Meine Küche. Und Diamanten aus Stroh (DIY)

Irgendwie hab ich meine Küche bisher noch nie hergezeigt. Obwohl sie in der Produktion von diversen Dingen, die ich hier so behandle, schon eine gewisse Rolle spielt. Ich weiß zwar nicht, ob es hier jemanden interessiert, mein Ceranfeld aus der Nähe zu betrachten, da die liebe Steph vom Kleinen Kuriositätenladen aber gerade eine “Behind-the-Scenes”-Aktion für Foodblogger veranstaltet, ergreife ich die Gelegenheit beim Schopf und präsentiere ein paar Fotos (Tada!). Und einige Erkenntnisse. Mehr dazu aber später.
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Und weil ich mir irgendwie blöd vorkommen würde, bloß Fotos von meinem Backrohr zu posten, gibt’s auch noch ein kleines DIY dazu. Nämlich für diese baumelnden Stroh-Deltoide da unten (siehe Fotos). Ich habe zwar gerade keine Ahnung, was ich gleich zu meinen mehr-oder-weniger-tollen Küchenfotos schreiben soll, das hat mir aber vorerst wurscht zu sein, daher lassen wir uns einfach gemeinsam überraschen.
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Ok. Das ist also meine Küche. Die ist da, wo ich immer stehe, wenn ich Fotos von meinem Esstisch mache. Das ist eine sehr wichtige und ungemein wertvolle Funktion. Eigentlich ist sie weder besonders schön noch besonders spektakulär, aber zur Wohnung gehört sie trotzdem. Aber nachdem ich doch sehr viele Stunden in ihr verbringe und ich sie eigentlich sehr gern mag, darf sie heute auch mal ins Bild.

 

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Eine Sache, die man über meine Küche wissen sollte: das Trum ist gewaltig eingequetscht zwischen einer Dachschräge und der Treppe rauf ins Wohnzimmer. Was zwei Probleme mit sich bringt.

a.) Stauraum. Der ist ziemlich rar. Daher haben wir uns einige Kreativlösungen einfallen lassen müssen,  um sämtliche Pfannen, Kochlöffel und Chips-Familienpackungen zu verstauen. Zum Beispiel diese Holzkonstruktion da gaaaanz hinten in der Nische, auf der meine Kochtöpfe stehen.
b.) Sie ist quasi-un-mö-glich zu fotografieren. Weil immer die Stiege im Weg ist. Und egal, wie gut man sie aufräumt, dank mangelnder Größe und großzügiger Verwinkeltheit schaut sie auf Fotos immer chaotisch aus. Man möge also Nachsicht mit mir üben.

 

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Der Rest des Zimmers. Den hab ich eh schon x Mal fotografiert. Da er aber leichter auf ein Foto zu bekommen ist, hab ich ihn gleich nochmal in diesen Post gepackt. Wer also nicht schon wieder meine Sesseln sehen will, schließe nun die Augen.

 

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Ich habe euch gewarnt. Siehe oben.

 

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Das sind Legofiguren. Die wohnen über meinem Herd. Ich glaube, die sind aus “Der Herr der Ringe”.

 

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Meine Kaffeemaschine. Sie macht Kaffee. Manchmal. Ab und zu saut sie mir auch die Küche ein. Und in diesem Minikommoden-Turm von IKEA wohnen meine Gewürze. Der dazu vollbrachte IKEA-Hack ist einfach erklärt: Zwei mal Minikommoden-Modell “Moppe” erwerben. Alle Schubladen entfernen. Schubladenfronten mit weißem Sprühlack behandeln. Kommodenkorpus schwarz bepinseln. Nach Trocknung Schubladen wieder schubladisieren, dabei auf die unteren beiden verzichten. Stapeln und einräumen. Fertig.

 

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Das sind Espressotassen. Wirken nur wegen Nahaufnahme so groß. Oh, bin ich heute textlich kreativ.

