Verwertungsstrategie: Rhabarbersirup und Rhabarber-Pfirsich-Marmelade

Indiz 1: Meine liebe Frau Mutter hat eine Rhabarberstaude im Garten, die, sagen wir, eine beträchtliche Menge an Rhabarber produziert. Und die hat zufällig gerade Saison. Indiz 2: Herrn Gute Gütes allerliebstes Lieblingsobst (Ist das ein Obst? Was ist Rhabarber eigentlich? So, botanisch? Aha. Wikipedia sagt: ein Knöterichgewächs.) ist rein zufällig Rhabarber. Indiz 3: Frau Gute Güte kocht gerne … diverses Zeug. Der geneigte Leser (w/m) errät es wahrscheinlich: Es gibt Rhabarber, Baby! Und zwar feinsten Rhabarbersirup und eine schöne Marmelade, in die, damit nicht ganz so einseitig, auch noch ein bisschen Pfirsich reinkommt. Alles klar? Dann los.
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Zuerst: der Rhabarbersirup:

Man nehme (für 1 Liter):

  • 750 g geputzten Rhabarber
  • 400 g Zucker
  • 1 Messerspitze echte Vanille
  • 3 Zitronen, ausgepresst
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So geht’s:

Rhabarber in große Stücke schneiden und mit ca. 400 ml Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. Kochen, bis der Rhabarber zerfallen ist (das dauert ca. 10-15 min), anschließend den Rhabarber durch ein Sieb passieren oder, alternativ, etwas auskühlen lassen und durch ein (blitzsauberes!) Geschirrtuch drücken.
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Den aufgefangenen Saft mit den übrigen Zutaten aufkochen lassen, ca. 5 min köcheln lassen und in saubere, mit heißem Wasser ausgespülte Flaschen füllen. Fertig.

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Und nun: Die Rhabarber-Pfirsich-Marmelade

 

Man nehme:

 

  • 500 g Rhabarber, geputzt
  • 500 g Pfirsiche
  • 500 g Gelierzucker 2:1
  • 1 Zitrone (Saft und Schale)
  • 1 Messerspitze Vanille (oder etwas mehr…)
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Und so geht’s:

Rhabarber in Stücke schneiden (nicht zu viel Energie auf Schönheit und Regelmäßigkeit verwenden. Wird Matsch.).
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Pfirsiche mit kochend heißem Wasser übergießen, kalt abschrecken, häuten und in Stücke schneiden.
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Alle Zutaten in einen Topf verfrachten, ein kleines Schlückchen Wasser zugeben (wirklich, nur ein Schnapsstamperl voll) und aufkochen lassen. So lange kochen, bis der Rhabarber zerfallen ist (dauert ca. 15 min). Anschließend Pürierstab Zauberstab schnappen und die Pampe ordentlich durchpürieren. Noch einmal aufkochen lassen, in saubere, mit heißem Wasser ausgespülte Marmeladengläser füllen und gut zuschrauben. Fertig.

 

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Die Marmelade ist eine Eigenkreation (die entstanden ist, weil’s beim Billa keine Erdbeeren gab, die nicht aus Spanien waren. Drum mussten die Pfirsiche dran glauben.) und schmeckt wirklich wirklich gut. Da muss ich mir zur Abwechslung mal selber auf die Schulter klopfen. So, ein bisschen wie Marillenmarmelade. Nur besser. Und interessanter.  Wie der Sirup ist, kann ich nicht sagen. Der war nämlich aus, bevor ich dazu gekommen bin, ihn zu kosten. Und zwar innerhalb der Zeit, die ich gebraucht hab, die Semmel für’s Foto zu backen. Sowas. Ich nehm das mal als Indiz 4: Sirup schmeckt gut. Und dann ist ja wieder alles ganz ausgezeichnet.
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