DIY: Neue Teller braucht das Land! Experimente mit Porzellanfarbe.

Wer hier ab und zu mal reinschaut, wird wissen, dass ich so ein Faible für schwarz-weißes Zeug aller Art habe. Angefangen von Wohntextilien, bis hin zu Klamotten, Möbel und natürlich – und vor allem – Geschirr. Wer dieses Leiden teilt und sich zudem innerhalb gewisser Budgetgrenzen bewegt, weiß wahrscheinlich außerdem, dass schickes schwarz-weißes, grafisches – und vor allem – skandinavisch-designtes Geschirr meistens sündhaft teuer ist. Buhu!
Ich befinde mich seit einigen Jahren im Besitz des IKEA 365+ Speiseservices. Das ist super, sehr haltbar, sehr schlicht und jungfräulich weiß, aber auch irgendwie … fad. Nur trägt es sich zu, dass es da so eine mittelneue Geschirrserie von Marimekko gibt. Mit so ultraschicken, aquarellartigen Verläufen. Die so super ist, dass man am liebsten gleich alles davon haben würde. Nur leider gibt es damit zwei Probleme: a.) nicht ganz s/w (Was wurscht ist, weil auch so  wunderschön) und b.) Budgetgrenzen. Aber als Inspirationsquelle sind sie aber allemal tauglich die schönen Teller. Also: selbst ist die Gute Güte, man besorgt sich Porzellanfarbe, schnappt sich das IKEA Service und pinselt einfach mal drauflos. Was dabei herausgekommen ist? Bitte weiterlesen.
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Also. Porzellanfarbe auf Wasserbasis ist etwas Feines. Man kann schöne aquarellartige Verläufe damit erzeugen, sie ist – im Falle eines Fehlers – im feuchten Zustand noch vom Porzellan abwaschbar und eigentlich recht leicht anzuwenden. Nur: Auf der Tellerfläche sollte man sie eher nicht verwenden, da sie nach einer gewissen Einbrennphase zwar spülmaschinenfest ist, aber Besteckschaben eher nicht so gut erträgt. Daher dürfen damit nur Tellerränder bemalt werden. Ich habe mich auf’s Wesentliche besonnen und meinen Tellern einfach nur einen schwarzen Pinselstrich rund um den Tellerrand verpasst. Schön ombré, wie wir es gerne mögen. Und das geht so:
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Man nehme:

  • Porzellanteller, Farbe nach Wahl (nicht unbedingt das Erbservice von Oma, so, kleiner Tipp am Rande)
  • Flüssige Porzellanfarbe im Glas in Farbton nach Wahl
  • ein breiter Pinsel
  • Wasser zum Verdünnen und Auswaschen
  • Backrohr

 

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Und so geht’s:

Teller schnappen. Darauf achten, dass dieser möglichst fett- und staubfrei ist. Pinsel in Farbe tunken. Auf dem Tellerrand aufsetzen und in einem Strich eine verlaufende Linie ziehen. Dabei den Pinseldruck gegen Ende hin immer mehr verringern. Die Linie sollte nicht ganz um den halben Teller laufen.

 

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Pinsel nochmal in Farbe tunken und am gleichen Startpunkt aufsetzen. Nun die zweite Tellerhälfte auf gleiche Art und Weise bepinseln.

 

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Das Ergebnis sollte in etwa so aussehen. Zugegeben: Es braucht etwas Übung, die Linie schön verlaufend hinzubekommen. Das Gute an der Sache ist, dass sich die Farbe im feuchten Zustand vom Teller abwaschen lässt – unlimitiertes Neustartpotenzial.
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Nun die Farbe – je nach Packungsanleitung – 4 Stunden durchtrocknen lassen und anschließend im Backrohr einbrennen. Bei meiner Farbe waren das 90 Minuten bei 160°C.
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Ich habe mein Service für sechs Personen so gestaltet, dass ich je die Hälfte der Hauptspeisen- und der Dessertteller bepinselt habe. Zu kombinieren sind nun pro Person jeweils ein kleiner oder großer bemalter mit einem unbemalten Teller (siehe Bilder).
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Ganz Marimekko-Style sind wie zwar nicht, aber zufrieden bin ich trotzdem.
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