Rezept: Cherry Pie à la Twin Peaks

Ok. Jetzt kommt das Geständnis: Ich hab mein Lebtag noch nie Twin Peaks gesehen. There I said it. Und vermutlich muss ich mich deswegen schämen. Ich weiß bloß, dass da der Bürgermeister aus Portlandia mitspielt. Und wer jetzt nicht weiß, was das ist, der sollte sich bitte auch schämen. Eigentlich.
Cherry Pie (4 von 11)-2
Aber: Wenn es nach (halbwegs) erfolgreich verbloggtem Film-Rezept eine Leser-Anfrage nach einem weiteren gibt, dann freut man sich erst mal. Und dann macht man das gefälligst. Und so entsteht zu Beispiel ein Kirschkuchen aus einer amerikanischen Fernseh-Serie, von der man noch nicht einmal den Trailer gesehen hat. Schmecken tut er trotzdem. Und so wird er gemacht:

Cherry Pie (5 von 11)-2
Ok, vielleicht doch noch ein paar weitere, einleitende Worte. Solche amerikanischen Pasteten-Kuchen, wie dieser Cherry Pie haben mich ja schon fasziniert, seit ich das erste Mal Schneewittchen von Disney gesehen hab. Die Szene, in der die Vöglechen den Apfelkuchen mit Mürbteigstreifen eindecken? Wie UNHYGIENISCH! Jedenfalls wollte ich schon immer mal so einen produzieren. Und hab es – irgendwie – bisher noch nie gemacht. Das Eindecken des Kuchens braucht tatsächlich etwas Übung (daher wahrscheinlich die Vögelchen), aber mit etwas gutem Mut und Fingerspitzengefühl geht das schon. Und im Zweifelsfall schmeckt er auch dann gut, der Cherry Pie, wenn er nicht perfekt eingedeckt ist.
So. Aber nun wirklich zum Rezept. Ich hab mich übrigens an diesem hier orientiert und es für die kirscharme Jahreszeit angepasst.
Cherry Pie (6 von 11)

Cherry Pie (3 von 11)

Man nehme (für eine mittelgroße Napfform):

Für den Teig
  • 1 großes Ei
  • 150 g kalte Butter in Stücken
  • 200 g Mehl
  • 30 g Staubzucker
  • 1 EL Wasser

 

Für die Füllung
  • 1 großes Glas gezuckerte, eingelegte Kirschen, abgetropft (den Saft auffangen)
  • 1 Glas Kirschsaft
  • 3-4 EL Maisstärke
  • Schale 1 unbehandelten Zitrone
  • Zitronensaft zum Abschmecken

 

Dauer: ca. 1 Stunde

Cherry Pie (8 von 11)

So geht’s:

Für den Teig alle Zutaten schnell zu einem glatten Teig verkneten, in Frischhaltefolie schlagen und ab damit in den Kühlschrank. Und, wenn man schon dabei ist, das Backrohr auf 180°C vorheizen.
Die Füllung ist ganz schnell gemacht. Dazu vom Kirschsaft ein paar Esslöffel in eine Schale schöpfen und mit der Stärke glattrühren. Die Kirschen und den verbleibenden Kirschsaft in einen Topf verfrachten und kurz aufkochen lassen. Mit Zitronensaft und -schale abschmecken. Nun eine Schneebesen zur Hand nehmen und das gut verrührte Saft-Stärke-Gemisch in die Kirschen einrühren. Unter Rühren noch einmal aufkochen lassen, bis es beginnt einzudicken, dann den Topf vom Herd nehmen.
Cherry Pie (10 von 11)
Nun geht’s ans Zusammensetzen: Dazu den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und halbieren. Jede Hälfte flach ausrollen, wenn der Teig klebt, noch etwas Mehl unterkneten. Er sollte etwas dicker als eine 2-Euro-Münze sein. Mit der einen Teigplatte die Kuchenform auskleiden (wenn sie beschichtet ist, geht das einfach so, sollte sie nicht beschichtet sein erst ausfetten) und die Kirschfüllung drin platzieren.  mit der zweiten Teigplatte den Kuchen bedecken und überstehende Ränder abschneiden. Aus den Teigrestln könnte man jetzt noch lustige Formen ausstechen (z.B. Katzen) und damit den Kuchen verzieren.
Auf jeden Fall kommt der Kuchen jetzt ins vorgeheizte Rohr und bleibt dort für etwa 20-25 Minuten. Eben solange, bis die Kruste goldig braun ist.
Auskühlen lassen und verspeisen. Vielleicht mit Schlagobers oder Vanilleeis (dann noch lauwarm).

Cherry Pie (2 von 11)

Cherry Pie (11 von 11)
Oh: Und weil ich schon mal gefragt wurde: Der gläserne Milchkarton ist von Bloomingville.
You May Also Like