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Rezept: Asiatische Reissuppe mit Ingwer-Fleischbäl...

Rezept: Asiatische Reissuppe mit Ingwer-Fleischbällchen aus „Chicken & Rice“

Transparenzhinweis: Ein Rezensionsexemplar von „Chicken & Rice“ wurde mir vom DuMont Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt. Die kundgetane Meinung ist jedoch meine eigene.

Ich habe an diesem Orte schon mehrfach erwähnt, dass kaum etwas lieber mag, als asiatisches Essen. Am liebsten natürlich vom Profi zubereitet in einem meiner liebsten Asia-Lokale in Salzburg und Co – aber immer öfter auch in Heimproduktion, gesteigerte Übung sei Dank.

Als ich davon Wind bekam, dass Shu Han Lee, ihres Zeichen eine der altvordersten Foodbloggerinnen für die westeuropafreundliche Adaption von originalen Asia-Rezepten, ein Kochbuch herausgegeben hatte, musste dieses selbstverständlich in meine Sammlung einziehen. Logisch, schließlich soll der kulinarische Horizont auch auf der Asia-Seite ständig erweitert werden. Wie sich der edelweiße Prachtband in meiner Küche so schlägt? Das sei hier erzählt – und ein Rezept, das gibt es inklusive.


Shu Han Lee hat die Küchen Asiens sprichwörtlich mit der Muttermilch aufgesogen. Aufgewachsen als Tochter einer chinesischen Mutter in Singapur sind die Rezepte in ihrem Buch „Chicken & Rice“* ein duftender Mix aus den schönsten kulinarischen Traditionen Singapurs, Malaysias und Chinas. Und: Nachdem sie ihr Küchenhandwerk erst als heimwehgeplagte, hungrige Studentin in London erlernte, werden ihre Kreationen stets mit einem gewissen westeuropäischen Einschlag serviert – vor allem, was die verfügbaren Zutaten anbelangt. Das macht das Nachkochen der zahlreichen Gerichte aus „Chicken & Rice“ naturgemäß einfacher, ein ausführlicher Trip in den Asia-Shop des Vertrauens wird jedoch trotzdem nicht ausbleiben, das sei vorausgeschickt.

Die Rezepte im Buch sind dabei vielfältig – von unterschiedlichsten Suppen und Salaten (Som Tam mit Kohlrabi anstatt nie aufzutreibender grüner Papaya!) über Fleisch- und Fischgerichte weit abseits des Chinarestaurant-Klischees bis hin zu in Asien selten aufzutreibenden Dessert-Kreationen wird man beim Nachkochen auf unterschiedlichste Weise satt. Die Rezepte sind ausführlich und gut beschrieben, teils von Shu Han Lee eigenhändig und äußerst charmant illustriert und mit persönlichen Geschichten versehen, die auch die Lektüre auf der Couch angenehm machen.

Wer sich von „Chicken & Rice“ eine Anleitung für gebratene Nudeln vom Nudelbox-Stand oder Acht Schätze vom China-Lieferdienst erwartet, der wird wohl enttäuscht werden. Wer sich jedoch ohne große Kompetenz-Hürden intensiver in verschiedene Küchen Asiens einkochen mag und dabei Fusion-Elemente mit offenen Armen empfängt, dem sei das Buch sehr ans Herz gelegt.

Ein Rezept, das ich euch abschließend nicht vorenthalten mag, ist übrigens jenes für Khao Tom, thailändische Reissuppe mit Fleischbällchen, die sich vortrefflich zur Reis-Resteverwertung eignet. Ich habe Shu Han Lees Fassung ein wenig abgewandelt – vor allem, weil ich das im Rezept gelistete Schweinsfaschierte durch welches vom Bio-Rind ersetzt habe. Wer ein neues Lieblingsrezept sucht (und Team Pro-Koriander ist), kann es in beiden Versionen vortrefflich nachkochen.

Man nehme (für 2 große Esser oder 4 Vorspeisen)

Für die Suppe:

  • 1 l Hühner- oder Rindssuppe
  • 2 EL helle Sojasauce
  • 1 EL Fischsauce
  • 2 Tassen gekochter Basmati- oder Jasminreis
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1 Hand voll frischer Koriander
  • 5 Knoblauchzehen
  • 3 EL Öl zum Braten

 

Für die Fleischbällchen:

  • 300 g Faschiertes vom Bio-Rind
  • 1 Stück Ingwer, ca 2 cm lang
  • 2 EL Maisstärke
  • 1 TL Backpulver
  • 1 TL helle Sojasauce
  • ½ TL Sesamöl
  • ½ TL Salz
  • 3-5 EL eiskaltes Wasser

 

So geht’s:

1. Für die Fleischbällchen den Ingwer schälen und fein reiben, das Salz im Waser auflösen und dann mit den restlichen Zutaten in einer Schüssel zu einer homogenen Masse vermengen. Anschließend die Masse mehrfach schwungvoll mit der Hand in die Schüssel werfen, bis sie gleich klebrig wird. Shu Han Lee sagt, dass die Fleischbällchen so ihre bissfeste Konsistenz erhalten, und wo sie recht hat…

2. Den Knoblauch in Scheiben schneiden und das Öl in einem kleinen Topf erhitzen. Den Knoblauch darin von allen Seiten goldbraun braten und darauf achten, dass er nicht zu dunkel wird.

3. Die Brühe zum köcheln bringen und mit Soja- und Fischsauce abschmecken.

4. Mit feuchten Händen aus der Fleischmasse kleine Bällchen formen und in der Brühe gar ziehen lassen. Nach einiger zeit schwimmen Sie an der Oberfläche der Suppe, sie brauchen aber meiner Erfahrung nach noch etwas länger, bis sie völlig durch sind. Dann mit dem Schaumlöffel aus der Suppe heben und auf Suppenschalen verteilen.

5. Die Frühlingszwiebel waschen, versäubern und in Ringe schneiden, den Koriander grob zerzupfen.

6. Die Suppe auf die Flsicshbällchen gießen, mit Reis, Knoblauch, Früühlingszwiebeln und Koriander garnieren und heiß servieren.

Das hat gedauert: ca. 45 Minuten

Shu Han Lee
Chicken & Rice. Frische und einfache Gerichte aus Südostasien*
DuMont 2017

 

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