Rezept: Asiatische Hühnersuppe. Gut gegen Männerschnupfen.

Hände hoch, wer ist noch gerade kränklich? Irgendwie sind gerade Büro, Wohnung, Obus und praktisch jedes Meeting in das man stolpert, ein einziges Siechenlager voller Taschentücher und Nasivin. Ungefähr so, als ob praktisch jeder Bewohner (m/w) Mitteleuropas jedes Jahr wieder vom herbstlichen Kälteeinbruch überrascht und anschließend mit lebensbedrohlichen Männerschnupfen auf der Couch darniederliegen würde. Ich übrigens auch. Hust.

In praktisch allen Kinderfilmen, die ich in meinen infantilen Phasen konsumiere, kocht die Mama, die Köchin, der Papa oder eine sonstige Autoritätsperson in solchen Fällen Hühnersuppe. Ich hab immer noch keine wirkliche Ahnung, warum ausgerechnet Hühnersuppe so gut gegen Erkältungen helfen soll, aber nachdem das schon bei Erich Kästner so ist, muss es wohl stimmen.

Meine Version ist neben dem Huhn auch noch mit reichlich Ingwer ausgestattet (der ja erwiesenermaßen nicht ungünstig sein soll, im Krankheitsfall) und schmeckt ganz schön und ein bisschen asiatisch. Und gemacht wird sie folgendermaßen:

Hühnersuppe (1 von 3)

Man nehme:

  • 1/2 kg Bio-Hühnerteile
  • 1 daumenlanges stück Ingwer
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 2-3 Zehen Knoblauch
  • 1 EL Pfefferkörner
  • 1 Stk. Sternanis
  • Sojasauce, Reiswein und Sesamöl
  • Salz und Pfeffer
  • 4 Mie-Nudel-Nester
  • 4 Hände voll Babyspinat, zarten Pak Choi oder Mangold (zur Not tiefgekühlt)
  • 4 braune Champignons

Hühnersuppe (2 von 3)

Und so wird’s gemacht:

  1. Die Hühnerteile mit dem geputzten und in dicke Scheiben geschnittenen Ingwer, den gewaschenen Frühlingszwiebeln, den angedrückten Knoblauchzehen, den Pfefferkörnern und dem Sternanis in einen Kochtopf verfrachten und so lange Wasser angießen, bis alles gut bedeckt ist. Erfahrungsgemäß braucht man etwa 1,5 Liter.
  2. Der Topf wandert anschließend auf den Herd und köchelt dort auf kleiner Flamme etwa 2 Stunden dahin.
  3. Dann werden Grünzeug, Knoblauch und Gewürze entfernt und das Huhn aus der Suppe genommen.
  4. Das Huhn kühlt erst etwas ab, dann wird es gehäutet und das Fleisch von den Knochen gelöst.
  5. Die Suppe schmeckt man mit Sojasauce, Sesamöl, Salz und Reiswein ab.
  6. Man kocht die Nudeln, blanchiert den Spinat und hobelt die Champignons in feine Schreiben und richtet sie gemeinsam mit Fleisch und Suppe an.
  7. Mahlzeit!
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