Marktgeschichte: Tomaten-Tarte mit bunten Paradeisern

 

Transparenzhinweis: Die für das Rezept verwendeten Tomaten wurden mir vom Ökohof Feldinger zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Mit Tomaten ist es immer so eine Sache. Wenn man wirklich gute erwischt, dann schmecken sie wie ein italienischer Sonnenuntergang, tiefrot, süß, aromatisch, fruchtig und wunderbar. Wenn man schlechte erwischt, dann könnte man genauso gut in eine rote Wasserbombe beißen. Traurig und irgendwie nicht so schön.

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Die meisten Tomaten, die man im gemeinen Supermarkt kauft, fallen leider in zweitere Kategorie. Sie lachen wunderbar rot und rund aus dem Regal entgegen, duften teilweise sogar nach Tomatenstaude, aber sobald man ihnen dann in der Küche mit einem Messer zu nahe kommt, entpuppen sie sich als herbe Enttäuschung. Da macht es dann gleich nur mehr halb so viel Spaß, Salate, Saucen oder – wie hier gezeigt – Tartes zu zaubern, denn auch das beste Rezept ist nur halb so gut, wenn die Qualität der Zutaten nicht stimmt.

Die Lösung? Entweder man besorgt sich einen Balkon und Tomatenstauden im Pflanzkübel und kultiviert seine eigenen Paradeiser oder man sucht sich einen Lieferanten, der Tomaten anbietet, wie sie eigentlich sein sollen. Wo man in Salzburg einen solchen Lieferanten findet? Im Rochushof. Und darüber möchte ich etwas erzählen.

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Ich hatte nämlich kürzlich das Vergnügen, vom Ökohof Feldinger zum Bio-Frühstück in den neu renovierten Rochushof im Salzburger Stadtteil Maxglan eingeladen zu werden und habe dort einen schönen und vor allem schmackhaften Vormittag mit einer großen Portion Bio-Gemüse verbracht. Über das erwähnte Frühstück möchte ich noch einmal gesondert berichten – heute soll es um die dafür nötige Grundlage gehen, nämlich Bio-Obst und Bio-Gemüse, das direkt in Salzburg angebaut wird.

Am Ökohof Feldinger werden nämlich bereits seit 1999 Obst und Gemüse in Bio-Qualität angebaut und seit einigen Jahren im Biomarkt im Maxglaner Rochushof verkauft. Der Weg vom Feld ins Marktregal ist dabei ein wohltuend kurzer, schließlich befindet sich die Feldinger-Anbauflächen in unmittelbarer Nähe zur Stadt Salzburg und unter diesen Anbauflächen befindet sich auch ein Tomatenhaus mit tierischen Helfern. Die Tomatenpflanzen der Feldingers werden nämlich von im Tomatenhaus lebenden Arbeitshummeln bestäubt. Sie fühlen sich im Gewächshaus wohl und sind besonders effektive Arbeitstiere.

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Die Tomaten, die dabei wachsen, gedeihen und am Marktregal landen sind genau so, wie man sie sich in der Küche wünscht: aromatisch, intensiv und wunderbar für die verschiedensten Küchenideen geeignet. Etwa für diese Tomatentarte, für die ich heute mein Rezept verraten möchte. Sie schmeckt ein bisschen wie die etwas kultiviertere große Schwester der gemeinen Pizza und macht sowohl am Esstisch als auch als Fingerfood eine gute Figur. Gemacht wird sie folgendermaßen:

Man nehme:

Für den Teig

  • 170 g Weizenmehl
  • 75 g kalte Butter
  • 1 kleines Ei

 

Für die Fülle

  • 1 kleine Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 EL Olivenöl
  • 500 g Fleischtomaten
  • 3-4 EL Tomatenmark
  • 150 g Kirschtomaten
  • Petersilie und Thymian, gehackt
  • Salz und Pfeffer
  • 2 kleine Eier

 

Und so wird’s gemacht:

Für den Teig Mehl, Ei und die kalte (!) Butter rasch zu einem Mürbeteig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und 2 Minuten kalt stellen.

In der Zwischenzeit Zwiebel und Knoblauch hacken und 400 g der Fleischtomaten würfeln.

Öl in einem Topf erhitzen und erst Zwiebel und Knoblauch glasig anschwitzen, dann die gewürfelten Tomaten zugeben. Die gehackten Kräuter sowie das Tomatenmark untermengen und etwa 100 ml Wasser zugießen. Auf kleiner Flamme ca. 10 Minuten köcheln lassen. Anschließend vom Herd nehmen und etwas auskühlen lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

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Währenddessen den Teig messerrückendick ausrollen und eine mit Backpapier ausgelegte Auflauf- oder Tarteform damit auskleiden. Den Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen und den Boden bei 180°C ca 5 Minuten vorbacken.

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Die verbliebenen Fleischtomaten in Scheiben schneiden, die Cocktailtomaten halbieren.

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Nun die zwei Eier verquirlen und unter die etwas ausgekühlte Tomatensoße mengen. Die Tomaten-Eiermischung in den Tarteboden gießen, mit den Tomatenscheiben und -hälften belegen.

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Bei 180°C ca. 40 Minuten backen und warm oder kalt genießen.

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Das hat gedauert: 30 Minuten und 40 Minuten Backdauer

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