Gastbeitrag: Wie man 24 Stunden in Wien überlebt, ohne als Tourist aufzufallen

Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich bin höchst erfreut, den allerersten Gastbeitrag in der Geschichte der Guten Güte auf der selbigen präsentieren zu dürfen! Besuchen kommt mich die wunderbare Pixi mit Milch, auf deren Blog ich bereits mit einem Beitrag über 24 Stunden in Salzburg einen Gastauftritt hinlegen durfte. Heute folgt der Rückbesuch mit Tipps, um 24 Stunden in Wien zu überleben, ohne als Tourist aufzufallen. Viel Spaß!

ab 6:30 Uhr: Flohmarkt

Eine Uhrzeit, um die man, wenn überhaupt, maximal unter der Woche aufsteht. Doch wie sagst man so schön: Der frühe Vogel fängt den Wurm. An einem schönen Samstag in Wien lohnt es sich, um diese Uhrzeit aufzustehen. Denn um 6:30 Uhr startet der Flohmarkt am Naschmarkt (U4 Station Kettenbrückengasse). Der Naschmarkt, mit seinen vielen Restaurants, Ständen und am Samstag mit dem Flohmarkt, ist zwar normalerweise ein absoluter Touristenmagnet, samstags um diese Uhrzeit wird man dort aber eher keine vorfinden. Zu dieser frühen Stunde geht’s am Flohmarkt noch gemütlicher zu und man kann in Ruhe zwischen alten Schallplatten, Büchern und Antiquitäten stöbern.

Flohmarkt

ab 8:00 Uhr: Frühstücken im Kaffeehaus

Nach der Flohmarkt-Tour geht es auf eine Melange und ein Wiener Frühstück mit Semmerl, Marmelade und einem weichgekochten Ei – oder auf was anderes Köstliches ­– ins Café Drechsler (Linke Wienzeile 22/Girardigasse 1, 1060 Wien), das direkt am Naschmarkt liegt.

Cafe-Drechsler_Fruehstueck

ab 10:45 Uhr: Durch Gumpendorf spazieren, shoppen und die Aussicht über Wien genießen

Gestärkt und voller Elan lassen wir dann den ersten Bezirk rechts neben uns liegen und spazieren gemütlich durch den sechsten Bezirk, die Gumpendorferstraße hinauf. Die Gumpendorferstraße verläuft parallel zur Mariahilferstraße und hat mittlerweile einige hippe Läden und Restaurants zu bieten. Modebegeisterte sollten unbedingt auf einen Sprung bei Anukoo Fair Fashion (österreichische Mode; Gumpendorferstraße 28, 1060 Wien) oder bei We Bandits (internationale Mode, Theobaldgasse 14, 1060 Wien) vorbeischauen. Im Corns n’Pops kann man sich noch einen Matcha Latte holen und damit gemütlich zum Haus des Meeres schlendern. Wer Zeit und Lust mitbringt, kann sich auf 10 Ebenen den Zoo ansehen. Ich empfehle aber vor allem einen Besuch der Aussichtsplattform, auf die man um 5€ pro Person auch ohne Zoobesuch darf. Einziges Manko: Man muss die 192 Stufen, die außen angebracht sind, selbst erklimmen. Aber es lohnt sich, denn die Aussicht von hier oben ist wirklich großartig.

Aussich-haus-des-meeres anukoo

ab 13:30 Uhr: Hippes Mittagessen

Wer den sechsten Bezirk schon hipp fand, wird den siebten Bezirk lieben. Dort findet man in der Zoller- Neubau- und Kirchengasse viele tolle Läden (auch von jungen Wiener Designern), Bars und Restaurants. Sehr zu empfehlen sind beispielsweise das Sapa (Lindengasse 35 / Ecke Zollergasse, 1070 Wien; mehr dazu hier. Meine Favoriten: Die vegetarischen Frühlingsrollen und das vegetarische ToBun) und das Kussmaul (Spittelberggasse 12
1070 Wien. Mehr dazu hier).

