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3 x Budapest für Foodies: Cafés, Restaurants und F...

3 x Budapest für Foodies: Cafés, Restaurants und Frühstück in Budapest. Wieder mit Vorwort.

Es ist unglaublich, wie sehr sich eine Stadt innerhalb von zwei Jahren ändern kann. Das habe ich nicht nur anlässlich meines letzten Prag-Trips zu spüren bekommen, sondern auch, als ich vor ein paar Tagen wieder für ein Wochenende in Budapest war.

Irgendwie schaffen wir es, etwa alle zwei Jahre einen Kurztrip in die ungarische Hauptstadt einzuschieben. Die Stadt ist einfach eine unserer liebsten, wenn es darum geht, ein paar Tage Dinge zu besichtigen, gut zu essen, ausgiebig faire und Vintage-Mode zu shoppen oder ganz ausführlich Exit Rooms zu spielen – und es tut mir weh, dass die junge, offene pulsierende Stadt und die Menschen, die man dort trifft, meist so gar nichts mit dem zu tun haben, was man aktuell auf der politischen Landkarte von Ungarn mitbekommt. So gar nichts. Das kann an meiner Ignoranz liegen, an meinen Scheuklappen oder an der Filterblase, in der ich mich befinde, aber ein Ort, an dem Upcycling-Labels neben Abbruch-Pubs und Bauernmärkten existieren und in der man so viele junge, dynamische Leute trifft, passt mit den Zeitungsschlagzeilen der letzten Monate und Jahre einfach nicht zusammen. Das habe ich schon in meinem letzten Beitrag über Budapest geschrieben und das möchte ich auch hier wieder eingangs erwähnen.

Aber zurück zu m eingangs Erwähnten: Die wichtigste Erkenntnis nach dem neuesten Budapest-Trip: Die allermeisten Dinge, Orte und Lokale, die wir bei unserem Besuch 2015 für uns entdeckt haben, sind mittlerweile zur überlaufenen Touristenhölle mutiert. In den völlig überfüllten Ruinenpubs mit ihren meterlangen Schlangen vor dem Eingang trifft man kaum mehr Einheimische, die Gozsdu-Höfe sind ebenso wie der Street Food Karavan mittlerweile fest in touristischer Hand (wobei das der Qualität der Lokale oft keinen Abbruch tut, überfüllt sind sie aber sehr). Daher gibt es hier nun einen neuen, überarbeiteten und aktualisierten Food Guide mit neuen, alten und wieder besuchten Lokalen, Restaurants und Cafés un Budapest.

Wo man die genannten Lokale findet? Die Karte ganz unten gibt Auskunft.

 

Cafés

Kontakt

Im Kontakt nimmt man Kaffee ernst. Nicht umsonst lautet das mehrfach kommunizierte Motto „no americano, no milk in filter“ und, vor allem „no sugar“ (!!!). Was hier über die Theke wandert, ist aber auch wirklich Kaffee vom Feinsten und sollte auf keine der genannten Weisen verschandelt werden.

My Little Melbourne

Im My Little Melbourne kriegt jeder seinen Kaffee genau so, wie er ihn haben will. Aus der Siebträgermaschine, aus der Chemex, aus der Aeropress, you name ist. Seinen Namen hat das winzige Etablissement übrigens dank eines Australien-Trips der Besitzer und es versteht sich als eine Hommage an die Melbourner Kaffeekultur.

Espresso Embassy

In eine ähnliche Kerbe schlägt die Espresso Embassy mit verschiedenen Kaffeezubereitungsarten, hippem Interieur und makelloser Latte Art.

Restaurants & Süßes

Mazel Tov

Ok, das Mazel Tov: Es ist unglaublich hübsch, unglaublich angesagt, serviert tolles Essen bei Live-Musik und unter dem rankenbewachsen Dach des ehemaligen historischen Innenhofs, in dem es sich befindet und: Es ist ständig ausgebucht. Daher der Pro-Tipp: Unbedingt (!) vorher (!) reservieren (!).Wir haben drei Anläufe gebraucht, endlich einen Tisch in dem Schuppen zu bekommen, den ich schon von unserem letzten Budapest-Trip anno 2015 kannte und der immer noch feine kulinarische Dinge aus dem nahen Osten serviert: Hummus, Falafel, Shawarma, Shakshuka und Tel Aviv-Vibe.

Hummus Bar

Die günstigere und leichter verfügbare Variante, nahöstliches, koscheres Essen zu beziehen, ist die Hummes Bar. Als ich das vorletzte Mal in Budapest war (das dürfte etwa 2011 gewesen sein), war die Hummes Bar noch ein Loch in der Wand, das ausgezeichnete Sandwiches servierte – mittlerweile ist sie zu einer stadtumspannenden Kette mutiert, die immer noch feine, schnelle Küche aus dem nahen Osten zu sehr vertretbaren Preisen serviert. In der Karte markiert habe ich nur ein paar der Lokale, die es mittlerweile gibt.

The Sweet by Vintage Garden

Der Vintage-Garden sieht aus wie ein Drehort von Alice im Wunderland. Leicht kitschig, leicht fantastisch und mit ganz viel romantischem Flair. Während das Lokal und seine Küche eher gemischte Gefühle erzeugen, gibt es nebenan, in der angeschlossenen Konditorei „The Sweet“ kunstvolle Torten, Kuchen und Macarons, die auch im Geschmackstest überzeugen. Und: Wenn keiner der drei winzigen Tische frei ist, kann man das Backwerk auch zum Mitnehmen bestellen.

Frühstück

STIKA

Wer gern kunstvolle Eier isst, der sollte sich das STIKA genauer ansehen. Eggs Benedict, pochierte Eier mit Speck, Ham and Eggs und für Menschen ohne Eiappettit eine ansehnliche Auswahl an Sandwiches. Und: Der Kaffee ist ebenfalls nicht von schlechten Eltern. Das STIKA ist übrigens immer voll und zum Frühstück kann man nicht reservieren. Ich wünsche Glück bei der Jagd nach einem Tisch!

Szimply Food

Besonders gesund gestaltet sich die saisonal angepasste Karte des winzigen und immer vollen Szimply. Instagram-Hipster werden mit Avocadobroten und Acai-Bowls versorgt und auch dem Rest der Welt dürften die frischen, vollwertigen und ab und an etwas abenteuerlichen Kreationen (Acai-Reis-Porridge mit weißem Zitrus-Spargel, Erdbeeren und Pollen, anyone?) kaum schaden.

Kino Café

All Day Breakfast gibt es hingegen im Kino Café, in dem die Frühstückskarte sehr deftig- ausfällt, Eier, Speck, Eier mit Speck, Croissants und Würstel mit Eiern werden dort etwa kredenzt. Das Lokal ist bunt, ebenso wie das Publikum und was auf den Tisch wandert, hat Hand und Fuß.


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  1. Das schaut alles so schööööön aus

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