Rezept: Das Apropos Kochbuch. Und “Spaghetti einmal anders” von Rolf.

Ab und zu vergessen wir einfach, wie gut wir es haben. Wir haben ein Dach über dem Kopf, ein geregeltes Arbeitsverhältnis und einen festen Wohnsitz und müssen uns keine Gedanken um unsere nächste Mahlzeit machen. Sobald man aber in Salzburgs Straßen unterwegs ist, begegnet man Menschen, die weniger Glück gehabt haben im Leben, die obdachlos sind, wohnungslos, auf Almosen oder Spenden angewiesen oder langzeitarbeitslos. Diesen Menschen, die nicht oft genug und nicht deutlich genug gehört werden, gibt die Salzburger Straßenzeitung eine Stimme. Die Apropos, die bereits seit 1997 erscheint, ist ein soziales Zeitungsprojekt, das Menschen in sozialen Schwierigkeiten hilft, sich selbst zu helfen. Gestaltet wird die monatlich erscheinende Zeitung nicht nur von professionellen JournalistInnen, sondern auch von Obdachlosen, SozialhilfeempfängerInnen – und den VerkäuferInnen der Apropos, die man in ihren schwarzen Apropos-Jacken vielerorts im Salzburger Straßengeschehen antrifft.

Apropos (1 von 6)
Um die Welt der Apropos ein klein wenig kennen zu lernen, haben wir uns zu einem kleinen Bloggerteam zusammengefunden um ein paar Facetten der Salzburger Straßenzeitung etwas näher zu erkunden.

Eva und Matthias von Fräulein Floras Favourite Hangouts sind dazu für einen Tag in die Haut und in die Jacke der Apropos Verkäuferinnen und Verkäufer geschlüpft und berichten, wie es sich anfühlt, mit einem Stapel Zeitungen in der Hand in der Linzergasse zu stehen.

Sonja von Ginger in the Basement und meine Wenigkeit haben uns als Foodbloggerinnen hingegen damit auseinandergesetzt, was Essen und Genuss für Menschen bedeuten, die mit wenig Geld auskommen müssen. Unsere Stein des Anstoßes dabei: Die beiden Apropos Straßenkochbücher.

Die Hauptdarsteller der beiden Apropos-Rezeptbände sind die Verkäuferinnen und Verkäufer der Straßenzeitung und sie verraten darin nicht nur ihre liebsten Rezepte für kleines Geld, sondern erklären auch, wie sie die Themen Essen und Genuss sehen, erzählen ihre Biografie und schenken dem Kochbuch ihr Gesicht.

Insgesamt sechs Damen und Herren aus dem Apropos-Verkauftsteam sind in der ersten, der pinken Ausgabe des Apropos-Kochbuchs mit ihren Rezepten, Biografien und Gedanken vertreten. Einen von ihnen habe ich mir samt Rezept für diesen Beitrag ausgesucht: Rolf Sprengel nämlich, dessen Rezept für “Spaghetti einmal anders” ich hier ein wenig abgewandelt habe.

Apropos (4 von 6)

 

 

Man nehme (für 2 Personen):

  • 150 g Bandnudeln
  • 1 Jungzwiebel
  • 2 Hand voll Kirschtomaten
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 kleine Zucchini
  • 1 kleine Chilischote
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 EL Tomatenmark
  • Salz und Pfeffer

 

Und so wird’s gemacht:

  1. Jungzwiebel, Chili und Knoblauch fein hacken, die Kirschtomaten vierteln, die Zucchini mit dem Sparschäler in Streifen hobeln, die etwa die Größe und Länge der Bandnudeln haben.
  2. Die Nudeln al dente kochen.
  3. Das Olivenöl in der Pfanne heiß werden lassen und die Jungzwiebel und den Knoblauch darin anschwitzen. Zucchini, Tomaten und Chili beigeben und mitrösten, anschließen ein wenig Wasser und das Tomatenmark unterrühren und das Gemüse noch etwas weiterschmurgeln, bis es bissfest ist.
  4. Mit Salz und Pfeffer würzen und die Bandnudeln unterheben.

Mahlzeit!

 

Apropos (5 von 6)

Rolfs Geschichte und weitere Rezepte aus seiner Feder sind im pinken Apropos Kochbuch nachzulesen.

Erhältlich ist um den Betrag von 8 Euro im Apropos-Büro – der Kaufbetrag unterstützt die Arbeit der Salzburger Straßenzeitung. Wer eines haben möchte, schickt dem Apropos-Team einfach ein Email.

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