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Das wurde aus meiner 30 before 30-Liste

Das wurde aus meiner 30 before 30-Liste

Könnt ihr euch noch daran erinnern, dass ich vor zwei Jahren und anlässlich meines drohenden 30sten Geburtstags öffentlichkeitswirksam eine Liste an Dingen erstellt habe, die ich noch vor meinem „Runden“ absolvieren wollte? Mit Reisen, Kompetenzen, Erlebnissen und Dingen, die ich abgehakt haben wollte, bevor ich offiziell „alt“ war?

Ein paar von euch haben nämlich scheinbar tatsächlich dran gedacht und mich gefragt, was denn draus geworden sei, aus der ambitionierten To Do-List. Drum gibt es jetzt eine kleine Bilanz, für alle, die es interessiert. Mit Beweisfotos und kurzer Abhandlung. Und eines kann ich schon mal sagen: Geschafft hab ich bei Weitem nicht alles – und das meiste davon wurde mittels diverser Umwege abgehakt. Los geht’s!

Eine Dinnerparty schmeißen.

Tatsächlich geschafft habe ich es, eine Dinnerparty abzuhalten – allerdings nicht unbedingt in klassischer Manier sondern, ähem, etwas kreativer. In unserem Freundeskreis hat sich nämlich die Tradition etabliert, in regelmäßigen Abständen Krimidinners zu schmeißen. Und da war ich natürlich auch mal als Gastgeberin an der Reihe. Bei meinem Krimidinner ging es zur Chicagoer Mafia in den 30er Jahren, wir waren analog dazu recht fesch beieinand – und falls es euch interessiert, kann ich auch gerne mal eine Abhandlung über die Veranstaltung von Krimidinners in den eigenen vier Wänden verschriftlichen. Ist nämlich echt eine sehr unterhaltsame Sache!

Mich endlich trauen, Karaoke zu singen. Angst.

Ok, wir kommen zum ersten Punkt, den ich immer noch nicht absolviert hab. Aus Mangel an Alkohol Gelegenheit – und weil mir immer noch die Motivation fehlt. Aber, naja, vielleicht wird es ja noch!

Eine Sportart finden, mit der ich mich langfristig anfreunden kann. (Ich sehe jetzt schon schwarz)

Das mit dem schwarz Sehen war recht visionär – ich bin nämlich immer noch der gleiche Couchpotato, der ich auch vor zwei Jahren schon war. Naja, vielleicht nicht ganz. Ich hab ein bisschen Fit mit Güte gemacht, einige sehr brauchbare Fitness-Apps ausprobiert, aber bei der Stange geblieben bin ich immer noch nicht. Das sollte ich wirklich noch in den Griff kriegen und ich gebe die Hoffnung nicht auf“

Einen Roadtrip ohne definitives Ziel machen. Vielleicht ins Waldviertel?

Ok, Roadtrips haben wir durchaus absolviert (etwa diesen hier nach Triest), aber wir hatten jedes Mal ein definitives Ziel vor Augen. War auch sehr nett und ich würde diesen Punkt einfach mal zur Hälfte zählen. Allein schon um der Bilanz willen.

Ein Wochenende völlig technikfrei verbringen

Ja! Das hab ich tatsächlich geschafft! Zum Behufe eines technikfreien Wochenendes sind wir mal wieder in unser heißgeliebtes Mühlviertel gegurkt und damit vermeintlich an einen Ort ohne Handyempfang – nur um herauszufinden, dass das Handynetz mittlerweile so gut ausgebaut wurde, dass es auch mitten im Böhmerwald ein glasklares Signal gibt. Weggelegt haben wir die Dinger aber trotzdem und somit sehe ich diesen Punkt zumindest als halbwegs erfüllt an.

Ein Buch schreiben. (Man wird doch wohl noch träumen dürfen…)

Den Punkt, der mir am komplett unrealistischsten erschienen ist, haben wir doch tatsächlich abhaken können – mit unserem Kochbuch „Köstlich in Null Komma Nix„, das es mittlerweile überall gibt, wo man Bücher verkauft.

Ein Büro finden.

Sharing is caring – ich teile mir seit knapp einem Jahr ein Büro mit der Ginger in der Linzergasse, das ich viel zu selten nutze, das aber unglaublich praktisch für diverse Zwecke ist. Fein, dass wir es haben.

Es schaffen, einen völlig arbeitsfreien Tag pro Woche zu haben und zu behalten. Traumziel Nummer eins.

Ich arbeite immer noch dran. Was bedeutet: Ich arbeite immer noch zu viel. Aber es wurden Maßnahmen ergriffen, das zu ändern. Und ich hoffe, dass sie sich durchsetzen lassen.

Alle Harry Potter-Bände noch einmal lesen.

Ich schäme mich: Nein, ich hab es nicht geschafft, nicht einmal einen einzigen.

Herausfinden, ob Jon Snow jetzt wirklich tot ist.

Er lebt bzw. ist untot. Und wer jetzt nicht weiß, wovon ich rede, hat echt was versäumt!

Alle Staffeln Downton-Abbey schauen. Ausgeborgt hätte ich sie mir schon.

Nicht eine Folge hab ich gesehen! Nicht eine!

Meine Wohnung de-cluttern. Minimalismus, ey!

Das hab ich auch über einen Umweg absolviert, nämlich indem ich umgezogen bin. Da muss man zwangsläufig Zeug aussortieren. Und es hat sich echt ausgezahlt!

Die Harry Potter-Studios in London besuchen. Eine Katastrophe, dass ich immer noch nicht da war.

Ratet mal: Ich war immer noch nicht dort.

Ein neues Blogdesign aussuchen und erfolgreich installieren.

