Wie ich zur Biertrinkerin wurde: Die Geschichte einer Entdeckungsreise.*

* Werbung/bezahlte Einschaltung: In freundlicher Zusammenarbeit mit Stiegl

Ok, ich bin an dieser Stelle mal ehrlich: Hätte mir irgendwer vor ein paar Jahren mal gesagt, dass ich einmal zur Biertrinkerin mutieren würde, meine Reaktion wäre wahrscheinlich in etwa so ausgefallen. Weil: Die Assoziationen, die die um ein paar Jährchen jüngere Güte dereinst hatte, wenn das Wort Bier fiel, galten eher rauschigen Stammtischrunden, Mittagspausen auf Baustellen und dem Geruch in Omas Keller. Also nix, mit dem man sich, so, in erster Linie, identifizieren konnte. Aber: Da es im Leben doch meistens anders kommt, als man denkt, freue ich mich mittlerweile auf mein Feierabendbier, wie aufs Christkind. Und dahin war es, nun ja, ein gewisser Weg – um nicht zu sagen eine kleine Entdeckungsreise.

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Aber fangen wir ganz am Anfang an: Jeder, der nicht unbedingt unter einem Stein lebt und sich gern ein gepflegtes Getränk gönnt, wird wahrscheinlich schon irgendwann einmal über den gerade supertrendigen Begriff Craft Beer gestolpert sein. Das ist Bier aus kleinen Brauereien, das in Handarbeit gebraut und meist in einer Manier präsentiert wird, das Verpackungsopfer (comme moi) vor Verzückung zu Boden gehen lässt. Und es ist die klassische Einstiegsdroge in die aktuell immer hipper werdende Bierszene. Wer schon einmal auf einem Craft Beer Tasting war, weiß, dass die aussehen, wie die coolen kleinen Schwestern der handelsüblichen Weinverkostung. Da trinkt man Bier aus edlen Designgläsern, verkostet verschiedene Bierstile, fachsimpelt über Hopfennoten, Stammwürze und Aromen und gibt sich generell sehr kultiviert und cool. Als Persönchen, das am liebsten überall hinrennt, wo es kulinarisch interessant werden könnte, im Grunde ein ziemliches Opfer ist, was schöne Verpackungen und handgemachte Dinge angeht und eine bessere Hälfte hat, die ein veritabler Intensiv-Biertrinker ist, hat es beileibe nicht lange gedauert, bis ich zum ersten Mal ein Glas Craft Beer in der Hand hatte. Zugegebenermaßen wurde da noch ein wenig die Nase gerümpft, sobald der klassische Bierduft olfaktorisch bemerkbar wurde und zugegebenermaßen waren auch die ersten Schlucke noch gewöhnungsbedürftig. Aber ganz ehrlich: Wie bei so vielen Dingen im Leben wird es erst so richtig interessant, wenn man sich auf Ungewohntes und Unbekanntes einfach einmal einlässt, ganz ohne Vorbehalte.

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Wenn man das tut, kommt man nämlich auch als bierige Kostverächterin drauf, dass Bier nicht einfach Bier ist. Obwohl sich jedes Bier da draußen (hoffentlich) auf die Grundzutaten Hopfen, Malz und Wasser beschränkt, entsteht beim Brauprozess ein ganzes Feuerwerk an verschiedenen Geschmacksnoten und -stilen. Und wie diese zustande kommen, das wurde mir kürzlich ganz intensiv näher gebracht.