 

Ich beende nun meinen Schmach im Küchenfoto-Kommentarbereich und fahre fort mit meiner DIY-Anleitung für diese Strohdinger. Meine Kurzrecherche hat ergeben, dass sie eigentlich eine traditionelle skandinavische Weihnachtsbastelei namens “Himmeli” wären. Das ist mir aber wurscht und ich hänge sie mir trotzdem in die Küche. Vor dem Start noch ein Hinweis: die Dinger sehen mordskompliziert aus, sind aber eignetlich sehr einfach zu basteln. Also: los geht’s!

 

Man nehme:

  • Strohhalme. Entwede echte, also natürliche (gibt’s im Bastelladen) oder Trinkhalme aus Plastik, Farbe nach Wahl
  • Holzperlen in verschiedener Größe, Farbkombination nach Wahl
  • Faden, farblich möglichst nahe an Stroh und Perlen, hier weiß
  • Eine Stopfnadel
  • Schere und Lineal
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So geht’s:

Wie gesagt, die Prozedur ist im Prinzip idiotensicher, wenn man halt weiß wie’s geht. Daher gibt es heute exklusiv ein total detailliertes Foto-Tutorial. Viel Spaß!
1. Gleich lange Stücke von den Strohhalmen abschneiden. Für einen Diamanten braucht man 12 Stück, ich hab meine jeweils 4,5 cm lang gemacht. Dabei aufpassen: Naturstrohhalme springen leicht und dann werden sie unbrauchbar.
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2. Faden großzügig abschneiden. Etwa einen Meter, so Daumen mal Pi. Ersten Strohhalmteil auffädeln.
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3. Noch zwei Strohhalmteile auffädeln. Es sind nun drei am Faden.
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4. Die Strohhalmteile zusammenschieben.
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5. Die Strohhalmteile zu einem Dreieck anordnen und mit einem Doppelknopf zusammenbinden. Und zwar so, dass es ein sehr langes Fadenende auf der einen Seite gibt und ein eher kurzes, auf der anderen Seite.
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6. Zwei weitere Strohhalmteile auffädeln.
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7. Zum ersten Dreieck dazuschieben und festknoten.
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8. Ergebnis sind zwei Dreiecke.
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9. Prozedur wiederholen. Wir haben nun drei Dreiecke.
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10. Prozedur wiederholen. Wir haben nun vier Dreiecke.
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11. Prozedur wiederholen. Wir haben nun fünf Dreiecke.
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12. Nun noch ein letztes Strohhalmteilchen auffädeln und die beiden Fadenenden schnappen und verknoten.
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13. Das Ergebnis sieht so aus. Wen man ein bisschen dran herumklappt sieht man schon, in welche Form sich das Gewurschtel schließlich fügen wird. Einfach ausprobieren, ich hab intuitiv zur richtigen Form gefunden.
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14. Nun die Strohhalme so zusammenlegen, dass ein Deltoid entsteht. Und den Faden so durch die Strohhalmteile ziehen, dass sie in Form bleiben – und zwar sollten es noch zwei Strohhalmteile sein, durch die der Faden noch muss. Hier ist der erste fotografiert.
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Und hier der zweite. Da man diese beiden letzten Schritte nur schwer auf Foto kriegt, kann ich euch dazu dieses Video ans Herz legen. Es ist zwar auf Finnisch, aber es kommt auch ohne Textverständinis rüber, was man tun soll. Wer allerdings ein wenig geschickt ist, wird das Video wahrscheinlich gar nicht brauchen.
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Das Endergebnis soll jedenfalls so aussehen.
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15. Nun am längeren Fadenende noch Holzperlen auffädeln. Fertig.
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So. Vielen Dank für’s Zusehen und viel Spaß beim potenziellen Nachbasteln!
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Und weil’s so schön war (*räusper*), hier noch ein Foto von der Gesamtsituation.

 

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