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Fair Fäschn: Bitte gebt mir meinen Verstand zurück...

Fair Fäschn: Bitte gebt mir meinen Verstand zurück

Können wir uns bitte darauf einigen, dass es schön langsam reicht mit den Einhörnern? Ich mein: Eh, regenbogenkotzende weiße Tierchen mit Comic-Glubschaugen sind prinzipiell mal zu befürworten, in gewissen Kontexten. Wenn es um zehnstündige Viralvideos geht, die dir langsam die Großhirnrinde wegkratzen, etwa. Oder, wenn man den Mitbewohner per Gummimaske verkleiden will. Wenn dann aber Supermärkte plötzlich per Flugblatt Einhorn-Wochen ausrufen, bei denen es nicht nur Einhorn-Radler (mit rosa Himbeer-Kracherl), sondern auch Einhorn-Schokolade (weiß, mit Glitzer-Crispies) und Einhorn-Bratwurst (garantiert einhornfrei) gibt, dann könnte man schön langsam mal gewisse Sinnhaftigkeiten überdenken. Oder?

Ja eh: Die Tasche, die ich hier spazierentrage, die zeigt der Welt auch ein Einhorngesicht. Allerdings muss hier zur Verteidigung angebracht werden: Erstens stammt das Trum aus dem MET Museum in New York (danke Mama für das Urlaubs-Mitbringsel!), zweitens schlummert es schon seit Jahren in meinem Gwandkasten und drittens ist das Einhorn drauf ein richtiger Oldie. Aus 1495 stammt es nämlich – damals hatten sie nämlich schon Einhorn-Merchandising before it was cool.

Der Karma-Breakdown:

Grüner Glitzer-Rock: Vintage (+1)
Shirt: gewsappt, ursprünglich H&M (+1)
Schuhe: Converse und von der Ginger aufgetragen (+1)
Tasche: Metropolitan Museum, NYC (+-0)
Pin und Kette: Geschenk (?)
Brille: H&M (-1)
Armband: Swarovski, geborgt (+-0)

Karma-Bilanz: +2

10 Stunden-PFUDOR-Mix

Tocotronic-Zitat

Fotos: Sonja Winkler


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  1. Birgit

    20 September

    ich finde Einhörner und Helene Fischer inzwischen gleichermaßen unerträglich 😀

    Viele Grüße ins zauberhafte Salzburg,

    Birgit

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