Wenn man sich in Salzburg auf die Suche nach Bier macht, kommt man an einer Anlaufstelle bestimmt nicht vorbei: Die Rede ist natürlich von der Stiegl Brauerei. Das berühmte Goldbräu und den Stiegl-Radler kennt bestimmt jeder, der schon einmal einen Supermarkt von Innen gesehen hat, vielleicht sind auch das (übrigens wunderbare) Paracelsus-Zwickel oder die Stiegl Weiße noch ein Begriff – dass das Stiegl-Sortiment neben den altbekannten braunen Mehrwegflaschen aber noch viel mehr zu bieten hat, das durfte ich – gemeinsam mit meinen KollegInnen Mirela, Hannah, Kevin und Michi, kürzlich ganz intensiv am eigenen Leib erfahren. Anders als andere Brauereien beschreitet Stiegl nämlich ganz besondere Wege in der Bierentwicklung. Und damit darf ich verlautbaren: Herzlich willkommen am Biergut Wildshut.

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Wildshut ist im Grunde ein riesengroßer, biobetriebener Spielplatz für Bier-Afficionados. Hier widmen sich die Damen und Herren von Stiegl, allen voran Gutsverwalter Franz Zehentner und Kreativbraumeister Markus Trinker, der Biererzeugung in allen ihren Elementen und von Grund auf. Der sprichwörtliche Grund ist dabei übrigens ein ziemlich handfester, schließlich ist der Boden, die Erde, in der die Grundbestandteile der Stiegl Kreativbiere wachsen, der Ausgangspunkt für alles, was in Wildshut entsteht. “In einer Hand voll Erde leben mehr Mikroorganismen, als Menschen auf der Erde” erklärt uns Franz Zehetner als Auftakt für den Rundgang durch das Wildshuter Areal. Hier trifft man Bio-Mangalitza-Schweine ebenso wie Bienenschwärme, einen Fischteich, Hopfenranken, Getreidefelder, eine hauseigene Mälzerei und eine Mikro-Brauerei.

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Mitten durch dieses Bier-Wunderland führt ein Bier-Lehrpfad, der über die wichtigsten Schritte der Biererzeugung aufklärt. So entstehen in Wildshut neben edlen Boutique-Bieren, die man genießt, wie man es sonst von einer Flasche Wein kennt, auch ganz besondere Bierexperimente, wie das Wildshuter Urbier – nach einem antiken Rezept in Tonamphoren gebraut, erinnert dieses Experiment nur noch im entferntesten an den klassischen Biergeschmack, den man etwa vom Goldbräu kennen mag. Und es zeigt, wie vielfältig und geschmacksexplosiv der berühmte Gerstensaft eigentlich sein kann.

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Der Grund unserer Entdeckungsreise durch die Welt des Biers waren jedoch nicht die Kreativbiere, sondern ein anderes Bier, das mir als Neo-Biertrinkerin besonders entgegenkommt. Ganz ehrlich? Ich bin mittlerweile bekennende Pale Ale-Süchtlerin. Und, dass ich darauf gekommen bin, das hat auch zu einem Gutteil mit Stiegl zu tun. Pale Ale ist ein obergärig gebrautes, besonders blumiges, hopfiges Bier, das weltweit zu den beliebtesten Biersorten gehört – und das in Österreich, dem Land der Märzen-Trinker, noch nicht so recht Fuß gefasst hat. Es duftet – Hopfen sei Dank – wunderbar nach Holunder und hat sich somit besonders schnell in mein mittlerweile vom Biergenuss überzeugtes Herzchen gestohlen. Was Stiegl damit zu tun hat? Die Damen und Herren der Lieblingsbrauerei der Salzburger haben mir nicht nur das Biertrinken beigebracht, sondern kürzlich auch das erste österreichische Pale Ale für den unlimitierten Vertrieb kreiert.

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Das schöne Bier heißt Stiegl Columbus 1492 und war – nomen est omen – der Pate unserer Entdeckertour durch das Bierwunderland.

Mein Tipp, abgesehen davon, das neue Columbus zu verkosten? Besorgt euch einfach auch Teufel komm raus eine Auswahl an verschiedenen Bieren jedweden Stils und macht eine Blindverkostung. Es ist erstaunlich, welche Geschmackserlebnisse in verschiedenen Bierflaschen warten können – wenn man sich nur darauf einlässt.

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