27 Zeichen, dass du endlich mit Salzburg Frieden geschlossen hast.

Herrschaften, es ist soweit: Ich wohne seit relativ genau 10 Jahren in Salzburg.

Obwohl ich mit einem kleinen Schrecken hier angekommen bin (ich mein, wer nicht, siehe: Kaffeehauspreise, Buszeiten und die Getreidegasse im August) und ich durchaus einige Zeit gebraucht hab, mich zu akklimatisieren, bin ich irgendwann von “hier werd ich nicht alt” zu “gekommen, um zu bleiben” gelangt. Offensichtlich, denn sonst würdest du nicht gerade diese Seite hier lesen.  Zeit also, Bilanz zu ziehen und zu überlegen, was ich eigentlich gelernt hab in meinem Salzburger Jahrzehnt. Ohne lange Umschweife: Hier ist meine Liste von 27 Dingen, die einem bestimmt in Fleisch und Blut übergangen sind, wenn man schon ein Zeitl an der Salzach wohnt:

 

  1. Deine Frisur ist so coiffiert, dass sie jedem Schnürlregen problemlos standhält.
  2. Du hast einerseits akzeptiert, dass ein Kaffee in der Altstadt 5 Euro kosten kann, weißt aber gleichzeitig, wo es ihn billiger gibt.
  3. Von A nach B kommst du ausschließlich mit dem Radl – und du findest blind zu allen Radl-Servicestellen des Magistrats.
  4. Von April bis Oktober machst du einen weiten Bogen um die Getreidegasse. Und im August um die gesamte Altstadt.
  5. Du weißt bereits, dass der Rainermarsch nicht die Salzburger Landeshymne ist.
  6. Deine Technik im Touristenslalom ist ÖSV-Kadertauglich.
  7. Du meidest mit Erfolg sämtliche Lokale, die ihre Gerichte per Foto anpreisen.
  8. Du warst schon in sämtlichen Segabars – und kennst sie sogar auseinander.
  9. Ein Knirps ist der natürliche Bestandteil deines Gepäcks, sobald du die Wohnung verlässt.
  10. Du hängst als Fotobomb in etwa 500 internationalen Wohnzimmern.
  11. Du besuchst die Schranne nicht mehr nach 8 Uhr.
  12. Dir wurde schon mindestens ein Fahrrad gestohlen..
  13. Du kennst zumindest drei Lokale, in denen du nach Mitternacht noch etwas zum Beißen kriegst.
  14. Du weißt, welcher Stadtteil mit “Dirty L-Town” gemeint ist.
  15. Du kennst zumindest 3 Restaurant-Klos in der Altstadt, die du besuchen kannst, ohne etwas zu konsumieren.
  16. Orte, an denen man dich nie sieht: Der Mozartkugel-Spar in Mozarts Geburtshaus, der All-Year-Christmas-Shop und der Sitz eines Soud of Music-Busses.
  17. Du kannst dich noch an die Zeit erinnern, als die Currys beim Indigo noch unter 5 Euro gekostet haben.
  18. Und als es noch nicht “myIndigo” hieß, sondern einfach “Indigo”.
  19. Du weißt, warum das Landestheater immer in unterschiedlichen Farben beleuchtet wird.
  20. Du kennst den Unterschied zwischen der „echten“ und der „originalen“ Mozartkugel.
  21. Den Fehler, an Parfums namens „Amadeus“ und „Mozart“ (aka Nuttendiesel) zu schnuppern, hast du nur ein mal begangen.
  22. Du weißt, unter welchen Umständen man des Nachts den Rosenhügel besucht.
  23. Du hast schon zumindest 4 Erhöhungen der Buspreise seufzend abgewunken.
  24. Du weißt, warum es in Leopoldskron Flamingos gibt.
  25. Du kennst die korrekte Aussprache von „Kaigasse“ und „Saint Julien-Straße“.
  26. Du hebst keine Augenbraue mehr, wenn du am Rahmen Ficker vorbeigehst.
  27. Du weißt, wo sich der Jazzkeller befindet. Vielleicht warst du sogar schon einmal drin.
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