READING

Ich war im Kostümatelier der Salzburger Festspiele...

Ich war im Kostümatelier der Salzburger Festspiele und habe großartige Kleider gesehen

Der Umstand, dass ich besonders gerne hinter den Kulissen des Salzburger Festspiele herumkrebse, ist für aufmerksame Leserinnen und Leser dieser paar Quadratmeter Internet vermutlich kein besonders großes Geheimnis. Immerhin habe ich euch schon hinter die Kulissen der letztjährigen West Side Story mitgenommen, wo es nicht nur in die Maske ging, sondern auch während der Vorstellung hinter die Bühne, und es ging schon tief hinunter in den Bauch des Festspielhauses, wo die aufwändige Bühnen- und Haustechnik schlummert, in die ich ebenfalls bereits meine Nase stecken durfte. In diesen Festspielsommer, der ja heute offiziell beginnt, darf ich mit einem besonders hübschen Anblick starten. Gemeinsam mit Sonja bin ich Anfang der Woche einmal quer durch den Kleiderschrank von Jedermanns Buhlschaft gewandert und habe mir die Entwürfe hinter den Kostümen zur neuen Inszenierung von Verdis Aida zu Gemüte geführt.

Ort des Geschehens war das Kostümatelier der Festspiele im Großen Festspielhaus, wo nicht nur Festspielpräsidentin Helga Rabl Stadler ein paar Worte zu den aufwändigen Kostümkreationen und handwerklich exzellenten Kostümwerkstätten verlor, sondern auch Kostümbildnerin Tatyana van Walsun gemeinsam mit Kostümchef Jan Meier die Einkleidung von Aida und ihrer Gegenspielerin Amneris erklärten. Funkelnder Höhepunkt all der erwähnten Kostüme sind dabei übrigens unzählige Kristalle aus dem Hause Swarovski, die nicht nur die Buhlschaft in den vergangenen Jahren in vielfacher Hinsicht zum Glänzen brachten, sondern auch die neue Verdi-Inszenierung verschönern werden.

Protagonistin Aida erhält dabei das im Vergleich introvertiertere Kostüm in Silber- und Grautönen, inspiriert vom Mondlicht, Gegenspielerin Amneris leuchtet in kräftigen Primärfarben, die den emotionalen Zustand der Bühnenfigur wiedergeben. Und: Auch, wenn die Handlung der monumentalen Oper – bis zu 117 Personen sind gleichzeitig auf der Bühne des Festspielhauses – im alten Ägypten angesiedelt ist, enthält sich deren Ausstattung absichtlich aller historischen, räumlichen und religiösen Anspielungen. Zeitlos ist sie, die neue Aida. Und allerorts wird ihrer Premiere gespannt entgegengefiebert.


RELATED POST

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

INSTAGRAM
DIE GUTE GÜTE AUF INSTAGRAM