Wohnungs-Update: Ch-Ch-Ch-Changes im Esszimmer.

Ich habe ja zu Beginn des Jahres großmütig angekündigt, meine Wohnung umräumen zu wollen. Und was soll ich sagen, ich, äh, bin … mittendrin? Ganz ehrlich: Irgendwie hab ich mir vorgestellt, dass das schneller geht mit dem Decluttern und Aufräumen, dem Umstellen und Optimieren. In den Sommermonaten, speziell in unserem diesjährigen, so genannten “Urlaub” haben wir zwar viel weitergebracht, richtig fertig sind wir aber immer noch nicht und das macht mich, naja, semi-glücklich.

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Ich präsentiere somit als ersten Punkt auf der Tagesordnung unser fast fertiges, fast neues Esszimmer und versuche eine Erklärung, warum das alles immer so lange dauert mit diesem Umräumen.

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Es soll ja gerüchteweise Menschen geben, die in eine neue Wohnung ziehen, sich einen Schlachtplan entwerfen, was wo hingeräumt wird auf was für welche Ecke noch besorgt werden muss, das generalstabsmäßig in zwei Tagen durchziehen und anschließend beginnen zu wohnen. Ich gehöre ganz eindeutig nicht in diese Kategorie.

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Ich wohne seit mittlerweile drei Jahren in dieser Wohnung und sie ist noch immer nicht fertig eingerichtet. Noch nicht einmal annähernd. Das liegt einerseits daran, das sämtliche BewohnerInnen meiner Bude unendlich wählerisch sind, was die Auswahl von Möbeln und Dingen betrifft, andererseits daran, dass gewisse Teile der Bewohnerschaft neben einem unendlichen Perfektionismus in Einrichtungsfragen eine unendlich Aversion gegen Dekogegenstände UND mehr Verständnis für das Praktische als das Schöne mitbringen und weiters daran, dass wir unglaublich wenig Zeit für Wohnungsfragen haben.

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Demnach wurde in einem Anfall von Wahnsinn fast unser gesamter Sommerurlaub darin investiert, Dinge auszusortieren, alte Möbel loszuwerden und neue zu beschaffen, den Geschirr-Bestand zu vereinheitlichen und Schränke auszumisten. Und zwei Wochen waren schlussendlich einfach nicht genug für unsere Ansprüche.

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Ok, ich hab es zwar fertig gebracht, meine gesamten Geschirrbestände auszumisten (was hab ich gelitten, als Geschirr-Fetischistin) und mich auf eine, naja, zwei, ok, eigentlich drei Geschirrserien einzuschießen, von denen konsequent eine Grundausstattung für acht Personen gekauft wurde und wir haben eine endgültige, zufriedenstellend Ausrichtung für unseren Esstisch gefunden (die vierte innerhalb von drei Jahren, wenn ich mich nicht verzählt habe), aber dann ist ziemlich Ende im Gelände.

Im Endeffekt steht unser Esstisch jetzt übrigens wieder an der Fensterfront des Raums und hat anstatt acht Stühlen zwei Bänke und vier Stühle bekommen. Und die Besorgung dieser Bänke, oh, die hatte es in sich.

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Man möchte ja meinen, dass, wenn man sich bei der Akquise von Möbelstücken auf Modelle von IKEA einschießt, diese relativ leicht erwerbbar sein müssten. Nur: Wenn man es sich in den Kopf setzt, zwei Stück aus einer Limited Edition zu akquirieren, erlebt man offenbar sein blaues Wunder. Natürlich musste der Perfektionisten-Haushalt Gute Güte nämlich 2 Bänke aus der limitierten Sinnerlig-Serie haben, das sind die mit den Sitzflächen aus Kork (oh wie toll, oh wie stylish – eh schon wissen). Und natürlich mussten die bei IKEA Salzburg ausverkauft sein. Grund genug für uns Wahnsinnigen, uns ins Auto zu hocken und die erste Bank bei IKEA Haid und die zweite Bank bei IKEA Wien Nord (ja, ernsthaft) zu beziehen. Was ist das nur für 1 Life?

Jedenfalls sind wir jetzt glückliche Besitzer zweier Kork-Bänke mit schwarzlackiertem Metallgestell, das optimal zu unserem Eiermann-Esstisch (customised mit Holzrahmen, what else?) passen. Was wir mittlerweile noch haben? Eine Hausbar.

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Ziel des Unterfangens “Decluttern und Umräumen” war es ja nicht nur Ramsch loszuwerden, sondern auch alles aus der Wohnung zu werfen, was nur irgendwie Platz wegnimmt und zu niedlich ist. Diesem Unterfangen fiel nicht nur unsere dänische Couch zum Opfer (R.I.P.), sondern auch die Biedermeiervitrine mit den pastellfarbenen Sternbildern (Achtung, der verlinkte Artikel ist über drei Jahre alt und gruselig schlecht). Statt jener thront nun eine fahrbare Stahl-Hausbar an der selben Wand und präsentiert unsere erschreckend große Schnaps-Kollektion. Nachdem wir mit dem Prinzip des offenen Regals schon so gute Erfahrungen machen durften (siehe Geschirrregal), folgt nun auch die Bar diesem Schema. Nach ein paar Monaten des Betriebs müssen wir jedoch sagen: Wir sind scheinbar nicht genug dem Alkohol verfallen um die Inhalte der Hausbar (und dann dreh ich lauter) vor dem Verstauben zu bewahren. Lehre für uns.

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Was uns nun noch fehlt? Ein Altpapier-System, das wir konsequent einhalten, Bilder, die man über die Hausbar hängen könnte, die Gesamtoptimierung von Schlafzimmer, Vorzimmer und Bad. Und: Teppiche. Kennt jemand eine gute Quelle für Teppiche, die möglichst nicht aus Plastik, möglichst wenig schiach und möglichst leitbar sind? Wir nicht. Und wir sind für jeden Rat dankbar.

Sollte sich in den nächsten Monaten in diesen Belangen was tun, wird wieder berichtet. Und in der Zwischenzeit gilt der aus der Werbung so gut bekannte Grundsatz: Es gibt immer was zu tun.

 

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