Marktgeschichte: Mamas Kartoffel-Lauch-Suppe und der Grünmarkt

Ich hab es ja eigentlich eh schon einmal geschrieben, aber es schwirrt mir immer noch im Kopf herum: Eigentlich sind meine Rezeptbeiträge immer noch so kleine Fremdkörper hier am Blog. Zwar welche, die ziemlich gut schmecken, aber die mir trotzdem immer so ein bisschen in den Augen weh tun. Warum? Das ist leicht erklärt:

In den mittlerweile fast drei Jahren ihres Bestehens hat sich die Gute Güte von einem Interieur-Blog (Ja, das war sie tatsächlich einmal!) zu einem fast reinen Salzburg-Blog entwickelt. Oder sagen wir so: Obwohl sie immer noch ein Lifestyle-Blog ist, hat auf der Guten Güte fast alles Salzburg-Bezug – sogar die Fäschn-Strecken mit ihren Salzburgkulissen. Nur meine Rezepte fallen aus diesem Konzept so ein bisschen raus. Und das mag mir, so irgendwie, immer weniger gefallen. Was also mit der Kocherei tun, fragt sich die Gute Güte und schenkt sich noch ein Glas Wein ein.

 

Zwei Gläser Wein später hat sie dann die Lösung parat: In Zukunft wird auch mit Salzburgbezug gekocht. Wäre doch gelacht, wenn das nicht zu schaffen wäre!

Kartoffel Lauch Suppe (5 von 11)

Demnach geht die Gute Güte ab sofort nicht mehr nur in die Küche und schwingt den Kochlöffel, sie geht auf die Salzburger Märkte und in die Salzburger Läden, kostet da Dinge, kauft welche ein und generiert daraus im Anschluss Essbares. Und sie freut sich schon drauf.

 

Regionalität und Saisonalität in der Küche waren mir ja schon immer ein großes Anliegen, auch, wenn sie hier am Blog noch keine gar so große Rolle gespielt haben. Schade eigentlich, da ich sie für recht verfolgenswerte Konzepte halte, denen man viel stärker frönen sollte. Auch darum soll es in Zukunft viel stärker gehen. So, dass meine Rezepte, die ja immer sehr einfach und alltagstauglich sind, ein bisschen inhaltliches Fleisch auf die Rippen bekommen. Und ein bisschen mehr Lokalkolorit durch das bunte Kleid der Salzburger Märkte, das ich ihn gerne anziehen möchte.

 

Einen kleinen Soft-Start in dieses Konzept gibt es mit der tradierten, wunderbar einfachen Kartoffel-Lauch-Suppe meiner Mama für die ich am Salzburger Grünmarkt einkaufen war. Den Grünmarkt, der täglich am Universitätsplatz stattfindet und der ja immer so ein bisschen das Stigma des Touristenmarktes hat (zu unrecht, wie ich finde!) möchte ich in Zukunft genauso noch viel intensiver erkunden und vorstellen, wie seine große Schwester, die Salzburger Schranne und diverse andere Bauernmärkte, die regelmäßig in der Stadt ihre Stände aufschlagen.

Kartoffel Lauch Suppe (18 von 20)

Bereit für eine Portion Suppe? Dann gibt es nun mein Rezept:

 

Man nehme (für 4 Personen):

  • 1 Stange Lauch
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 kg mehlige Kartoffeln
  • 1 EL Butter
  • 650 ml klare Gemüsesuppe
  • 100 ml Weißwein
  • 3 EL Crème Fraîche

 

Kartoffel Lauch Suppe (11 von 20)

 

So geht’s:

1. Den Lauch waschen, putzen und ein Ringe schneiden, die Kartoffeln schälen und würfeln, den Knoblauch hacken.

Kartoffel Lauch Suppe (12 von 20)

2. Die Butter in einem großen Topf schmelzen und die Lauchringe und den Knoblauch darin anschwitzen, bis sie duften. Nun die Kartoffeln zufügen und noch einmal durchrühren, dann erst mit dem Weißwein ablöschen und etwas reduzieren lassen, anschließend die Suppe angießen und das Gemüse darin weichkochen.

Kartoffel Lauch Suppe (14 von 20)Kartoffel Lauch Suppe (15 von 20)

3. Erst die Suppe etwas überkühlen lassen, dann den Pürierstab zücken und das Süppchen sämig pürieren. Den Crême Fraîche zufügen und noch einmal mit dem Stabiler aufschäumen. Mit Croûtons bestreut servieren und andächtig schlürfen.

Kartoffel Lauch Suppe (19 von 20)

Mahlzeit!

Das hat gedauert: ca. 30 Minuten

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