DIY: Polster bedrucken und bemalen, Hauptsache schön schlicht.

Habe ich schon mal erwähnt, dass aller Anfang schwer ist? Und viele Dinge nicht auf Anhieb hinhauen? Nein, ich rede nicht gerade vom vorliegenden Polster-DIY, das ist in einer guten Stunde fix und fertig (und zwar idiotensicher) – ich rede von meinem Wohnzimmer. Ich bin ja aktuell dabei, schreiend im Kreis zu hüpfen, weil es endlich umgestellt wird, unser Wohnzimmer. Und: Ich gebe zu: Das ist schon unser dritter Versuch. Übrigens – die Couch, auf der ich diese Polster hier fotografiert habe, ist nicht meine Wohnzimmercouch, sondern unsere Schlafcouch für Gäste. Und die steht im Esszimmer. Hab ich DAS eigentlich schon mal erwähnt?

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Aber zurück zum Thema: Ich habe mein Wohnzimmer schon seit Monaten nicht mehr hergezeigt, weil es immer in einem etwas… suboptimalen Zustand war. Es ist schon immer so ein Zeichen: Sobald sich in irgendeinem Eck oder Raum in der Wohnung das Chaos beginnt anzuhäufen, ist jener Bereich nicht optimal eingerichtet. Und das Epizentrum des Chaos in unserer Bude war immer schon mein Schreibtisch. Der wurde in der Vergangenheit einfach immer so lange mit Gerümpel überhäuft, bis man ihn nicht mehr gesehen hat, anschließend wurde das sich darauf befindliche Klumpert in einer Hauruck-Aktion einmal mit der Mistgabel umgestochen. Und dann begann das Spektakel von Neuem. Meine Konsequenz daraus? Kill the Schreibtisch. Es gibt ihn mittlerweile nicht mehr. Und an seiner Stelle… ach, das verrat ich noch nicht. Schließlich muss ich ja nicht sofort mein ganzes Pulver verschießen. Die Anleitung für meine Polster (und doch noch ein paar Wörtchen über’s neue Wohnzimmer) gibt’s jetzt:

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Genau. Das Wohnzimmer. Jedenfalls sind wir nach wie vor dabei Möbel auszutauschen, Deko neu zu arrangieren und diverse Teile neu zu besorgen. Und ich freu mich schon wie der Gartenzwerg, der ich bin, auf das Endresultat. Es wird bestimmt herrlich. Und ich freue mich schon auf’s Herzeigen. Immerhin ist mein letzter Wohnzimmer-Post ÜBER EIN JAHR HER und ist noch aus Zeiten der miesen Bildqualität. Zum Schämen.

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So, aber eigentlich sollte es in diesem Artikel ja um Polster gehen. Um selbst gemachte nämlich. Weil: Meinem Konzept der Un-Farben werd ich wahrscheinlich auch im neuen Wohnzimmer treu bleiben. Und aus Vorfreude wurden kürzlich schon Polsterbezüge angefertigt. Die sind schön schlicht und schön schwarzweiß und sind im Nu gemacht. Und zwar so:

Man nehme:

  • 2 weiße Kissenbezüge aus glattem Baumwollstoff. Entweder selbstgenäht oder selbstgekauft.
  • schwarze, flüssige Textilfarbe im Glas
  • 1 kleines Stück Stempelblock und ein Messer, alternativ Moosgummi, ein Holzklötzchen, Klebstoff und eine Schere
  • Ein Stück Abwaschschwamm
  • Kreppband
  • Pinsel, Wasserglas

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Und so geht’s:

Modell Nummer 1 (mit Rechtecken bedruckt) entsteht folgendermaßen:

Zuerst einfach den Stempelblock mit dem Messer in eine rechteckige Form schneiden oder ein Rechteck in der gewünschten Größe aus dem Moosgummi ausschneiden und auf das Holzklötzchen kleben. Das ist der Stempel, den wir gleich verwenden werden.
Dieser wird einfach mittels Pinsel dünn mit schwarzer Textilfarbe eingestrichen und in regelmäßigen Abständen auf den Bezug gepresst. Und zwar wird dabei der Stempel nach einem Mal Mit-Farbe-Einstreichen mehrmals abgedruckt. So entsteht der unregelmäßige Effekt. Und: Das ist auch schon der ganze Zauber.
Die Farbe muss nun nur noch trocknen, anschließend wird der Kissenbezug gebügelt, um die Farbe zu fixieren.

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Für Modell Nummer 2 (das mit den Bergen) machen wir folgendes:

Mit dem Kreppband wird der erste Berg auf dem Polster abgeklebt, einfach ein Dreieck, wobei die schmalsten Bergseite an der Polsterkante endet (Wer will, kann auch schon einen zweiten Berg abkleben – siehe unten –  damit man sich schon vorstellen kann, wohin der zweite kommt. Das Kreppband muss aber nach Bemalung des ersten Bergs wieder abgezogen werden).
Dann schnappen wir uns unseren Küchenschwamm und tränken ihn in Textilfarbe. Mit diesem wird dann die Innenform des Dreieck-Bergs abgetupft, und zwar so, dass nach unten hin immer weniger Farbe auf dem Schwamm ist. So entsteht dieser Fade-Out-Effekt. Sind wir fertig, darf Berg 1 trocknen.
Hat er das geschafft, wird vorsichtig das Kreppband abgezogen.
Nun werden für den zweiten Berg die Schritte 1-3 wiederholt.
Und für den dritten auch
Ist alles trocken, wird der Kissenbezug noch sorgfältig gebügelt um die Farbe zu fixieren.
Fertig.

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So. Die Inspiration für den Bergepolster kommt übrigens aus dem Buch “Drucksache!” von Jenny McCabe. Dort sieht das Polsterexemplar zwar grundanders aus, die Technik ist aber eine sehr ähnliche. Generell kann ich das Buch übrigens empfehlen – sehr viele schöne Inspirationen.
Und nun noch ein Bild von der Gesamtsituation. Gefällt’s euch?

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