Ein Wochenende im Schloss und am Wörthersee: #meinwoerthersee

Die Gute Güte
Der Wörthersee ist für mich ein Ort voller Kindheitserinnerungen. Warum das so ist? Dazu muss ich etwas ausholen. Es ist nämlich so (und ich glaube, das hab ich tatsächlich noch nie erwähnt), dass ich über 50% Kärntner Migrationshintergrund verfüge. Väterlicherseits. Und über eine ausgedehnte Verwandtschaft, die in schönster Seenähe bei Klagenfurt residiert. Nachdem es ja in Kärnten im Allgemeinen und am Wörthersee im Besonderen immer schöneres Wetter gibt, als überall sonst auf der Welt (im Ernst, ich kann mich nicht erinnern, den Wörthersee einmal bei richtig schlechtem Wetter gesehen zu haben), wurden meine gesamte Kindheit lang die Osterfeiertage bei der Kärntner Verwandtschaft verbracht. Und manchmal auch Teile der Sommerferien. Das sind für mich Erinnerungen an Strandbäder und Minimundus, an Sonnencreme und Ostereier, an Reindling und Kasnudl und eine Rasselbande an Cousins und Cousinen.
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Außerdem ist es so, dass mich auch so eine Fernsehserie mit Kärnten-Bezug durch die Kindheit begleitet hat. Denn: Jener Teil der Kärntner Verwandtschaft, der seit Jahrzehnten im oberösterreichischen Exil lebt, war aus offensichtlichen Gründen dem “Schloss am Wörthersee” äußerst zugetan. Das regelmäßige Fernseh-Date mit Roy Black und dem gelben Schloss am See ist daher auch eine (zwar schon ein bisschen verblasste) aber trotzdem noch lebendige Kindheitserinnerung. Und das Titellied kann ich immer noch mitsingen (Na? Wer summt es schon?).
Als dann vor einiger Zeit eine Einladung von Wörthersee Tourismus in mein Postkastl geflattert kam, gemeinsam mit drei tollen Blogger-Kolleginnen ein Wochenende am See zu verbringen, war die Freude natürlich groß. Und der alte Ohrwurm von dem Lied mit dem Schloss am See war schneller da, als man “Roy Black” sagen kann. Was ich gemeinsam mit Katii, Lisa und Viki am Wörthersee erlebt habe? Das erzähle ich hier.

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So. Damit der folgende Artikel und die damit verbundene Bilderflut auch entsprechend musikalisch untermalt wird, empfehle ich, vor dem Weiterlesen den Play-Knopf bei folgendem Video zu betätigen:
Roy Black-Ein Schloss am Wörthersee-Titelmelodie

Haben das alle geschafft? Dann kann es los gehen.
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Also. Ich habe ja lange Jahre geglaubt, dass das Schlosshotel aus dem “Schloss am Wörthersee” nur im Fernsehen existiert. Ungefähr so, wie das Schloss(hotel) Ort(h), bei dem es zwar das Schloss gibt, nicht jedoch den dazugehörigen Hotelbetrieb. Umso faszinierter war ich, als ich im Zuge der freundlichen Einladung an den Wörthersee feststellen durfte, dass es das Schlosshotel Velden aus der Fernsehserie tatsächlich gibt. Und: Dass ich ein Wochenende darin wohnen darf.
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Das Falkensteiner Schlosshotel Velden ist ein sehr mondäner und stilvoller Fünf-Sterne-Betrieb. Die Zimmer sind elegant in Cremetönen eingerichtet, die Betten so gemütlich, dass ich am ersten Tag gleich verschlafen habe (*hust*) und das Essen wirklich ausgezeichnet. Und: Obwohl der Betrieb eindeutig der Luxusklasse zuzuordnen ist, fühlt man sich als Gast, der eher selten Häuser dieses Formats beehrt, nicht einen Moment lang unwohl, sondern stets höchst willkommen. Das großartige Personal macht’s. Also: Wer sich einmal eine oder ein paar wunderbare Nächte in einem glanzvollen Haus direkt am Wasser gönnen möchte: Bitte gerne hier.

Das klingt jetzt irgendwie dekadent? Dazu muss ich sagen, dass ich mir persönlich viel lieber einen derartigen Urlaub leiste, als etwa eine Woche Cluburlaub auf den Kanaren. Man wohnt unter Garantie schöner, legt weniger Kilometer zurück (die Umwelt!) und gibt dabei gleich viel Geld aus. Obwohl man im Luxus-Segment unterwegs ist. Und: Man gönnt sich ja sonst nichts.

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Zurück aber zu meinem Zimmer. Dieses hatte nicht nur einen wunderschönen Ausblick auf den Schlossgarten (zwei Bilder weiter oben zu bewundern), sondern auch das großartigste Hotel-Badezimmer, das ich bisher bewohnen durfte. Bitte, im Spiegel war ein Fernseher eingelassen. Zähne putzen und parallel die Simpsons schauen, that’s the life.
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Zum Hotel gehört außerdem der mondäne Acquapura Spa, den ich aufgrund der Dichte unseres Wochenendprogramms leider nicht von innen gesehen habe – von außen gesehen wirkt er jedoch recht spektakulär.
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So, nun aber zum Ablauf unseres Aufenthalts. Nachdem wir eingecheckt und unsere Zimmer bezogen hatten, wurden wir gleich ins Restaurant des Schlosshotels entführt, wo ein viergängiges Menü mit Weinbegleitung auf uns wartete.

