Rezept: Game of Thrones is coming! Der Robert Baratheon-Gedächtnisburger*

Die Gute Güte

*Werbung: In freundlicher Zusammenarbeit mit radbag

Meine sehr verehrten Damen und Herren, wie manche von euch vielleicht schon mitbekommen haben, kultiviere ich so ein kleines Faible. So, ein ganz dezentes. Ich hab da nämlich so Bücher gelesen. Und eine TV-Serie auswendig gelernt. In dunklen Ecken meines Gewandkastens schlummert so ein T-Shirt, auf meinem Küchenregal thront so eine Tasse, und, wenn man ganz genau schaut, findet man im Wohnzimmer so eine Monopoly-Sonderedition. Und hat da jemand was von einem Tattoo auf meinem linken Arm gesagt?

Game of Thrones Burger (6 von 15)

Meine sehr verehrten Damen und Herren, kommenden Montag feiert die sechste Staffel von Game of Thrones ihre Weltpremiere und ich hüpf jetzt schon im Kreis, wie ein Rumpelstilzchen. Supernerd-Edition, wohl gemerkt. Nachvollziehen kann man das wohl nur, wenn man auch selbst durch die letzte Staffel geschwitzt und gelitten und gekreischt hat und jetzt endlich wissen will, ob gewisse Personen tatsächlich tot sind, wo dieser verdammte Drache hin ist und was mit dieser hundsvermaledeiten Kerze los war.

Game of Thrones Burger (4 von 15)

Außerdem neige ich dazu, meinen gesamten Freundes- und Familienkreis ungefiltert mit Dingen zu konfrontieren, für die ich eine überbordende Euphorie entwickelt habe. Und da war Game of Thrones natürlich keine Ausnahme (mittlerweile binged sogar schon meine Mama). Folgerichtig habe ich die Ginger an meine Couch gefesselt und sie mit 5 Staffeln Stabbing and a bit of Beheading gefoltert (sie hat es überstanden, baut gerade an einem 1000-teiligen Westeros-Puzzle und denkt über Erweckungsriten aus Asshai nach) und darf als Ergebnis diese Blogparade hier präsentieren. Dritte im Bunde ist die liebe Anita von Küchensprint, die sich ihre GOT-Sucht ganz eigenständig eingetreten hat und gemeinsam servieren wir ein dreigängiges Menü made in Westeros.

Game of Thrones Burger (13 von 15)

Als Hauptgang kredenze ich dazu einen Burger, genauer gesagt einen Spezialburger, der einer meiner früh verstorbenen Lieblingsfiguren gewidmet ist. Bitte aufzeigen: Wer kann sich noch an Robert Baratheon, First of His Name, King of the Andals and the First Men, Lord of the Seven Kingdoms, and Protector of the Realm erinnern? Der in der ersten Staffel von einem wilden Eber niedergerannt wurde und ordnungsgemäß das Zeitliche segnete? Das Wappentier der Familie Baratheon ist ja bekanntermaßen der Hirsch. Und mit dieser Kombination, Hirsch und Wildschwein nämlich, habe ich vorliegenden Robert Baratheon-Gedächtnisburger kreiert. Wie man ihn macht? Bittesehr.

Game of Thrones Burger (5 von 15)

Man nehme (für ca. 6 Burger):

Für die Burger-Buns:

  • 250 g glattes Mehl
  • 1 Ei
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Salz
  • 100 ml lauwarmes Wasser
  • 1 TL Trockenhefe
  • 2 EL Öl

 

Für die Patties:

  • 600 g Wildfaschiertes (wenn kein Wild verfügbar, geht auch Rind – aber nur im Notfall)
  • 1 EL Wildgwürz
  • 1 TL Thymian, gerebelt
  • Salz und Pfeffer
  • 2 EL Butterschmalz

 

Außerdem:

  • 6 Scheiben Wildschweinspeck (es geht auch eine reguläre Sau, wenn keine wilde verfügbar ist)
  • 1 EL Öl
  • 1 säuerlicher Apfel
  • 1 TL Lebkuchengewürz
  • 3 EL fruchtiges Chutney
  • 6 EL Preiselbeermarmelade
  • 6 EL beste Mayonnaise, im Idealfall hausgemacht
  • 2 Hand voll Rucola

 

Game of Thrones Burger (2 von 15)

Und so wird’s gemacht

  1. Für die Burger-Buns die genannten Zutaten zu einem glatten Teig verkneten und etwa 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.
  2. Den Teig anschließend in sechs Stücke teilen, diese zu Kugeln rollen und anschließend flach (!) drücken. An einem warmen Ort weitere 20 Minuten gehen lassen.
  3. Die aufgegangenen Buns noch einmal flach drücken und bei 180°C ca. 15 Minuten backen.
  4. Den Apfel waschen, das Kerngehäuse ausstechen und in etwa einen Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Die Apfelscheiben in eine Kasserolle legen, Wasser angießen, bis die Äpfel bedeckt sind, das Lebkuchengewürz zufügen und so lange dünsten, bis sie weich, aber nicht matschig sind. Das restliche Wasser abgießen und die Apfelscheiben beiseite stellen.
  5. Nun folgen die fleischlichen Gelüste: Dazu das Wildfaschierte mit Wildgewürz und Thymian vermengen, salzen  und pfeffern und sechs gleich große Patties formen. Das Butterschmalz in einer großen Pfanne zergehen lassen und die Patties darin auf beiden Seiten braten. Sie sind fertig, wenn sie im Kern noch etwas rosa und wunderbar sind.
  6. Nun im gleichen Butterfett den Speck von beiden Seiten anbraten, bis er schön kross ist.
  7. Und schon kann der Burger gebaut werden! Dazu einfach die Buns aufschneiden und an der Innenseite leicht antoasten. Die untere Hälfte mit Mayonnaise bestreichen, darauf den Apfel platzieren, dann das Chutney, schließlich das Pattie, die Preiselbeeren, der Speck und der Rucola. Deckel aufsetzen und Festmahl steigen lassen.

 

Dazu passen: Pommes aus der Jon Snow-Tasse mit blutiger Ketchup-Spur.

Wer sich eine Vorspeise wünscht, findet bei Anita einen Highgarden-Salat mit Zitronen-Thymian-Dressing. Und zur Nachspeise serviert Sonja Sansas Lemoncakes.

So. Ich werde also noch ein paar Runden Monopoly spielen, noch ein wenig an meinen Nägeln knabbern und ausgiebig hibbeln, bis am 25. April dann endlich Staffel sechs startet. Und den Trailer noch ein paar mal anschauen. Man weiß schließlich nie.

“The Real War is Between the Living and The Dead:" Game of Thrones Season 6: Official Trailer (HBO)

Und übrigens: R+L=J. 

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit radbag, bei denen man sich hervorragend mit Game of Thrones-Devotionalien eindecken kann. Was es dort noch gibt? Einen kleinen Game of Thrones Reiseführer der den Weg durch Westeros weist.

Game of Thrones Burger (11 von 15)dinneriscoming

 

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