Presley, Pin Ups & Petticoats. Und zuckerlrosa Kokos-Cupcakes.

Die liebe Conny von Moment in a Jelly Jar und die liebe Mitzia von cook’n’roll haben da so einen Blogevent ausgerufen. Und mit dem hab ich eine ganz besondere Freude, denn: Es geht darin um die 50er Jahre und ihre köstlichen, ausgefallenen, hübschen und abstrusen Rezepte. Wenn ich an die kulinarischen 50er Jahre denke wandert Toast Hawaii an meinem geistigen Auge vorbei, Käseigel, diese seltsamen Pudding-Kreationen aus der Dr. Oetker-Werbung, und: diese tollen, zuckerlrosa Kokosstangerl vom Kirtag. Ui, waren die super, damals als Kind! Daher der Gedanke: Kann man sowas in Kuchen verwandeln? Bestimmt sogar. Los geht die Recherche!
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Nach ein paar Klicks quer durch’s Internet stößt man dabei auf einen ganz feinen Blog, der all jene Rezepte präsentiert, die Mama damals auch schon gemacht hat, samt der dazugehörigen Rezeptausschnitten aus irgendwelchen fifty-tastischen Zeitschriften. Und: akkurat! Es sind tatsächlich rosarote Kokos-Cupcakes vertreten, samt ausführlichem Retro-Rezept. Wie die Dinger im Original aussahen und wie ich sie nachgebastelt habe, gibt’s hier.
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Bitteschön, da ist es also, das Originalrezept, für die “Most-praised Cupcakes”. Klingt schon mal recht vielversprechend, der Teil mit dem vielgelobt. Wenn man sich dann die Zutaten für den Teig so durchliest, kann man sich das dann schon gar nicht mehr so gut vorstellen, dass sie so fantastisch sein sollen. Daher wird beschlossen, den Grundriss der schönen Cupcakes beizubehalten, den Teig jedoch nach erprobtem Rezept zu backen. Das klassische 7-Minute-Frosting bleibt bestehen und die rosaroten Kokosflocken müssen natürlich unbedingt hinauf auf meine kuchengewordenen Kirtagsstangerl. Also: los geht’s! Sie darf backen!
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Man nehme:

Für den Teig:

  • 130 g Zartbitterschokolade
  • 100 g Zucker
  • 3 EL Kakao
  • 200 ml Wasser
  • 25 g Maizena
  • 75 g Butter
  • 75 ml Öl
  • 2 Eier
  • 150 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Pkg. Vanillezucker

 

Für das Topping:

  • 2 ganz frische Eiweiß
  • 100 g Zucker
  • 1 Msp. Weinsteinbackpulver
  • Kokosraspeln
  • rote, flüssige Lebensmittelfarbe

 

 

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So geht’s:

Muffinformen ausfetten und bemehlen. Kakao, Stärke, Zucker und Wasser in einem Topf unter ständigem Rühren kurz aufkochen lassen. Butter und Schokolade im gleichen Topf schmelzen und unterrühren. Zum Schluss Öl, Mehl, Backpulver, Vanillezucker und Eier unterheben. Die Masse gleichmäßig auf die Muffinformen verteilen, dabei darauf achten, nicht zu viel Teig in die Förmchen zu füllen. Schließlich soll der Teig nicht aus der Form “herauswachsen”. Bei 150 Grad ca. 10 Minuten backen, aus der Form nehmen und auskühlen lassen.

 

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Für das Frosting die Eiweiß, den Zucker und das Weinsteinbackpulver über dem Wasserbad etwa 3 Minuten mit dem Handmixer aufschlagen, vom Herd nehmen und noch etwa 3 Minuten weiterschlagen, bis sich stabile, weiße Schneeberge bilden.

 

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Um die Kokosraspeln zu rosafizieren, den Kokos in in leeres Schraubglas füllen und ein paar Spritzer rote, flüssige Lebensmittelfarbe beifügen. Zuschrauben und so lange ordentlich schütteln, bis die die Flocken einen schönen rosatastischen Ton angenommen haben.
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Nun die Muffins mit dem Frosting verkleiden. und mit den rosa Sträuseln verzieren. Ich hab’s leider nicht so hingebracht, wie auf der fantastischen 50er-Illustration, weil das Zeug leider uuu…uuunglaublich patzig und klebrig ist. Aber auch so sehen sie ganz hübsch aus, finde ich. Also: los geht’s mit dem Kaffeeklatsch! Und ja den Petticoat nicht vergessen.

 

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PS: Der Ordnung halber muss ich festhalten, dass praktisch die ganze Ausstattung auf meinen Fotos aus den 60ern ist. Vor allem der Radio. Aber – zu meiner Verteidigung: Das Design des Kaffeeservices ist aus den swinging 50s. Und immer noch so hübsch wie damals.

 

 

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