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Das Gourmet Restaurant Schlossstern ist genauso stilvoll, aber entspannt, wie das Schlosshotel selbst, mit aufmerksamem, sehr angenehmem Service und köstlichem Essen – mein Highlight waren die Dessertvariationen von Sauerrahm und Rhabarber. Zum Reinlegen gut.
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Hier hebt Katii gerade das Glas, um auf unseren gemeinsamen Aufenthalt anzustoßen. Generell war es eine ganz neue und richtig angenehme Erfahrung, mit anderen Bloggerinnen unterwegs zu sein. Endlich einmal nicht der einzige Freak sein, der bei jedem Gang wieder die Kamera zückt und sich auf der Suche nach dem Optimalen Fotowinkel den Hals verrenkt.

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Am nächsten Morgen gingen die kulinarischen Sensationen gleich weiter – das Frühstücksbuffet der Götter wartete auf uns. Ehrlich, ich wüsste nicht, was es dort noch hätte geben können. Verschiedenste Eiervariationen, Pancakes, regionale Spezialitäten, alles Erdenkliche an Gebäck, Käse, Fisch und Fleisch, frisch gepresste Säfte, Sekt und Obst – die Auswahl wäre auch für eine Woche zu viel gewesen.
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Nach dem Frühstück ging es zu meinem persönlichen Lieblings-Ausflugsziel in Kärnten, nämlich nach Minimundus. Kindheitserinnerung pur! Wer Minimundus nicht kenn (gibt’s da jemanden?) hier eine kleine Erklärung: Minimundus ist ein Erlebnispark, in dem berühmte Gebäude aus aller Welt im Maßstab 1:25 und damit in Miniaturform ausgestellt werden. Man spaziert also vom Taj Mahl zum Tower of London und vom Abu Simbel zu Schloss Neuschwanstein, dazwischen drehen Miniaturzüge und Boote ihre Runden. Und alles ist so unglaublich detailverliebt! Eine kleine Bilderflut gefällig? bitte sehr.
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Habe ich eigentlich schon erwähnt, wie gut das Wetter war? Es war sogar für Kärntner Verhältnisse richtig schön. So, mit blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein.Ganz abgesehen von den blühenden Kirschbäumen und den Magnolien.
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Nach unserer kleinen Weltreise war die nächste Station das Mittagessen in der Villa Lido, genauer gesagt auf der Sonnenterrasse der Villa Lido, mit wunderbarem Blick auf den Wörthersee.

Natürlich mussten vorher noch gebührend Fotos gemacht werden, von Promenade und Bucht, Booten und Stegen.

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In der Villa Lido gab es mediterranes Flair, Pasta, Salate (und ein paar Aperol Spritzer, schließlich war Wochenende) und vor allem: viel Sonne auf der Terrasse.

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So. Und hier muss ich jetzt einen Zeitsprung machen, weil: Was wir am Samstagabend unternommen haben, das ist einen eigenen Blogpost wert. Wer mir auf Instagram folgt, wird wahrscheinlich schon wissen, was ich meine. Ein wahrlich denkwürdiger Abend. Details dazu folgen.
Am nächsten Tag mussten wir uns leider schon wieder vom Traumhotel am See verabschieden. Großes Seufzen. Eigentlich hätten wir ja bereits Pläne geschmiedet, uns in Kleiderschränken oder unter dem Bett zu verstecken, um länger bleiben zu können. So, im Poltergeist-Stil.
Jedoch war das Tagesprogramm für Sonntag auch bei weitem nicht zu verachten: Es ging auf den Pyramidenkogel. Und auf den dortigen, sehr spektakulären Aussichtsturm.
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Dort führt eine beeindruckende Treppenkonstruktion auf die Aussichtsplattformen an der Spitze – Faule (wie wir) können allerdings auch den Panoramalift benutzen, der so schnell nach oben düst, dass man durchaus etwas schwindelig werden könnte.
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Oben angekommen offenbart sich ein absolut spektakulärer Panoramablick über den ganzen Wörthersee. Wirklich – der Ausblick ist fantastisch. Und: Das großartige Wetter tat das Seinige dazu.

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Wer schließlich wieder nach unten will, hat die Qual der Wahl: Treppe, Lift – oder Rutsche. Eine schier endlos lange Röhrenrutsche bringt Turmbesteiger in null Komma nichts wieder auf den Boden der Tatsachen. Und diese kreischen wie am Spieß. Nachdem die Gute Güte ein Angsthase ist, hat sie sich nicht über die Rutschpartie drübergetraut, Katii, die über etwas mehr Mumm verfügt, hatte jedoch Spaß an der Sache. Und demnach wird die Rutsche das nächste Mal bestimmt ausprobiert. Weil: Ein nächstes Mal wird es bestimmt geben!
Ich bedanke mich sehr sehr herzlich bei Wörthersee Tourismus für die freundliche Einladung und drei unvergessliche Tage – und bei Viki, Lisa und Katii für die tolle gemeinsame Zeit!
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