Rezept: Tarte mit Blaukraut, Apfel und Feta

Meine Damen und Herren, ich weiß nicht, ob ich es schon einmal erwähnt habe, aber: Ich bin seit mittlerweile vier schönen Jahren Bezieherin der Biokiste vom Biohof Achleitner. Mittels dieser wird mir alle zwei Wochen ein große Portion Obst und Gemüse frei Haus geliefert – und mittels dieser werde ich immer wieder vor kulinarische Herausforderungen gestellt.

Blaukrauttarte (1 von 7)

Das Schöne an so einer Biokiste ist ja nicht nur, dass man praktisch gezwungenermaßen gesünder isst, mehr selber kocht, etwas gegen Plastikmüll tut und den Biogedanken unterstützt – man kommt auch immer wieder mit Obst- und Gemüsesorten in Berührung von deren Existenz man wahlweise bis dato nichts wusste oder um die man im Supermarkt normalerweise einen großen Bogen macht. Eine jener Gemüsesorten, bei denen mir meistens letzteres widerfährt, ist Blaukraut. Warum? Ich bin einfach jedes Mal schier überfordert, was ich mit einem ganzen Blaukrautkopf anstellen soll, wenn ich nicht grad Martinigansl mit Rotkraut für 20 Personen koche.

blaukrauttarte collage

Aber: In der Not wird man erfinderisch, sagt man ja immer so schön. Und als dann eben eines Tages ein Prachtexemplar an Blaukrautkopf in meiner Biokiste lag, musste dieser verarbeitet werde. Meine Lieblingslösung bei Gemüseüberforderung ist übrigens aktuell jene, das Zeug einfach zu einer pikanten Tarte zu verwursten. Das geht irgendwie immer und hat bisher jedes Mal sehr gut geschmeckt. So erging es also auch dem genannten Krautkopf, der sich hier gemeinsam mit Apfel, Zwiebel und einer Schönen Hand voll Feta in auf einer Tarte räkelt. In diesen Zustand gebracht habe ich ihn übrigens folgendermaßen…

 

Man nehme:

Für den Teig:

  • 300 g Mehl
  • 150 g kalte Butter
  • 1 Ei
  • 2-3 EL kaltes Wasser
  • 3-4 Hände voll getrockneter Hülsenfrüchte (etwa Bohnen oder Kichererbsen) zum Blindbacken

 

Für die Fülle

  • 1 kleine Zwiebel
  • 1/2, kleinen Rotkrautkopf
  • 2 säuerliche Äpfel
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 1/16 l Apfelsaft
  • 1/16 l Rotwein
  • 3 EL Zucker
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Lorbeerblatt
  • 2-3 Gewürznelken
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Ei
  • 200 g Feta

 

Blaukrauttarte (2 von 7)

 

Und so geht’s:

  1. Für den Teig alle genannten Zutaten schnell und möglichst kalt zu einem glattem Teig zerbröseln. Diesen in Frischhaltefolie schlagen und im Kühlschrank kalt stellen.
  2. In der Zwischenzeit die Zwiebel fein hacken, die Äpfel reiben und das Rotkraut nudelig schneiden.
  3. Den Zwiebel in Pflanzenöl glasig andünsten, Kraut und Äpfel zugeben und kurz mitdünsten, dann mit Rotwein und Apfelsaft ablöschen, Lorbeer, Nelken und Zimt zugeben und das Kraut weichgaren. Das dauert etwa 25 Minuten.
  4. Das Rotkraut mit Salz und Pfeffer abschmecken, Nelken und Lorbeerblatt entfernen und auskühlen lassen.
  5. Nun den Mürbteig aus dem Kühlschrank nehmen, ausrollen und eine Tarteform damit auskleiden. Den Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen und mit den getrockneten Hülsefrüchten füllen. bei 180°C im Backrohr für ca. 8 Minuten blindbacken. Die Hülsenfrüchte verhindern dabei, dass sich der Tarteboden wölbt und werden nach dem Blindbacken entfernt.
  6. Ist das Apfelrotkraut ausgekühlt, das Ei unterheben und die Fülle in den vorgebackenen Tarteboden streichen. Für 5 Minuten bei 180°C backen.
  7. Anschließend die Tarte wieder aus dem Rohr nehmen, den Feta über die Rotkrautmasse krümeln und weitere 10-15 Minuten backen, bis der Feta goldbraun ist.
  8. Mahlzeit!


Blaukrauttarte (6 von 7)

 

PS: Wer wissen mag, wie es beim Biohof Achleitner eigentlich so ausschaut, könnte das bei Kathi nachlesen!

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