Menschen mit guten Frisuren. Das STUCK! Festival 2014.

Transparenzhinweis: Mir wurde vom Rockhouse freundlicherweise ein Ticket samt Fotoerlaubnis kostenlos zur Verfügung gestellt.
Ich bin als Konzert-Besucherin irgendwie ein zweifelhaftes Subjekt. Weil: Die Gute Güte tanzt nicht einmal dann, wenn sie weiß, wo sie ihr Glas abstellen soll. Rhytmisches Einfuß-Stampfen ist da meistens das Höchste der Gefühle. In dieser Hinsicht besteht bei meiner Wenigkeit eine gewisse Seelenverwandtschaft mit Oma Wetterwachs. Oder Pinocchio. Sowohl, was Geisteshaltung, als auch was Körperkontrolle anbelangt. Am STUCK!, das ein wunderbares Festival für feine Musik verschiedenster Macharten ist (und über das ich da schon geschrieben hab), habe ich mich trotz hopsender Menschenmengen, zuckenden Tanzbeinen und animierendem Bühnenvolk ganz besonders wohl gefühlt. Und war dabei irgendwie ganz wunderlich.

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Zudem präsentiere ich im Rahmen meines STUCK!-Besuchs meine Premiere in der Konzert-Fotografie und ihre durchwachsenen Ergebnisse (ALL! DIESE FARBEN!). Und: Wie bereits geschildert, bin ich im Schreiben über Musik etwas … unbeholfen. Daher konzentriere ich mich in diesem, meinem kleinen Nachbericht, lieber auf ein Terrain, auf dem ich mich zumindest ein klein Wenig sicherer fühle: gute Frisuren. Und davon gab es am STUCK! reichlich. Außerdem: Girl-Keyboarder. Auch reichlich. Hier also meine subjektiven und frisurenlastigen Eindrücke vom STUCK! 2014, das mir ganz besonders viel Freude gemacht hat.

Tag 1

 

Eröffnungs-Act an Tag 1 waren die heimvorteiligen Helmut Bergers, mit sehr feiner Musik mit Gitarren, dem ersten Girl-Keyboarder des Wochenendes (nicht im Bild, falls sich wer wundert) und dem schönsten Band-Namen des Festivals. Man schunkelt sich ungewohnterweise bereits ein. Die Kamera gewöhnt sich an ihre unbekannte Rolle in der Festival-Dokumentation und verwackelt noch ein wenig. Ähem. Die Frisuren legen sanft vor. Steigerungspotenzial, vor allem im Tollen-Bereich.

 

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Girl-Keyboarder Nummer 2 schenkt uns His Clancyness, mit manly manligen ‘staches und kleidsamen Hawaiihemden. Die lockig-fluffige Tolle ihrer Clancygkeit weiß auf ganzer Linie zu überzeugen. Man wippt.
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Die Benchmark in puncto weiblicher Haarpracht setzt Claire mit peitschendem Pferdeschwanz und rhythmischem Head-Gebange. Nicht nur dank des schönen Stroboskops Favorit von Tag eins. Auffallend auch das Fehlen des Keyboard-Girls und dessen Ersatz durch Keyboard-Boy. Man zappelt deutlich merkbar im Takt. Wo soll das nur hinführen?

 

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Dena, die als nächstes kommt, kann nicht nur besonders schön singen und Keyboard-Girl spielen, sondern auch besonders gut hampeln und haxeln. Die gezeigten sind die einzigen zwei der etwa 150 gemachten Fotos, auf denen Frau Dena nicht nur als grünberockter, dynamisch hopsender Schemen zu erkennen ist. Diese Moves! Auch hier wippt man mit. Sollte man sich nicht zusammenreissen?

 

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Die Kamera-Beherrschung nimmt bei EFFI schließlich Formen an. Sicherer Griff, kaum Wackelei. Ach, so ein schönes Keyboard-Girl!  Ach, so schöne Lieder, die Ohrwürmer pflanzen, die auch drei Tage später noch leben! In bis dato unbekannter Enthemmung beginnt man bereits mitzusummen. Schön langsam macht man sich Sorgen. In grenzenloser Sympathie für die netten EFFIs (die so freundlich für ein Foto posiert hätten, das die böse Gute Güte leider schändlich verwackelt hat) erwirbt man Tonträger. Man möchte im Übrigen darauf hinweisen, dass dieser Schritt zur Nachahmung empfohlen werden soll. Obwohl man die Frisuren in der STUCK!-Konkurrenz eher im guten Durchschnitt einordnen muss.

 

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Weiter mit den guten Frisuren geht es bei Samaris, die ein Bisschen wie Björk aussieht und ein Bisschen wie Björk klingt. Mit Klarinette halt. Besonders hervorheben möchte man den Umstand, dass hier sogar das Kleid den Frisurentrend reflektiert. Vorbildlich.

 

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Diese guten Frisuren hielten mich für Eventfotografin. Auch ok. Man hat hier ein Herz für Frisuren.

 

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Und für Frauenquote sowieso.

 

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10 Punkte Abzug gab es für Breton, weil viel zu spät angefangen und Füße schon weh, daher etwas gereizt. Dafür 10 Extrapunkte für besonders gute Frisuren mit fein ondulierten Lockentollen. Schön.

 

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Klatscht er, oder hat er ein Herz für uns? Egal. Wir mögen seine Frisur in jedem Fall.

Tag 2

Tag 2 hindert uns mit Schnürrlregen am Verlassen des werten Appartements und zwingt dazu, Olympique unter großem Jammer zu versäumen. Der Schmerz! Die Schmach! Die guten Frisuren von Fijuka sind dabei allerdings tröstend. Weil besondere Wuscheligkeit. Man hampelt unbeholfen.

 

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Weniger wuschelig und haartechnisch puristischer präsentieren sich SAY YES DOG, die, so, mir persönlich, manchmal das Bedürfnis auferlegten, mich besonders gerade hinzustellen und mich ausgiebig zu strecken. Aber das bin vielleicht nur ich. Man beachte die schönen Primärfarben.

 

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Fein geschunkelt wird bei Trümmer, die Frisuren sitzen. Und man kennt sich selbst nicht mehr.

 

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Wobei der Eindruck entsteht, dass der Trümmer-Bassist die seine bei Jamie Campbell-Bower ausgeborgt hat.
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So. Aber eigentlich wartet man den ganzen Abend schon auf Dorian Concept. Das ist dieser sympathische Herr. Das Tanzbein zuckt beträchtlich. Und man schafft es beinahe, ein vernünftiges Foto mit dem geborgten Fischauge (danke, Lorena!) zu fabrizieren.

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Soweit also meine wenig qualifizierten, aber enthusiastischen Eindrücke vom STUCK! 2014. Ich hatte eine feine Zeit und freue mich auf 2015. Und bedanke mich ganz herzlich beim Rockhouse Salzburg für die freundliche Einladung. Es war mir ein Volksfest.
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