Seit mittlerweile über einem Jahr im Einsatz und immer noch zu vollster Zufriedenheit funktionstüchtig.

Mir ein viertes Tattoo verpassen lassen (oder ein Cover-Up für Nummer eins, wahlweise).

Ich habe meinen Tätowierer kontaktiert, ich habe den Prozess angeleiert – und dann schlicht keine Zeit für alle weiteren Schritte gehabt. Aber: Man kann sich auch nach 30 noch verschönern lassen.

Einen Youtube-Kanal starten. (Working on it)

Das haben wir tatsächlich geschafft! Wir arbeiten noch an unseren mittelmäßigen Videokünsten, aber: Es ist immerhin noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Mich zumindest ein bisschen mit Wein auskennen.

Ich habe Weinverkostungen absolviert, mich mit Leuten unterhalten, die wirklich Ahnung von der Materie habe und lese seit neuestem einen Weinblog (Danke Alexandra!) – es wird also. Und auch hier gilt: Gut Ding brauch Weile.

Französisch- oder Italienisch-Auffrischungsstunden nehmen. Wozu hab ich das mal gelernt, wenn ich es nie verwende?

No, je ne hab das pas geschafft, leider.

Ein Land besuchen, in dem ich bisher noch nicht war.

Nachdem ich mich in das wohl exotischste Reiseziel aufgemacht habe, das ihr euch vorstellen könnt, kann ich diesen Punkt abhaken. Ich war in der Slowakei, zum ersten Mal dort und finde, dass das zählt.

Kalligrafie. Oder Aquarellmalerei. Oder beides. Weil ich alt werde, offensichtlich.

Unten bitte die bescheidenen Ergebnisse begutachten.

Mich endlich entscheiden, was eigentlich mein Style ist. So, gwandtechnisch.

Ich glaube, das ist eine endlose Reise zu sich selbst, das mit dem Gwand. Angekommen bin ich jedenfalls noch nicht.

Die Kunst des Selfies meistern.

Hab ich nicht gemeistert, es ist mir nur wurscht geworden. Von dem her wurde dieser Punkt auch gestrichen, nur halt rückwärts.

Besser fotografieren lernen. Weil wichtig.

Naja, ja, also, naja. Das ist vermutlich Geschmacksache. Zufrieden bin ich immer noch nicht mit mir. Aber ich arbeite nach wie vor dran.

Ein Buch im Monat lesen. Und es auf Instagram dokumentieren, zu Kontrollzwecken.

Ja, ich lese wieder mehr! Auch, wenn ich es nicht auf Instagram dokumentiere. Und das finde ich nach wie vor sehr fein.

Einen japanischen Kochkurs machen. Endlich.

Sushi, Maki, Teppanyaki? Fehlanzeige, zumindest in meiner Küche. Wobei die Volkshochschule da richtig schöne Kurse im Angebot hätte…

Es endlich schaffen, genug Wasser zu trinken. Wasser ist wichtig.

Ja! Da gab es sogar einen Artikel dazu.

Pad Thai ohne Würzmischung kochen lernen. Das muss doch wohl zu schaffen sein.

Wenn es der Lieferdienst doch so viel besser kann!

Es schaffen, eine Topfpflanze ein Jahr am Leben zu erhalten.

Ich präsentiere voll stolz: Meine Pilea. Die lebt. Seit über einem Jahr. Man sollte mir einen Orden verleihen.

Ordnung auf meinem PC schaffen und halten. (but it’s haaaard!)

Manche Dinge ändern sich wohl nie. Das Chaos auf meinem PC etwa. Aber, wie geht nochmal das Sprichwort vom Kleingeist und vom Genie…?

Meine 30er-Party planen. Obviously.

Ja, ich habe gefeiert. Und zwar ganz anders, als ich es mir vorgenommen habe. Ich bin nämlich mit meinen Freundinnen in den Erlebnispark Straßwalchen gegurkt und wir haben dort auf Wurlibahn und Schiffsschaukel unsere kollektive Kindheit wieder aufleben lassen. Es war sehr fein, es hat mich sehr gefreut – und vermutlich hatte es auch damit zu tun, dass das 30 Werden fast nicht weh getan hat.

Titelfoto von chuttersnap via Unsplash. Danke!


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  1. Lea

    9 Oktober

    Danke für die Aktualisierung! Und jaaa, bitte einen Beitrag über’s Krimidnner 🙂

  2. Horst

    9 Oktober

    Servus Caro!

    Eine sehr nette und sympathische Art, sich Ziele zu setzen und mit deren Erreichung dermaßen offen umzugehen! Das macht Mut, selber eine solche Liste zu erstellen und dann auch den ein oder anderen Punkt nicht schaffen zu müssen 😉 .

    Da ich meinen 30er schon dezent überschritten habe, könnte ich – wie in einem sozialen Kanal schon erwähnt – ein Liste starten, die 2×30 Punkte enthält, die ich bis zu meinem 2 Mal 30er in 3×3 Jahren dann auf deren Erfüllung prüfen kann.

    Du hast mich soeben angefixt – danke dafür!

    Have fun
    Horst

    • Oh, ich hoffe da gibt es dann auch einen Statusbericht bei dir am Blog – würde ich mit Spannung verfolgen! 🙂

  3. […] Du hast noch nicht genug von Lebenszielen? Dann statte doch meiner sympathischen Blogger-Kollegin Caro vom Blog Ach du gute Güte! einen Besuch ab! Caro hat eine 30 before 30-Liste erstellt und deren Erfüllungsgrad in einem sehr schön aufbereiteten Ergebnis-Artikel festgehalten: Das wurde aus meiner 30 before 30-Liste. […]

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