Kussmaul

ab 15 Uhr: Spazieren in kunstvoller Atmosphäre

Nach dem Mittagessen empfiehlt es sich, die wunderbare Nachmittagssonne ganz entspannt zu genießen und das Essen bei einem kleinen Spaziergang zu verdauen. Das macht man am besten am Donaukanal (Schwedenplatz oder Schottenring), bei dem es neben vielen Strandbars und Pop-Up-Lokalen im Sommer, auch immer wieder ganz wunderbare Streetart zu entdecken gibt. Und wer durstig ist kehrt einfach beim Tel Aviv Beach ein und holt sich einen Spritzer.

Donaukanal

ab 17:00 Uhr: Hot Pot essen

Das Mama Liu & Sons (Gumpendorferstraße 29, 1060 Wien) gibt es zwar schon länger, es hat sich jedoch vor ein paar Monaten erst ein neues, moderneres Konzept verpasst. Ab 17 Uhr gibt’s hier auch sogenannte Hot Pots, also ein Suppen-Fondue. Man kann aus verschiedenen Suppen und Einlagen wählen und bereitet sein Essen dann direkt am Tisch zu. Die Suppen sind groß bemessen, man kann sich hier also auch einen Pot zu zweit teilen. Wer großen Hunger hat, schafft ihn aber auch alleine. Wenn möglich, sollte man einen Tisch reservieren oder pünktlich um 17 Uhr dort sein.

mamaliuandsons-dimsum

ab 19 Uhr: Chillen im MQ

Nach dem köstlichen Abendessen spaziert man schließlich ins nahe gelegene MQ, wo man um diese Zeit bereits um einen Enzo kämpfen muss. Jaja, man muss schon einmal auf einem dieser Enzos gelegen sein, ich persönlich bevorzuge aber eher den Platz hinter dem Fotoautomaten. Apropos Fotoautomaten: Damit man den wunderbaren Tag nie vergisst, sollte man sich auf jeden Fall in den kleinen Fotoautomaten zwängen und Fotos machen lassen.

MQWien

ab 21:00 Uhr: Die besten Cocktails Wiens schlürfen

Ebenfalls auf der Gumpendorferstraße und sehr zu empfehlen ist die Eberts Bar (Gumpendorferstraße 51, 1060 Wien), bei der es meiner Meinung nach die besten Cocktails Wiens gibt. Neben neu interpretierten Klassikern gibt es immer auch eine kreativ gestaltete saisonale Karte mit wunderbar köstlichen Cocktailkreationen. Eine Empfehlung auszusprechen ist unmöglich, da man jedes Mal wieder einen anderen Cocktail probieren muss. Und einen schlechten Cocktail haben wir hier noch nie bekommen.

Symbolbild-Cocktails

ab 23:00 Uhr: Party!  

Nach den Cocktails kann man weiter ins Elektro Gönner (Mariahilferstr. 101, 1060 Wien) ziehen. Weil: Gönner geht immer! Ist es dort zu voll, spaziert man einfach weiter Richtung DonauTechno (Karl Schweighofer Gasse 10, 1070 Wien) und feiert bis 6 Uhr in der früh ab. Wer hungrig wird, kann sich dort auch in der hauseigenen Würstelbar versorgen. Praktisch!

 

Petra

Me

liebt Fotografie, Mode, Beauty, Handgemachtes, gutes Essen, Reisen und Wien und schreibt auf ihrem Blog Pixi mit Milch genau darüber. Außerdem ist sie Teil von We Love Handmade und wird demnächst mit ihrem Studio Beryll den österreichischen Blog-Markt aufmischen.

 

You May Also Like

Postkarten aus Meißen, Sachsen*

  Transparenzhinweis: Die enthaltenen Fotos entstanden im Zuge einer bezahlten Recherchereise mit/für Falstaff und der Deutschen Zentrale für Tourismus. Dieser Beitrag wurde ohne Gegenleistung verfasst. Zugegeben: Hätte ich nicht einen…
View Post