Oldscool, Baby: Kartoffeldruck

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Richtig, Sam. PO-TAY-TOES.

Uuuund ich schlage ein weiteres Kapitel meiner Obsession für selbstgemachte grafische Textilien auf. Diesmal hab ich mich der Mutter aller Drucktechniken bedient: dem guten alten Kartoffeldruck. Hach, die Erinnerungen an den Kindergarten, die dabei aufkommen. Und an völlig verhunzte Muttertagsgeschenke, die dann die gute Kindergartentante in unserem Namen einfach selber gemacht hat, weil die Sachen aus meinen Patschehändchen, laut ihrer Aussage, “zu schiach” waren. Räusper. Naja, aber diesen Egoknick haben wir mehr als zwanzig Jahre später überwunden und wagen uns mit frischem Mut an die feine Knolle, zücken das Messerlein und legen los:

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 Man nehme:

  • Kartoffeln (no na)
  • Textilfarbe (Achtung, man braucht Massen davon, sowohl Stoff als auch Kartoffel sind wahre Säufer)
  • einen Pinsel
  • eine Textilie, auf die man drucken möchte (hier: ein Tischläufer)
  • ein Messerchen zum Kartoffel-Beschnitzen

 

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Und so geht’s:

 

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Kartoffel halbieren und an der Schnittfläche in der Form der Wahl zurechtschnitzen.
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Mit Farbe bepinseln und drauflos stempeln.So in etwa. Wir sind noch frohen Mutes.
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15 Reihen später beginnen wir zu schwächeln.

 

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Die Kartoffel zeigt ebenfalls erste Ermüdungserscheinungen. Aber wir geben nicht auf.

 

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Nach weiteren gefühlten 900 Reihen zuckt die Augenbraue schon bedrohlich, aber wir bleiben am Ball.
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2,5 Nora Ephron-Filme und einen Beinahe-Nervenzusammenbruch später, sind wir endlich fertig. Nun die Farbe trocknen lassen und eventuell, je nach Angabe auf dem Farbglas, bügeln. Voilà!
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Das Schöne an der Sache ist, dass die Kartoffel-Abdrucke nie ganz regelmäßig werden und so einen sehr schön organischen Eindruck hinterlassen. Ich zufrieden.

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