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Neu in Salzburg: Escobar (ehemals Republic Café)

Neu in Salzburg: Escobar (ehemals Republic Café)

Transparenzhinweis: Ich wurde von der Escobar auf einen Burrito und zwei Drinks eingeladen. Die kundgetane Meinung ist jedoch meine eigene.

Man muss ja zugeben: der spannendste Moment bei Guilty-Pleasure-Formaten wie Germany‘s Next Topmodel ist immer das Umstyling der Kandidatinnen. Der fließen Blut, Schweiß und Tränen, es fallen Haare und die allgemeine Moral und am Ende der Sendung schaut alles völlig anders aus als zu Beginn – und ist bei allem Schock doch irgendwie besser. Ein Ort in Salzburg, wo der gleiche Effekt gerade gastronomisch manifest wird, ist das ehemalige Republic Café am Anton Neumeyr-Platz. Dass im Zusammenhang mit dessen Metamorphose vom ehemaligen Café-Restaurant-Club-Hybrid zur neuen „Escobar“ ebenfalls Blut, Schweiß und Tränen geflossen sein müssen, war kürzlich umfangreicher den Medien zu entnehmen. Wie sich das neue Lokal gibt? In einem Wort: Lässiger als zuvor, finden wir.

Was sich nach Schließung des alten Republic und einer nur 3 1/2-wöchigen (!) Umbauphase im Rahmen der gestrigen Eröffnung in den alten, ehrwürdigen Hallen aus seinem Baustellen-Kokon geschält hat, ist nämlich optisch mehr als beachtlich. Wo ehemals Plastiksessel und Frühstückstische in grellbuntes Licht getaucht wurden, hält heute unter der bewährten Ägide des Raschhofer-Imperiums die „Republica de Mexifornia“ Hof.

Zusammengewürfelte Sessel, quietschbunte Plastiktischdecken, farbenfrohe Kerzengläser, geknüpfte Blumenampeln, markige Sprüche und nackte Glühbirnen im Industrial-Style auf der einen Seite, klassisches amerikanisches Diner-Flair auf der anderen Seite bringt, so dass Konzept des Lokals, zusammen, was zusammen gehört: mexikanische Lebensfreude und kalifornischen Chic.  Die Möbel dazu wurden kurzerhand aus Antwerpen eingeschifft und lokal detailverliebt ergänzt. Dass diese Mischung stimmt, das bezeugt schon der Fakt, dass bereits am Eröffnungsabend kaum ein Tisch der neues Escobar unbesetzt bleibt.

Analog zu diesem Stilmix gestaltet sich auch die Karte. So serviert man zu Vorspeise und Hauptgang die Klassiker des Tex Mex-Repertoires mit Chili, Nachos und Salzburgs ersten nennenswerten Burritos sowie Burrito Bowls, die es in vorgefertigter sowie Baukasten-Manier zu bestellen gilt (z.B. Pollo Loco Burrito um 8,90.-, Carne e Tocino-Vorspeisenplatte um 11,90.-, great for sharing). Zum Nachtisch geht es anschließend an die amerikanischen Westküste. Kalifornische Waffeln wetteifern mit den bereits bekannten und beliebten Exemplaren aus dem benachbarten Stadtcafé (z.B. Chocolate Banana-Waffel um 5,90.-). Hinuntergespült wird das alles mit einer breiten Auswahl an Drinks, allen voran einer ganzen Garde an verschiedenen Margaritas, Daiquiris, Fizzes und Mules, diversen Bieren (Trumer, Raschhofer, Corona) und einem ganzen Baukasten an Longdrinks. Highlight sind dabei wohl der „Mexican Bulldog“ und der „Mexican Chihuahua“ (im Bild), die flugs ein Fläschchen Corona oder Coronita kopfüber in einer Margarita landen lassen.

Zusammengefasst: Der Umbau vom alten Republic Café in die neue Escobar muss eine wahrlich herkulische Aufgabe gewesen sein, schließlich erkennt man das altbekannte Lokal kaum wieder. Das Flair hat, so fanden wir, dabei dazugewonnen. Man bleibt gerne sitzen in der neuen Escobar und bestellt sich gleich noch eine Margarita. Und übrigens: Der altbekannte Salsa-Club, der wird auch in der Escobar beibehalten.

Escobar
Anton Neumayr-Platz 2
5020 Salzburg

Öffnungszeiten: So-Do 11:00 – 24:00 Uhr, Fr-Sa 11:00 – 02:00 Uhr

Titelbild: Pixabay, User stokpic, vielen Dank!


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