, einem Saunagarten mit Outdoor-Sauna, Infrarotkabinen und der Sole-Inhalationsgrotte, die besonders in der kalten Jahreszeit vor Erkältungskrankheiten bewahrt.

Ebenfalls besonders salzig geht es im Beauty-Bereich der Salzkammergut-Therme zu. Dort durfte ich mir gleich zwei Anwendungen gönnen – und zwar ein Salzkörperpeeling und die Salzprinzenmassage mit Sole. Ich muss ja zugeben, dass ich es meistens nur schwer aushalte, länger als zwei Minuten still zu liegen und mich durchwalken zu lassen, nachdem ich die Beauty-Abteilung aber pfirsichweich und pfirsichduftend verlassen habe, war ich so tiefenentspannt, wie ich es gar nicht von mir kenne. Bad Ischl, was hast du nur mit mir gemacht?!

Zusammenfassend: Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber die zwei Tage in der Ischler Therme haben mich tatsächlich so dermaßen entschleunigt, dass ich schon beim Anschauen der Fotos wieder tiefenentspannt bin. Wer sich also ein paar Tage abseits der hektischen Adventstage im Umkreis von Salzburg gönnen, gut essen und im warmen Wasser plantschen möchte, der ist in Bad Ischl ganz wunderbar aufgehoben.

 

 

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