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Life Update: Ein Sommer voller Kisten

Life Update: Ein Sommer voller Kisten

Meine sehr verehrten Damen und Herren, besonders aufmerksamen Zeitgenossen (w/m) unter euch mag aufgefallen sein, dass es auf meinen Social Media-Kanälen aktuell ein wenig ruhiger zugeht. Der Grund? Ich bin kürzlich umgezogen – und auch das mag freundlichen Damen und Herren aufgefallen sein, die ab und an in meine Insta-Stories spechteln. Mein Alltag in den letzten Wochen bestand daher primär aus Umzugkisten, Spachtelmasse und Leberkässemmerl im Baumarkt-Buffet – und mein diesjähriger Urlaub ebenso. Deswegen gibt’s jetzt für alle, die es interessiert ein kleines Sommerresümee, besser gesagt eine Zwischenbilanz. Denn: Ganz vorbei ist der Sommer doch noch nicht – und damit lebt meine Hoffnung weiter, dass ich heuer doch noch ein wenig „echten“ Urlaub abbekomme. Aber alles der Reihe nach:

Dinge, die man beim Umzug lernt

Zugegeben: Irgendwie ist jeder Umzug schlimmer als jener zuvor. Ich bin zwar mittlerweile bereits das siebte Mal innerhalb Salzburgs umgezogen, so intensiv wie das aktuelle Kistenschleppen und Möbelpacken hat sich ein Wohnungswechsel aber noch nie gestaltet. Das hat zwei Gründe. Erstens: Unser ganzes Zeug.

Es ist unfasslich, wie viel Dinge man im Laufe weniger Jahre in einer Wohnung ansammelt und wie belastend es sein kann, sobald man sie Delogieren muss. Das Schlimmste dabei? Bastelzeug, das eigentlich nur ein Haufen sinnloses Klumpert ist, aus dem noch mehr sinnloses Klumpert gemacht wird. Vorsatz: Weniger basteln. Und: Das leidige Thema Geschirr. Ich weiß mittlerweile: Dank Flohmarkt-Leidenschaft besitze ich aktuell 38 Weingläser. Niemand braucht so viele Weingläser! Amen, ich sage euch: Sortierts regelmäßig aus, Leuteln. Beim nächsten Umzug ist man froh drüber. Und: dankt euren Freunden auf Knien. Wir hatten das massive Glück, dass unser fast gesamter Freundes- und Familienkreis tatkräftig beim Umzug mitangepackt hat – und zwar aus freien Stücken und ohne jeden Bestechungsversuch. Wenn ich jemals den vermaledeiten Hashtag #blessed auf Instagram gebraucht habe, dann vermutlich dafür. Danke hiermit – noch einmal ganz öffentlich – an alle, die geholfen haben! Ohne euch würden wir jetzt wahrscheinlich in einem Pappkarton hausen!

Der zweite Grund: All diese Entscheidungen! Ich hatte das Privileg anlässlich des diesmaligen Umzugs meine Küche und mein Bad von Grund auf neu einzurichten – was einerseits der feuchte Traum eines jeden Pinterest-Junkies ist, andererseits die blanke Überforderung, sobald man sich mit all den verbundenen Entscheidungen konfrontiert sieht. Gas, Ceran oder Induktion? Welches Backofen-Modell? Abwasch aus Edelstahl oder Keramik? Welche Fliesen – und welcher Fliesenversatz? Und mein neues, liebstes Hassthema: Armaturen. Ab einem gewissen Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, die Baumärkte im Salzburger Großraum besser zu kennen als mein eigenes Schlafzimmer, so oft habe ich über Waschtisch- und Badewannenarmaturen meditiert. Mittlerweile ist alles ausgesucht und schon fast alles montiert, aber: Es war ein weiter Weg.

Apropos weiter Weg: Fertig ist die neue Bude noch bei weitem nicht – vermutlich wird es noch in paar Monate dauern, bis alles so steht, sitzt und Luft hat, wie es sein soll. Aber zumindest wohnen kann man schon im neuen Quartier. Was mich zum nächsten Thema bringt:

Es ist überraschend, mit wie wenig Zeug man auskommt, sobald man aus Kisten lebt

Analog zum Chaos an Klumpert, das oben erwähnt wurde muss ich auch feststellen: Ich bin ganz erstaunt, wie schnell man sich damit arrangiert, aktuell nur das Notwendigste in Küche, Bad und Wohnzimmer tun zu können, weil noch nix fertig und das gesamte Equipment in der untersten Kiste des höchsten Boxenstapels verstaut ist. Diese Erfahrung gibt dem ganzen Minimalismus-Hype, der gerade durch alle Medien braust, gleich eine neue Dimension. Und überzeugt mich, dass ich mich eigentlich noch von viel mehr Zeug trennen könnte, als ich es im Zuge des Umzugs schon getan habe.

Die tote Sommerzeit am Blog

Das Gute daran, dass wir ausgerechnet jetzt umgezogen sind und ich ausgerechnet jetzt so wenig online war, ist übrigens der Umstand, dass die Sommermonate ohnehin die toteste Zeit am Blog sind. Ihr seid ohnehin in den wohlverdienten Ferien und wollt euch weder mit Schnitzel noch mit Kulturplanern weiter auseinandersetzen und ich hab mehr Zeit, einen Grauton für die Wandbestreichung meines Vorhauses auszusuchen (sie heißt „Poesie der Stille“ – noch so ein Thema: die Namen von Wandfarben).

Urlaubsreife nach dem Urlaub

Was ich allerdings auch feststellen muss? Jetzt, nach meinem für den Umzug genutzten „Sommerurlaub“ bin ich erst so richtig urlaubsreif. Gut, dass es für mich im Spätsommer noch auf einen Abstecher nach Rom geht – und im Oktober für ein paar Tage auf Roadtrip quer durch Irland. Und bis dahin ist die neue Wohnung vielleicht auch schon voll funktionsfähig.

Titelfoto: Chris Barbalis auf Unsplash. Danke!


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  1. Fraeulein wunderbar

    22 August

    Naaaaaiiiin!!!
    B a s t e l n ist doch soo wichtig! Und ich mag deine diy beiträge so gern. Dadirch habe ich dich überhaupt erst gefunden 🙈 damals vor gefühlen 20 jahren 😜

  2. Katii

    22 August

    Uffff.. irgendwie hab ich den Beitrag grad so ein bissi mit einem verzwickten Gesicht gelesen – ich hab nämlich gerade realisiert, dass das alles auch ganz bald auf mich zukommt… Irgendwie war/bin ich noch so mit Haus BAUEN beschäftigt, dass das UMZIEHEN noch so weit weg war 😀
    Freut mich total, dass ihr das Gröbste mal geschafft habts – toi toi toi schon mal für den Rest!

    Alles Liebe, Katii

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