Rezept: Selleriesuppe mit Spinat und karamellisierten Radieschen

Herbstzeit ist Suppenzeit! Und in diesem Jahr kommen in den herbstlichen Suppen besonders narrische Zutaten zum Tragen. Als ich vergangenes Wochenende den mütterlichen Garten besucht habe, wurden dort immer noch Himbeeren geerntet – Mitte November! Beim Blick aufs Thermometer liest man schließlich immer noch verwunderliche 20 Grad und mehr. Wen wundert es also, dass die Gute Güte und schätzungsweise jeder und jede Zweite in ihrem Bekanntenkreis aktuell von feinster Föhnmigräne geplant werden, bei diesem warmen Wetter und den lauen Lüftchen. Da überrascht es auch nicht besonders, wenn in der wöchentlichen Biokiste immer noch Radieschen daherkommen, neben dem Kürbis, dem Sellerie und all dem anderen Herbstgemüse, das aktuell geerntet wird.

Stangensellerie-Spinatsuppe grüner (1 von 4)
Radieschen gehören ja zu jenen Gewächsen, denen ich eher mit dezenter Abscheu gegenüberstehe. In dieser Suppe habe ich sie aber in auch für mich essbare Form verpackt – die Biester werden nämlich karamellisiert und damit unschädlich gemacht. Gemeinsam mit der grasgrünen Suppe schaffen sie einen Farbkontrast, der eigentlich eher an Frühling erinnert, als an den Herbst. Und irgendwie passt das auch zum aktuellen Wetter – schließlich treiben mancherorts die Bäume schon wieder aus.

 

Man nehme (für 4 Personen):

Für die Suppe:

  • 2 EL Pflanzenöl
  • 1 kleine Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 300 g Stangensellerie
  • 150 g Blattspinat (gerne tiefgekühlt)
  • 1/8 l Weißwein
  • 500 ml Gemüsefond
  • 100 ml Schlagobers
  • Salz und Pfeffer

 

Für die karamellisierten Radieschen

  • 1 EL Pflanzenöl
  • 2-3 EL Kristallzucker
  • 4-5 Radieschen

 

Und so gehts:

  1. Zwiebel und Knoblauch fein hacken, den Stangensellerie waschen, putzen und würfeln, den Spinat verlesen und säubern.
  2. Das Pflanzenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig anschwitzen.
  3. Den Knoblauch zugeben und kurz mitrösten, dann den Stangensellerie und den Spinat beifügen und noch einmal gut durchschmurgeln
  4. Mit dem Weißwein aufgießen und etwas reduzieren lassen, anschließend den Gemüsefond zugießen und etwa 20 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.
  5. In der Zwischenzeit die karamellisierten Radieschen zubereiten. Dazu die Radieschen mit dem Küchenhobel in feine Scheiben hobeln und diese in Kristallzucker wenden. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die gezuckerten Radieschenscheiben darin anbraten, bis sie eine goldige Farbe annehmen.
  6. Ist das Suppengemüse weichgekocht, den Topf vom Herd nehmen und die Suppe pürieren. Den Schlagobers beifügen und noch einmal aufrühren.
  7. Mit Salz und Pfeffer würzen und gemeinsam mit den karamellisierten Radieschenscheiben anrichten.


Stangensellerie-Spinatsuppe grüner (4 von 4)

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